Der offizielle Şenkaya-Song in zwei Versionen – perfekt für die Fahrt durchs Oltu-Tal, den ersten Blick auf die Allahuekber-Berge und ruhige Abende in den Dörfern des Landkreises.
Die Hauptversion mit Gesang – ideal für Anreise, Dorfspaziergänge und den ersten Abend im Landkreis Şenkaya.
Instrumentale Variante – ideal als ruhige Hintergrundmusik beim Blick auf Täler, Wälder und Bergkämme.
Strophe 1
Die Straße zieht sich schmal durchs Tal wie feine Linien,
der Morgen hängt als kühler Hauch im alten Fichtenwald.
Ein Hahnenschrei aus einem Hof mit rauen Schindeln,
Şenkaya sagt ganz leise: „Komm, hier wird dein Herz nicht laut, nur alt.“
Pre-Chorus
Zwischen Allahuekber-Schnee und warmem Ofenlicht,
verlierst du langsam deine Eile, findest wieder Sicht.
Refrain
Şenkaya, Herz der stillen Berge, weit im Osten dieser Welt,
wo jede Spur im winterlichen Feld eine kleine Geschichte hält.
Şenkaya, ich spür, wie meine Seele heimwärts kommt,
und irgendwo im Refrain singt leise Türkei regional Punkt com.
Tipp: Spiel den Song an, bevor du losgehst – die Stimmung passt perfekt zum ersten Blick auf die Täler, Dörfer und Hügel von Şenkaya.
Charakter von Şenkaya
Hochland & Berge Fichten- & Mischwälder Schnee & klare Winter Abgelegene Täler Verborgene Geschichte
Şenkaya ist ein stiller Hochland-Landkreis im Nordosten der Provinz Erzurum – geprägt von langen Wintern, sattgrünen Sommern, den Hängen der Allahuekber-Berge und Dörfern, in denen Zeit und Alltag ein ruhigeres Tempo haben.
Wenn du von Erzurum aus nach Norden fährst, wird die Landschaft hinter Oltu immer rauer und einsamer. Die Straße folgt Tälern, quert Bäche und schraubt sich langsam in die Höhe, bis du schließlich den Landkreis Şenkaya erreichst. Die Region liegt rund 1800 Meter über dem Meeresspiegel und gehört flächenmäßig zu den größeren, aber dünn besiedelten Landkreisen der Provinz. Die Dörfer liegen verstreut in Seitentälern, auf Geländerücken oder an den Hängen der Allahuekber-Berge – überall mit weitem Blick und viel Himmel.
Historisch war dieses Gebiet ein Grenzraum: Armenische und georgische Herrscher, die osmanische Epoche, russische Besatzung – all das hat Spuren hinterlassen. In Penek etwa stehen die eindrucksvollen Reste der Bana-Kathedrale, einer frühmittelalterlichen Kirche, die später wie eine Festung wirkte. Andere Dörfer tragen bis heute Namen mit georgischer oder armenischer Wurzel, und alte Friedhöfe, Bruchsteingebäude und halbverfallene Kirchenfundamente erzählen von vergangenen Jahrhunderten.
Gleichzeitig ist Şenkaya sehr bodenständig. Das Leben dreht sich um Viehhaltung, etwas Ackerbau, Forstwirtschaft und den langsam wachsenden Naturtourismus. Im Sommer ziehen Kühe und Schafe auf hochgelegene Yaylas, im Winter rückt man näher zusammen – in den Häusern knistert der Ofen, draußen dämpft der Schnee die Geräusche. Wer hier unterwegs ist, spürt schnell: Es geht nicht um große Attraktionen, sondern um das Gefühl, in einer stillen Landschaft unterwegs zu sein, in der jede Kurve neue Blicke auf Wälder, Gipfel und Täler öffnet.
