Dieser moderne Schlager-Song in zwei Versionen (ca. 6:46 Min. und 6:33 Min.) nimmt dich mit auf eine Reise durch den Landkreis Eskipazar: vom antiken Hadrianopolis über den Asar-Berg und seinen Felsentunnel bis hin zu den Thermalquellen, Yaylas und stillen Dörfern. Perfekt, um dich schon vor der Reise in die Stimmung dieser ruhigen Region zwischen Schwarzem Meer und Binnenland zu bringen.
Zwischen Hügeln, Dörfern, Feldern Jahr für Jahr,
flüstern alte Steine leise: „Eskipazar“.
Wo der Felsentunnel kühl die Schritte trägt,
und Akkaya warm die müden Herzen pflegt,
singt meine Seele deinen Namen, Eskipazar.
Dieses Video zeigt Eskipazar mit seinen Straßen, Plätzen, umliegenden Hügeln und dem ruhigen Alltagsleben. Ideal, um ein erstes Gefühl für den Landkreis zu bekommen, bevor du selbst durch die Täler und Dörfer fährst.
Eskipazar ist der südlichste Landkreis der Provinz Karabük und liegt an einer wichtigen Verbindungslinie zwischen Schwarzem Meer und Zentralanatolien. Die Landschaft ist geprägt von bewaldeten Hügeln, tief eingeschnittenen Tälern, fruchtbaren Feldern und einer überraschend reichen antiken Geschichte. Schon in hethitischer Zeit sollen hier Siedlungen bestanden haben; später entstand die römische Stadt Hadrianopolis, die heute als archäologische Stätte in den Hügeln bei Viranşehir und Budaklar verborgen liegt.
Lange Zeit gehörte Eskipazar zum Landkreis Çerkeş in der Provinz Çankırı. Erst mit der Gründung der Provinz Karabük wurde der Landkreis Eskipazar 1995 dieser neuen Provinz zugeordnet. Die Kleinstadt Eskipazar selbst liegt auf rund 750 Metern Höhe und zählt nur wenige tausend Einwohner – doch der gesamte Landkreis umfasst zahlreiche Dörfer und Streusiedlungen. Dadurch entsteht eine sehr ländliche, ruhige Atmosphäre mit viel Platz für Natur und authentisches Dorfleben.
Klimatisch liegt Eskipazar in einer Übergangszone: Vom Norden her wirkt der Einfluss des Schwarzen Meeres, aus dem Süden und Osten strömt trockenere Luft aus Zentralanatolien ein. Das bedeutet angenehme, nicht zu heiße Sommer mit kühlen Nächten, farbenfrohe Herbste und zum Teil schneereiche Winter. Gerade im Frühling, wenn die Hügel sich in saftiges Grün verwandeln, und im Herbst, wenn sich die Wälder bunt färben, zeigt der Landkreis seine schönste Seite.
Ein Highlight ist ohne Zweifel die Ausgrabungsstätte Hadrianopolis (Paflagonia). Zwischen Feldern und kleinen Dörfern liegen hier Mosaikfragmente, Kirchenreste, Mauern, Bäder und Tunnel aus römischer und frühbyzantinischer Zeit. Die Stätte wird gern als „Zeugma des Schwarzen Meeres“ bezeichnet, weil einige der freigelegten Mosaiken mit ihren Tier- und Menschenfiguren besonders detailreich sind. Noch immer wird geforscht und gegraben – wer Eskipazar besucht, erlebt eine Ausgrabung im Werden.
Neben der Antikenwelt bietet Eskipazar eine ganze Reihe natürlicher Attraktionen. Die Wälder rund um Dörfer wie Büyükyayalar, Şevkiler oder Üçevler laden zu Spaziergängen, Picknicks und leichten Wanderungen ein. Auf den Hochlagen eröffnen sich weite Blicke über Karabük und die benachbarten Provinzen, während in den Tälern klare Bäche und kleine Wasserläufe für Frische sorgen. Die Akkaya-Thermalquellen bringen warmes, mineralreiches Wasser an die Oberfläche und werden von Einheimischen gern zum Baden und Entspannen genutzt.
Im Alltag leben die meisten Menschen von Landwirtschaft und Viehzucht. Getreide, Mais, Kartoffeln, Obstbäume und kleine Gemüsefelder prägen das Bild, dazu kommen Weiden für Rinder und Schafe. In vielen Dörfern werden bis heute traditionelle Produkte wie selbstgemachter Käse, Joghurt, Butter und Brot hergestellt – ein Paradies für Reisende, die regionale Küche und ehrliche, einfache Speisen lieben. Wer sich Zeit nimmt, findet in Eskipazar genau das: Ruhe, Ursprünglichkeit und Menschen, die gern erzählen, warum sie ihre Heimat so lieben.
