Konya (Provinz)

Die türkische Provinz Konya (griechisch Ikonion, lateinisch Iconium) ist die flächenmäßig größte Provinz der Türkei. Ihre Hauptstadt ist das gleichnamige Konya. Ihre Nachbarprovinzen sind im Norden Ankara, im Westen Isparta, Afyonkarahisar und Eskişehir, im Süden Mersin, Karaman und Antalya sowie im Osten Niğde und Aksaray.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl der Provinzhauptstadt beträgt 1.073.791. In der Provinz Konya lebten 2015 etwa 2.130.544 Menschen. Die Bevölkerungsdichte betrug somit etwa 56 Einwohner/km². 2011 lebten von der Provinzbevölkerung 1.527.937 Menschen in Städten und 510.618 auf dem Land. 1927 betrug die Einwohnerzahl 504.125. Bei der Volkszählung 1965 betrug der städtische Anteil der Bevölkerung 32 % und ist gegenwärtig (2011) auf 75 % gestiegen. Laut einer Untersuchung des Türk Dil Kurumu von 1996 sprechen die Einwohner einen Westanatolischen Dialekt des Türkischen, der mit dem südlichen Dialekt von Mersin in der gleichen Gruppe ist.

Geographie

Mit 38.257 km² ist Konya die größte Provinz der Türkei. Sie liegt in der inneranatolischen Hochebene auf einer mittleren Höhe von 1016 m. Die höchsten Berge der Provinz sind Geyik (3130 m), Bolkar-Berge (3134 m) und Aydos-Berge (3240 m) im Taurusgebirge an der Südgrenze der Provinz.

Wassermangel

Der mittlere Jahresniederschlag von 326 mm ist der niedrigste in der Türkei. Noch niedriger ist er an Orten wie dem salzigen Tuz Gölü, der in dieser wasser- und abflussarmen Region entstanden ist. Andere Seen und Gewässer Konyas sind der Beyşehir Gölü, Çavuşçu Gölü, Akşehir Gölü, Suğla Gölü, Ereğli Akgöl und der Yunak Akgöl.

Dem Wassermangel sucht man durch den Bau von Stauseen zu begegnen. Aus diesem Grund wurde z.B. die Sille-Talsperre angelegt.

Landkreise

Konya ist seit 1986 eine Großstadt (Büyükşehir belediyesi). Nach einer Verwaltungsreform 2014 sind alle Landkreise direkt dem Oberbürgermeister von Konya unterstellt. Die ehemaligen Bürgermeister der Kommunen (Belediye) wurden auf den Rang eines Muhtars runtergestuft. Daher sind die 31 Landkreise mit ihren 620 Dörfern gleichzeitig Stadtbezirke:

Ahırlı      Derebucak      Karatay
Akören Doğanhisar Kulu
Akşehir Emirgazi Meram
Altınekin Ereğli Sarayönü
Beyşehir Güneysınır Selçuklu
Bozkır Hadim Seydişehir
Çeltik Halkapınar Taşkent
Cihanbeyli Hüyük Tuzlukçu
Çumra Ilgın Yalıhüyük
Derbent Kadınhanı Yunak
Karapınar

Geschichte und Kultur

Südöstlich von Konya, ca. 40 km entfernt, befindet sich Çatalhöyük, eine der ältesten Siedlungen der Menschheit. Etwa 70 km westlich liegen das hethitische Quellheiligtum Eflatun Pınar und die möglicherweise dazugehörige Großskulptur bei Fasıllar.

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