Die Atmosphäre des Landkreises ist ruhig und unaufgeregt. Im Zentrum von Şenkaya findest du ein paar Geschäfte, Teestuben und kleine Lokale, doch schon nach wenigen Minuten bist du wieder draußen in der Offenheit der Landschaft. Mit dem Nationalpark der Allahuekber-Berge, geschichtsträchtigen Orten wie Penek oder Gaziler und einer Vielzahl kleiner Bergdörfer eignet sich Şenkaya ideal für Reisende, die Natur, Geschichte und Authentizität suchen – fernab der klassischen Touristenrouten.
Zum Schluss gehört zu Şenkaya auch ein bestimmtes Lebensgefühl: langsame Wege, ehrliche Gastfreundschaft und das Privileg, nachts in einer Stille zu schlafen, die nur von Wind, Hunden und vielleicht einem fernen Bach unterbrochen wird. Wer das mag, wird hier sehr reich – nicht an Spektakel, aber an Momenten, die im Gedächtnis bleiben.
In Şenkaya ist Kultur vor allem gelebter Alltag. In den Teestuben des Zentrums und in den Dorfkahvehaneler wird diskutiert, Karten gespielt und der Tag geplant. Hochzeiten sind große Ereignisse, bei denen Musik, Volkstänze und lange Autokolonnen durch die Dörfer ziehen. Traditionelle Töne – von Volksliedern aus Ostanatolien bis hin zu aserbaidschanisch oder georgisch beeinflussten Melodien – mischen sich mit moderner Musik, die über Lautsprecher hallt.
Viele Familien leben noch in Mehrgenerationenhaushalten. Gäste werden fast immer mit Tee und etwas zu essen empfangen, auch wenn du nur kurz nach dem Weg fragst. Im Winter spielt sich das Leben rund um den warmen Ofen ab; im Sommer verlagert es sich in Höfe, Felder und auf die Yaylas. Religiöse Feste, Opferfeste und lokale Gedenktage sind wichtige Fixpunkte im Kalender – oft verbunden mit gemeinsamen Essen, Besuchen auf Friedhöfen und dem Erzählen alter Geschichten.
Die kulturelle Vielfalt zeigt sich besonders in den alten georgischen und armenischen Ortsnamen und Bauwerken, die neben typischen anatolischen Dorfmoscheen stehen. Wer sich Zeit nimmt, mit den Älteren zu sprechen, erfährt viel über frühere Migration, Kriegsjahre, Viehtransporte und lange Winter, in denen Dörfer wochenlang abgeschnitten waren.
Şenkaya ist kein Ort für „Programm im Minutentakt“, sondern für Aktivitäten, die sich natürlich in die Landschaft einfügen. Wanderungen in den Wäldern rund um Ormanlı, Göllet oder Yaymeşe, Spaziergänge entlang kleiner Bäche und Picknicks an Aussichtspunkten gehören zu den schönsten Erlebnissen.
Im Winter bieten verschneite Hänge und Feldwege Möglichkeiten für Schneewanderungen oder kleine Schlittenfahrten für Kinder. Anspruchsvollere Wintersportangebote findest du in den benachbarten Skigebieten der Region, aber die stille Winterlandschaft in Şenkaya ist ideal, wenn du einfach nur durchatmen und fotografieren möchtest.
Wer sich für Geschichte interessiert, besucht Penek mit der Ruine der Bana-Kathedrale, entdeckt Reste alter Kirchen in anderen Dörfern oder fährt in Richtung Allahuekber-Berge, wo Geschichte und Natur eng ineinandergreifen. Angeln an klaren Bächen, Vogelbeobachtung und Sternenhimmel-Fotografie sind weitere Aktivitäten, die gut zu diesem ruhigen Landkreis passen.
1-Tages-Route ab Oltu: Fahre morgens über die Landstraße nach Şenkaya, mach einen ersten Stopp im Zentrum für Tee und einen kurzen Bummel. Weiter geht es nach Penek zur Bana-Kathedrale und den Überresten der Penek-Kirche. Nachmittags fährst du in Richtung Ormanlı oder Göllet, um einen Spaziergang in den Wäldern zu unternehmen und den Tag mit einem Blick auf die Berge zu beenden.