Die Lage an der wichtigen Straße zwischen Gerede und Karabük macht Eskipazar auch für Durchreisende interessant. Viele fahren nur vorbei und ahnen nicht, welche Schätze links und rechts der Strecke verborgen liegen. Wer einen Tag einplant, kann Hadrianopolis erkunden, auf einen Aussichtspunkt hinaufspazieren, in einer Dorfteestube einkehren und abends im warmen Wasser der Region entspannen. Eskipazar ist kein Ort für großes Spektakel – aber ein Landkreis, der leise und nachhaltig im Gedächtnis bleibt.
Die Kultur in Eskipazar ist ländlich, bodenständig und stark von Familienstrukturen geprägt. Hochzeiten, Beschneidungsfeiern und religiöse Feste werden meist im Dorf gemeinschaftlich begangen. Traditionelle Musik mit Saz, Tef und türkischem Volkstanz gehört ebenso dazu wie lange Abende auf der Dorfbank, an denen Geschichten von früher erzählt werden – von Hethitern, Römern, Seldschuken und den Anfängen der Republik.
Viele Familien pflegen noch Bräuche wie gemeinsames Brotbacken im Dorfbackofen, Wintervorräte einkochen oder das gemeinsame Schlachten im Spätherbst. Gäste werden typischerweise mit Tee, Ayran oder frischer Suppe begrüßt. Wer offen und respektvoll auf die Menschen zugeht, erlebt eine sehr herzliche, authentische Kultur ohne touristische Fassade.
Wer Eskipazar besucht, unterstützt direkt eine Region, die bisher kaum vom Massentourismus berührt wurde. Übernachte, wenn möglich, in kleinen Pensionen oder Familienbetrieben, kaufe Käse, Honig, Butter und Gemüse direkt bei Produzenten und respektiere Felder, Weiden und Wälder. So hilfst du mit, dass traditionelle Lebensweisen wirtschaftlich tragfähig bleiben.
Bitte nimm deinen Müll wieder mit, vermeide offenes Feuer im Sommer und bleib auf bestehenden Pfaden. Archäologische Stätten wie Hadrianopolis sind empfindlich – Steine, Mosaikstücke oder Keramikreste sind kein Souvenir, sondern Teil eines geschützten Kulturerbes.
Die Küche in Eskipazar ist deftig und einfach – genau das macht ihren Reiz aus. Typisch sind Gerichte auf Basis von Fleisch, Kartoffeln, Getreide und Milchprodukten. Selbst gebackenes Brot, Maisbrot, herzhafte Suppen, Eintöpfe und gefülltes Gemüse stehen regelmäßig auf dem Tisch. Dazu kommen regionale Variationen von Börek, Reisgerichten und süßen Mehlspeisen.
Besonders interessant sind Produkte wie Dorfkäse, Joghurt, Butter und Honig, die du bei Gelegenheit vor Ort kaufen kannst. Viele Familien bereiten außerdem getrocknete Tomaten, Paprika, Bohnen und eingelegte Gurken für den Winter vor. Wenn du in einem kleinen Restaurant oder einer Teestube einkehrst, frag ruhig nach „ev yemekleri“ (Hausgerichten) – oft bekommst du dann eine große Portion echter Hausmannskost.
Restaurant-Hinweis: In der Region ist es normal, dass man dich freundlich anspricht und ins Lokal einlädt. Wenn jemand aber sehr aufdringlich wird, dich am Ärmel festhält oder ständig Rabatt verspricht, kannst du höflich ablehnen – solche Orte sind meist eher auf schnelle Durchreisende als auf Qualität ausgerichtet.
Wälder, Weiden und Hügel prägen das Bild von Eskipazar. Besonders rund um Dörfer wie Büyükyayalar, Şevkiler, Üçevler, Yazıboyu oder Hamamlı findest du ruhige Waldwege, Picknickplätze und weite Panorama-Blicke. Die Nähe zu den Höhenzügen des westlichen Schwarzmeerraums sorgt für klare Luft und angenehme Temperaturen.
Wer gern einfach losläuft, findet viele unmarkierte, aber gut sichtbare Wirtschaftswege und Hirtenpfade. Bitte beachte dabei die Felder und Privatflächen der Anwohner und schließe Zäune oder Gatter wieder, wenn du sie öffnest.
Größere, international bekannte Festivals sind in Eskipazar selten – gerade das macht den Charme aus. Stattdessen gibt es kleinere Dorffeste, Erntedankveranstaltungen, Schulfeiern und religiöse Feste, die vor allem für die Menschen vor Ort wichtig sind. Wenn du zur richtigen Zeit im Jahr unterwegs bist, kannst du zusehen, wie Tänze, Musik und gemeinsames Essen ein Dorf für einen Tag in ein kleines Festival verwandeln.
Frage am besten im Ort oder im Rathaus nach aktuellen Terminen. Solche Feste sind hervorragende Gelegenheiten, um mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen und die Region jenseits jeder touristischen Inszenierung zu erleben.
