Nemrut-Gipfel und das Königreich Kommagene

Nemrut Dağı (Adıyaman)

Der Nemrut Dağı, auch bekannt als Nemrut Dağ oder Nemrud Dağı, ist ein beeindruckender Berg im Südosten der Türkei, unweit des Oberlaufs des Euphrat. Er gehört zum Taurusgebirge und liegt 86 Kilometer nordöstlich von Adıyaman in der gleichnamigen Provinz. Mit einer Höhe von 2150 Metern ist er eine der höchsten Erhebungen im nördlichen Mesopotamien.

Auf dem Gipfel des Nemrut Dağı erhebt sich eine monumentale Kombination aus Heiligtum und Grabstätte. Dieses beeindruckende Bauwerk wurde vom späthellenistischen König Antiochos I. Theos von Kommagene errichtet. Antiochos prägte den Begriff Hierothesion, um das Heiligtum zu beschreiben. Hier sollten persische und griechische Mythologie miteinander verschmelzen. Antiochos selbst gab sich kurz nach seiner Krönung den Namenszusatz Theos (Gott), eine ungewöhnliche Selbstvergöttlichung im Rahmen des hellenistischen Herrscherkultes.

Die Kultstätte auf dem Nemrut Dağı wurde 1881 vom deutschen Ingenieur Karl Sester wiederentdeckt. Seitdem haben türkische, amerikanische und deutsche Archäologen hier Ausgrabungen durchgeführt. 1987 wurde das Grabheiligtum in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen.

Der Nemrut Dağı ist ein faszinierendes Zeugnis der Geschichte und ein Ort, den man unbedingt besuchen sollte. Die majestätischen Götzenstatuen und die atemberaubende Aussicht machen diesen Ort zu einem einzigartigen Erlebnis.



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