2-Tages-Route mit Allahuekber-Bergen: Tag 1 verbringst du in Şenkaya und Umgebung, mit Fokus auf Penek und die Dörfer in Richtung Gaziler und Nişantaşı. Tag 2 führt dich über die Bergstraßen weiter in den Bereich des Sarıkamış–Allahuekber-Nationalparks, wo du Hochwälder, Martyrergedenkstätten und alpine Landschaften erlebst. Diese Route eignet sich besonders für Reisende mit eigenem Fahrzeug.
Kurzstopp-Variante: Wenn du nur durchfährst, plane zumindest einen Stopp im Zentrum von Şenkaya ein, trinke einen Tee, kaufe etwas Brot und Käse aus der Region und genieße den Blick auf die umliegenden Hügel – so hast du in kurzer Zeit trotzdem ein Gefühl für den Landkreis.
Weil Şenkaya touristisch noch kaum erschlossen ist, kannst du hier besonders viel richtig machen: respektvoll reisen, lokale Strukturen unterstützen und Spuren so gering wie möglich halten. Nutze, wenn möglich, vorhandene Unterkünfte im Zentrum oder in Dörfern statt Wildcamping, frage vor Ort nach, wo du stehen oder übernachten darfst, und hinterlasse jeden Picknickplatz sauberer, als du ihn vorgefunden hast.
Die Wälder der Allahuekber-Berge und die Hochweiden rund um Ormanlı, Penek oder Yünören sind empfindliche Ökosysteme. Bleib auf bestehenden Wegen, störe keine Weidetiere und lasse Feuerstellen nur an sicheren, dafür vorgesehenen Orten zu. Leitungs- und Quellwasser wird vielerorts direkt genutzt – gehe daher sparsam mit Reinigungsmitteln um.
Indem du in kleinen Dorfläden einkaufst, bei regionalen Produzenten Käse, Honig oder getrocknete Produkte erwirbst und lokale Transportdienstleister nutzt, unterstützt du die Menschen, die hier das ganze Jahr über leben – und sorgst dafür, dass die Region langfristig von sanftem Tourismus profitieren kann.
Şenkaya eignet sich besonders für Reisende, die Ruhe, Natur und echte Dorfatmosphäre schätzen. Wenn du gerne wanderst, lange Fahrten durch Berglandschaften magst und dich für Geschichte interessierst, bist du hier genau richtig. Auch Fotografie-Fans, die Winterlandschaften, verlassene Kirchenruinen oder sternenklare Nächte lieben, kommen auf ihre Kosten.
Für Familien mit kleineren Kindern ist Şenkaya interessant, wenn ihr gemeinsam draußen unterwegs seid und keine großen Freizeitparks braucht. Wer hingegen ein klassisches Bade- oder Shoppingziel sucht, ist in anderen Regionen besser aufgehoben. Auch der öffentliche Verkehr ist begrenzt – ein eigenes Auto oder organisierter Transfer ist klar von Vorteil.
Für Individualreisende, Roadtrip-Fans, Motorradtouren und Reisende mit Offroad-Fahrzeugen bietet Şenkaya eine spannende Ergänzung zu bekannten Zielen im Osten der Türkei, ohne überlaufen zu sein.
Die Küche in Şenkaya ist deftig, bodenständig und perfekt für kühle Bergluft. Hausgemachte Suppen, Bulgurgerichte, Eintöpfe mit Gemüse und Fleisch, frische Fladenbrote, Butter und Käse aus Dorfproduktion gehören zum Alltag. In vielen Dörfern wird noch selbst gebacken, und im Sommer riecht es oft nach frisch gemähtem Heu und Milch, die zu Käse verarbeitet wird.