Neben den bekannten Punkten wie Hadrianopolis oder den Thermalquellen gibt es in Eskipazar eine Reihe stiller „Hidden Gems“, die kaum jemand auf dem Radar hat:
Wie in vielen alten Regionen der Türkei ranken sich auch um Eskipazar und Hadrianopolis zahlreiche Legenden. Eine beliebte Erzählung berichtet von einem römischen Baumeister, der den Felsentunnel am Asar-Berg schaffen ließ. Er soll geschworen haben, dass der Tunnel die Menschen Jahrhunderte lang schützen werde – vor Feinden, vor Unwettern und sogar vor der eigenen Angst. Bis heute erzählen manche Ältere, man spüre im Tunnel eine ganz eigene, beruhigende Energie.
Eine andere Legende dreht sich um die Thermalquellen. Demnach soll einst ein verwundeter Krieger auf der Flucht hier Rast gemacht haben. Er badete mehrere Nächte im warmen Wasser und konnte seine Reise schließlich nahezu ohne Schmerzen fortsetzen. Seither gelten die Quellen als Ort der Erneuerung – nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist.
In den Dörfern rund um Budaklar und Viranşehir werden Sagen erzählt, die weit in die Vergangenheit zurückreichen. Eine davon berichtet von einer versteckten Mosaikplatte, auf der die Sterne einer bestimmten Nacht abgebildet sein sollen. Wer sie findet und bei Neumond betrachtet, so heißt es, könne einen kurzen Blick in seine eigene Zukunft werfen – gute wie schwierige Wege inklusive.
Eine andere Sage erzählt von einer „Stimme im Wald“: Ein alter Hirte soll nachts auf den Wegen zwischen Üçevler und den umliegenden Weiden eine leise, singende Stimme gehört haben, die ihn vor einem Erdrutsch warnte. Am nächsten Morgen stürzte tatsächlich ein Teil des Hanges ein. Seitdem glauben manche, dass die Berge von Eskipazar diejenigen beschützen, die sorgsam mit ihnen umgehen.
Eskipazar hat ein Übergangsklima zwischen Schwarzmeerregion und Zentralanatolien. Die Sommer sind meist warm, aber nicht extrem heiß, die Nächte bleiben angenehm kühl. Im Winter kann es Schnee geben, besonders in höheren Lagen und auf den Yaylas.
Markierte Wanderwege sind noch selten, doch es gibt viele Spazier- und Forstwege, die sich hervorragend für individuelle Touren eignen. Besonders interessant:
Eskipazar ist eine ländliche Region, daher sind barrierefreie Strukturen noch begrenzt. Die Ortszentren sind meist asphaltiert, aber die Gehwege können uneben sein. Einige öffentliche Gebäude – etwa das Krankenhaus oder Behörden – verfügen über Rampen und breitere Eingänge; viele Dörfer hingegen nicht.
Wer auf barrierefreie Unterkünfte und sanitäre Anlagen angewiesen ist, sollte vorab direkt mit der Unterkunft Kontakt aufnehmen und gezielt nachfragen. Für bestimmte Sehenswürdigkeiten wie Hadrianopolis können die Wege steinig oder uneben sein – hier ist eine Begleitperson sehr hilfreich.
In Eskipazar gibt es ein Bezirkskrankenhaus sowie Apotheken, die die grundlegende medizinische Versorgung sicherstellen. Für größere Eingriffe oder spezialisierte Untersuchungen wird meist in die Provinzhauptstadt Karabük überwiesen.
Große Einkaufszentren wirst du in Eskipazar nicht finden. Stattdessen gibt es kleine Läden, Wochenmärkte und Tante-Emma-Läden, in denen du frische Produkte, Grundnahrungsmittel und einfache Haushaltswaren bekommst. Besonders lohnend sind:
Besonders an Eskipazar ist der Kontrast zwischen äußerer Ruhe und innerer Tiefe: Von außen wirkt der Landkreis wie eine unauffällige Etappe auf der Straße nach Karabük oder Safranbolu – doch unter seinen Feldern liegt eine der spannendsten antiken Stätten Nordanatoliens. Auch der Felsentunnel am Asar-Berg und die Thermalquellen verleihen der Region eine fast geheimnisvolle Note.
Viele Reisende erfahren erst durch Zufall von Hadrianopolis, etwa durch ein Schild am Straßenrand oder eine Empfehlung in der Teestube. Wer dann tatsächlich hinfährt, kehrt mit dem Gefühl zurück, etwas wirklich Besonderes entdeckt zu haben.
Dieses Video führt dich direkt in die Ausgrabungen von Hadrianopolis: Mosaike, Kirchenreste und Mauern erzählen von der römischen und frühbyzantinischen Vergangenheit Eskipazars. Ideal, um die historische Tiefe des Landkreises zu spüren.
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