Nevşehir (Provinz)

Nevşehir ist eine Provinz in der inneren Türkei. Der Name leitet sich vom persischen Nau (türkisiert Nev) für „neu“ und Schahr (türkisiert Şehir) für „Stadt“ ab und bedeutet „Neustadt“. Die Provinz wurde 1954 gegründet. Sie umfasst den Hauptteil der geschichtlichen Region, die unter dem Namen Kappadokien bekannt ist.

Daten

Die Provinz hat eine Größe von 6.570 km² und 286.767 Einwohner (Stand 2015). Die Provinzhauptstadt heißt ebenfalls Nevşehir. Im Landkreis Hacıbektaş liegt der alevitische Pir Hacı Bektaş Veli begraben. In Nevşehir leben heute sehr viele Turkmenen. Von den Turkmenen sind die meisten Aleviten und von den Türken die meisten Sunniten.

Sehenswürdigkeiten

Die Stadt Nevşehir liegt im Zentrum der Region Kappadokien, in der Provinz gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die Tufflandschaft mit vielen Beispielen für die Höhlenarchitektur in Kappadokien, eine Vielzahl unterirdischer Städte (z.B. in Derinkuyu und Kaymaklı), Felsenburgen in Uçhisar und Ortahisar, die Freilichtmuseen von Göreme und Zelve mit den Feenkaminen, die Karawanserei Sarıhan und vieles andere. Beim Dorf Gökçetoprak im Landkreis Gülşehir zeugt der Inschriftenstein von Suvasa von der Anwesenheit von Luwiern in dem Gebiet. Etwa neun Kilometer südlich von Acıgöl liegt die Felsinschrift von Topada des Königs Wasusarma von Tabal, die von Kampfhandlungen im 8. Jahrhundert v. Chr. in der Umgebung berichtet. Der Grabkomplex des alevitischen Mystikers Hadschi Bektasch Weli befindet sich im gleichnamigen Landkreis Hacıbektaş. Etwa zehn Kilometer südwestlich von Hacıbektaş liegt auf einem Tafelberg die späthethitische Felsinschrift von Karaburna, die einen Vertrag zwischen Sipi, dem König, und Sipi, Sohn des Ni, über den Wiederaufbau der dortigen Festung zum Inhalt hat.

Landkreise

Die Provinz Nevşehir ist in acht Landkreise untergliedert.