Typisch für Ostanatolien sind Gerichte wie kete (gefülltes Gebäck), verschiedene Fleischspieße, aber auch einfache Gerichte aus Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Joghurt. Wenn du in einem Dorf zu Gast bist, wirst du vielleicht mit einem solchen Essen überrascht – es lohnt sich, etwas Zeit für diese spontanen Einladungen einzuplanen.
Als Rezeptidee für Şenkaya kannst du dir ein einfaches, aber sehr typisches Gericht vorstellen: ein Eintopf aus Linsen, Kartoffeln, Zwiebeln und etwas Fleisch, serviert mit frischem Brot und Joghurt. Auf der Ebene der Ortsseiten werden wir passende Rezepte aus dem Landkreis und alte, fast vergessene Varianten im Detail vorstellen – inklusive eigenem Song, der zur Küche von Şenkaya passt.
Die Natur in Şenkaya ist geprägt von Wäldern, Bergwiesen, Bächen und der Nähe zu den Allahuekber-Bergen. In höheren Lagen dominieren Fichten- und Kiefernwälder, dazwischen öffnen sich Lichtungen mit weitem Blick. Besonders schön sind die Übergänge der Jahreszeiten: das leuchtende Grün im Frühsommer, die goldenen Weiden im Herbst und der tiefe Schnee im Winter.
Viele Dörfer liegen so, dass du schon vom Ortsrand aus kurze Wanderungen starten kannst – etwa von Ormanlı, Göllet, Yaymeşe oder Yünören. Auch die Umgebung von Penek, mit Flusstälern und Hügeln rund um die Kirchenruinen, bietet spannende Fotomotive. Wer sich gut vorbereitet, kann längere Tagestouren Richtung Allahuekber-Berge einplanen.
Bitte beachte, dass Wetter und Wege je nach Jahreszeit anspruchsvoll sein können und nicht überall markierte Pfade existieren. Eine gute Karte oder offline-Navigation, robuste Schuhe und wetterfeste Kleidung sind Pflicht, wenn du die Natur von Şenkaya wirklich auskosten möchtest.
Im Landkreis Şenkaya dominieren religiöse Feste und lokale Dorffeste. Opferfest und Ramadanfest werden mit Familienbesuchen, gemeinsamen Essen und langen Tagen voller Tee gefeiert. In manchen Jahren gibt es zudem kleinere Dorffeste, bei denen Folklore, Lieder und regionale Speisen im Mittelpunkt stehen.
Wichtige Gedenktage betreffen die Ereignisse rund um die Allahuekber-Berge und den Ersten Weltkrieg – in der weiteren Region wird an gefallene Soldaten erinnert, oft in Verbindung mit stillen Zeremonien und Besuchen von Martyrer-Gedenkstätten.
Sobald es in Şenkaya ein fest etabliertes jährliches Festival (z. B. ein Sommer- oder Kulturfest) mit festem Terminmuster gibt, werden wir dieses auf turkeyregional.com mit eigenem Abschnitt, H2-Block und detaillierter Beschreibung ergänzen – inklusive Song und QR-Code-Ideen für vor Ort.
Frühe Zeit & Mittelalter: Das Gebiet von Şenkaya gehörte historisch zur Region Tao/Tayk und war stark von georgischen und armenischen Kulturen geprägt. Die Bana-Kathedrale bei Penek und andere Kirchenruinen erinnern an diese Zeit, in der Klöster, Handel und lokale Herrschaften die Landschaft prägten.
Osmanische Epoche: Ab dem 16. Jahrhundert wurde die Region dauerhaft vom Osmanischen Reich kontrolliert. Dörfer wie Penek, Yünören oder Yelkıran tauchen in osmanischen Steuerregistern auf; viele Ortsnamen tragen bis heute georgische oder armenische Wurzeln. Landwirtschaft, Viehhaltung und lokale Märkte waren die Basis des Lebens.
