Karabük liegt eingebettet in die Waldlandschaft des westlichen Schwarzmeerraums und verbindet Natur, Industrie und Geschichte. Die Stadt wurde rund um das erste Stahlwerk der Türkei aufgebaut – rau, aufrecht und voller Wandel. Gleichzeitig beherbergt sie mit Safranbolu ein Freilichtmuseum osmanischer Wohnkultur und UNESCO-Weltkulturerbe.
Safranbolu ist der Stolz der Region: Kopfsteinpflaster, Herrenhäuser mit Holzgiebeln und Händlerstraßen, in denen der Duft von Safran, Lokum und Osmanentee schwebt. Das Cinci-Hamam, die alte Karawanserei und das Stadtmuseum erzählen vom Wohlstand einstiger Handelswege. Besucher spazieren durch Fotomotive, die Geschichte verkörpern.
Im Bezirk Yenice erstrecken sich riesige Buchen- und Kastanienwälder – der Yenice-Wald gehört zu den ökologisch wertvollsten Gebieten der Türkei. Ein Muss ist die Kristal-Teras (Glas-Aussichtsterrasse) über der Tokat-Schlucht oder ein Ausflug zur Bulak-Höhle mit ihren Tropfsteinwundern. In Eskipazar finden sich Spuren römischer Siedlungen, darunter die antike Stadt Hadrianopolis.
Die Stahlgeschichte wird in Karabüks Eisenbahnmuseum lebendig, während Industrieluft und Anatolienküche sich mischen: Safran-Reis, karabüklü Etli Ekmek und höşmerim Tatlısı gehören zur regionalen Palette. Musik mit bağlama und halay auf Dorfplätzen, ergänzt von Tee in kleinen Gläsern – Karabük ist härter als andere, aber es wärmt auf eigene Weise.