19. und frühes 20. Jahrhundert: Kriege, Grenzverschiebungen und der Erste Weltkrieg trafen die Region hart. Die Allahuekber-Berge wurden zum Schauplatz tragischer Winterfeldzüge, viele Siedlungen erlebten Flucht und Neubeginn. Später, in der Republikzeit, wurden einzelne Unterbezirke zusammengelegt; Şenkaya wurde 1946 als eigener Landkreis gegründet.
Heute: Şenkaya ist Teil der Metropolprovinz Erzurum und profitiert langsam von verbesserten Straßen und wachsendem Interesse am Natur- und Kulturtourismus. Viele Spuren der Geschichte sind noch sichtbar – in Bauwerken, Ortsnamen und Erzählungen der älteren Generation.
Rund um Şenkaya ranken sich zahlreiche mündlich überlieferte Geschichten – über Hirten, die im Nebel der Allahuekber-Berge verschwunden sind, über verborgene Schatztruhen in alten Kirchenmauern oder über geheimnisvolle Lichter in Winternächten, wenn der Schnee das Mondlicht reflektiert.
Eine häufig erzählte Legende berichtet von einem Hirten aus einem Dorf bei Penek, der zur Bana-Kathedrale aufbrach, um dort eine besondere Kerze zu entzünden. Verirrte er sich im Nebel, so heißt es, führten ihn Glockenklänge zurück – obwohl die Kirche zu diesem Zeitpunkt längst zerstört war. Bis heute erzählen ältere Bewohner, dass man an stürmischen Winterabenden manchmal fernes Läuten hört, wenn der Wind über die Ruinen fährt.
In Zukunft werden wir diese Legenden strukturierter sammeln und auf einer eigenen Märchen- und Volksgeschichten-Seite für den Landkreis Şenkaya darstellen – mit Texten, Songs und vielleicht sogar gesprochenen Hörstücken, die die Atmosphäre der Region transportieren.
Eine der eindrucksvollsten Sagen der Region erzählt von den Allahuekber-Bergen selbst. Man sagt, dass die Berge ihren Namen von den Gebeten der Soldaten erhalten haben, die hier im Winter des Ersten Weltkriegs in Schnee und Kälte ums Überleben kämpften. In besonders kalten Nächten, so die Sage, flüstert der Wind „Allahuekber“ über die Kämme – als Erinnerung an Mut und Tragik.
In anderen Dörfern kursieren Sagen über verfluchte Höfe, in denen niemand lange wohnen kann, oder über verborgene Tunnel zwischen Kirchen und Festungen, in denen sich früher Nonnen und Mönche während Angriffen versteckten. Ob historisch belegbar oder nicht – sie verleihen der Landschaft eine zusätzliche Tiefe, die du besonders spürst, wenn du abends durch die Ruinen von Penek oder über alte Feldwege gehst.
Auf turkeyregional.com werden wir die wichtigsten Sagen des Landkreises Şenkaya nach und nach aufnehmen und mit eigenen Songs, Texten und Illustrationen versehen – damit sie nicht nur in den Teestuben, sondern auch online weiterleben.
Şenkaya hat ein kühl-gemäßigtes, kontinentales Hochlandklima mit langen, schneereichen Wintern und relativ kurzen, aber intensiven Sommern. Von November bis oft in den April hinein ist Schnee möglich; Straßen können zeitweise glatt oder erschwert befahrbar sein. Die Winter eignen sich vor allem für Reisende, die Winterlandschaften lieben und entsprechend ausgerüstet sind.
Die beste Reisezeit für Wanderungen, Naturtouren und Dorfbesuche liegt zwischen Juni und September. Dann sind die Straßen gut passierbar, die Wälder sattgrün und die Weiden voller Leben. Der Herbst (September/Oktober) bietet spektakuläre Farben und klare Luft, kann aber nachts schon sehr kühl werden.
Wer die Region mit anderen Zielen im Osten der Türkei kombiniert, plant Şenkaya am besten als Hochland-Etappe ein – nach wärmeren Regionen oder als kühler Kontrast zu Städten wie Erzurum oder Kars.
Rundweg Göllet-Yaylası: Von der Mahalle Göllet aus kannst du einen Rundweg über Weiden und Waldstücke gehen, der dir Blicke auf umliegende Dörfer und Bergkämme eröffnet. Ideal für einen halben Tag; feste Schuhe und Wetterjacke sind Pflicht.
Penek–Bana-Kathedrale: Eine kurze, aber eindrucksvolle Tour führt vom Dorf Penek hinauf zur Ruine der Bana-Kathedrale. Unterwegs hast du schöne Blicke ins Tal, oben wirken die Mauern vor dem Himmel besonders eindrucksvoll. Bitte respektiere die Ruine als empfindliches Kulturdenkmal.
Allahuekber-Hänge: Erfahrene Wanderer können von Dörfern wie Ormanlı oder in Richtung Nationalpark längere Tagestouren planen. Hier sind Vorbereitung, Kartenmaterial und Wetterbeobachtung besonders wichtig. Frage nach Möglichkeit Einheimische, welche Wege gerade gut begehbar sind.
Şenkaya ist insgesamt ein eher ländlicher Landkreis mit begrenzter Infrastruktur für barrierefreies Reisen. Im Zentrum sind einige Straßen asphaltiert, Gehwege jedoch oft uneben oder unterbrochen. In Dörfern dominieren Schotter- und Erdwege, die bei Regen oder Schnee rutschig werden können.
Unterkünfte mit explizit ausgewiesenen barrierefreien Zimmern sind selten. Wenn Barrierefreiheit für dich wichtig ist, empfiehlt es sich, im Voraus telefonisch nach Zimmerlage, Stufen und Sanitärbereichen zu fragen. Für Fahrten zwischen den Dörfern ist ein Fahrzeug mit etwas Bodenfreiheit von Vorteil.
Reisende mit Mobilitätseinschränkungen sollten Şenkaya mit realistischer Erwartungshaltung besuchen: Viele Wege sind steil, unbefestigt oder saisonal schwierig befahrbar. Mit einem eigenen Fahrzeug, Begleitperson und guter Planung sind jedoch ausgewählte Ziele erreichbar – etwa Aussichtsstellen an der Hauptstraße, das Zentrum von Şenkaya oder bestimmte Dorfmoscheen mit Rampe.
Barrierefreie WCs oder offiziell ausgewiesene behindertengerechte Einrichtungen sind selten. Plane daher regelmäßig Pausen an Tankstellen oder größeren Orten entlang der Strecke ein. Für Notfälle empfiehlt es sich, wichtige medizinische Informationen auf Türkisch griffbereit zu haben.
Auf turkeyregional.com werden wir perspektivisch Orte im Landkreis markieren, die für Reisende mit Behinderung besser geeignet sind – inklusive praktischer Hinweise aus der Praxis.
Zu den schönsten Fotospots im Landkreis Şenkaya zählen die Ruinen der Bana-Kathedrale bei Penek, die Waldhänge Richtung Allahuekber-Berge, Hochweiden um Göllet oder Yaymeşe sowie Dorfansichten in den frühen Morgen- und späten Abendstunden.
Im Winter sind verschneite Bäume, kleine Moscheen im Schnee und einsame Straßen besonders fotogen. Im Sommer bieten Heuwiesen, weidende Tiere und einfache Bauernhäuser großartige Motive. Nimm genügend Akkus und Speicher mit – es gibt zwar Strom, aber nicht überall schnelle Lademöglichkeiten.
Bitte respektiere die Privatsphäre der Menschen: Frage freundlich, bevor du Personen oder private Höfe fotografierst. Die meisten freuen sich über Interesse, vor allem, wenn du danach noch auf einen Tee bleibst.
Im Zentrum von Şenkaya gibt es grundlegende medizinische Versorgung, Apotheken und Anlaufstellen für kleinere Notfälle. Für ernstere Fälle solltest du dich jedoch auf Kliniken in größeren Städten wie Erzurum oder Kars einstellen. Plane Medikamente und wichtige persönliche Mittel daher großzügig ein.
Die wichtigsten Notrufnummern in der Türkei sind einheitlich: 112 für Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei. In abgelegenen Dörfern kann der Handyempfang eingeschränkt sein – speichere wichtige Nummern offline, teile deine Route mit Angehörigen und informiere gegebenenfalls deine Unterkunft über deine Tagespläne.
Besonders im Winter ist auf glatte Straßen, Erfrierungsgefahr und plötzliche Wetterumschwünge zu achten. Im Sommer solltest du an Sonnenschutz und ausreichend Wasser denken, vor allem bei längeren Wanderungen.
In Şenkaya findest du vor allem kleine Lebensmittelläden, Bäckereien und einfache Geschäfte für den täglichen Bedarf. Wochenmärkte spielen eine wichtige Rolle: Hier kaufen Einheimische frisches Gemüse, Obst, Käse und andere Produkte ein. Als Besucher kannst du dich gut mit Proviant für Ausflüge eindecken.
Souvenirs im klassischen Sinn sind selten – genau das macht den Reiz aus. Besonders schön sind lokale Produkte wie Honig, Käse, getrocknete Kräuter oder handgestrickte Socken. Frag einfach freundlich nach „yerli ürünler“ (Produkte aus der Region), oft ergeben sich daraus nette Gespräche.
Hinweis: In vielen Orten werden Gäste freundlich angesprochen und zum Einkaufen eingeladen – das ist normal und Teil der Gastfreundschaft. Wenn jemand dich jedoch sehr aggressiv oder unter Druck zum Kauf drängen sollte, handelt es sich eher um eine Touristenfalle. In diesem Fall kannst du freundlich, aber bestimmt ablehnen und weitergehen.
Ein besonderes Detail: Viele Dörfer in Şenkaya haben historische Namen, die sich über Jahrhunderte verändert haben – vom georgischen oder armenischen Ursprung über osmanische Schreibweisen bis zur heutigen türkischen Form. In manchen Dörfern kennen ältere Menschen die alten Bezeichnungen noch und erzählen gerne Geschichten dazu.
Skurril wirkt für manche Besucher auch die Kombination aus hochmittelalterlichen Kirchenruinen und ganz alltäglichen bäuerlichen Strukturen direkt daneben: Kühe grasen vor jahrhundertealten Mauern, Kinder spielen Fußball an Orten, die einst Bischofssitze waren.
turkeyregional.com wird für Şenkaya auch eine eigene Seite zu Märchen, Volksgeschichten und besonderen Anekdoten aufbauen – mit Rezepten, Songs und Hintergrundinfos, die diese „anderen Seiten“ des Landkreises zeigen.
Am einfachsten erreichst du Şenkaya mit dem Auto über Erzurum und Oltu. Es gibt auch Bus- und Minibusverbindungen aus der Region, diese sind jedoch weniger flexibel und saisonabhängig.
Für einen ersten Eindruck reicht ein voller Tag. Wenn du wandern, die Bana-Kathedrale besuchen und die Natur richtig genießen möchtest, sind zwei bis drei Tage ideal.
Im Zentrum von Şenkaya und in der Umgebung gibt es einfache Pensionen oder kleine Hotels. Für mehr Komfort kannst du auch in größeren Städten wie Erzurum oder Kars übernachten und Tagesausflüge machen.
Şenkaya ist ein ruhiger, ländlicher Landkreis. Wie überall solltest du deine Wertsachen im Blick behalten und Wetter- sowie Straßenbedingungen beachten, besonders im Winter.
Ja, Şenkaya lässt sich gut mit Reisen nach Erzurum, Kars, Sarıkamış oder dem Çoruh-Tal kombinieren – ideal für eine Rundreise durch den Nordosten der Türkei.