Moderner Schlager für dein Pütürge-Gefühl – perfekt für die Anreise über die kurvigen Bergstraßen und die ersten Blicke ins Şiro-Tal.
Version 1 (3:38) – ideal für den ersten Eindruck, wenn du in den Landkreis hineinfährst.
Version 2 (4:12) – etwas länger, für den Abendblick über die Lichter der Dörfer.
„Pütürge, Pütürge – mein kleines Freiheitsland, zwischen Höhen, Wegen, warmem Abendrand. Pütürge, Pütürge – ich bleib noch ein Stück und sing es mit: Türkei regional Punkt com – zurück zu mir, zurück zum Glück.“
Den kompletten Song hörst du direkt hier auf der Seite – am besten mit Blick auf die Berge.
Tipp: Spiel den Song an, bevor du losgehst – die Stimmung passt perfekt zum ersten Blick ins Şiro-Tal und auf die Dörfer von Pütürge.
Charakter von Pütürge: raues Bergland, tiefe Täler und stille Dörfer zwischen Malatya und Nemrut.
Bergland Täler & Wälder Nemrut-Route Ländlicher Alltag
Pütürge ist ein Landkreis für alle, die die Osttürkei jenseits der großen Städte erleben wollen – mit kurvigen Straßen, kleinen Vierteln und Blicken ins Şiro-Tal, die lange im Kopf bleiben.
Pütürge liegt im Südosten der Provinz Malatya und gehört zu den Landkreisen, in denen Anatolien noch spürbar nach Dorfleben, Holzfeuer und frischer Bergluft riecht. Rund 70 Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt erhebt sich das Gebiet bis auf etwa 1.250 Meter Höhe – die Straßen sind kurvig, die Hänge steil, die Aussichten dafür spektakulär. Wer hier ankommt, hat die Ebene längst hinter sich gelassen und taucht ein in eine Landschaft aus Tälern, Höhenzügen und verstreuten Siedlungen.
Schon früh war die Region ein Durchgangsland: Karawanenwege verbanden die Ostanatolische Hochebene mit den Flüssen Fırat und Karasu und weiter Richtung Mesopotamien. Spuren dieser Vergangenheit finden sich noch heute in Form alter Burgruinen, Resten von Karawansereien und kleinen Dorfmoscheen, die von Jahrhunderten gelebten Glaubens erzählen. Der historische Name „Imrun“ – im Sinne von „schöner, gewünschter Ort“ – passt erstaunlich gut zur Stimmung, die dich empfängt, wenn du auf einer Anhöhe ins Tal hinunterschaust.
Administrativ hat Pütürge im Laufe der Zeit mehrfach die Zugehörigkeit gewechselt, war zeitweise mit Kâhta und Elazığ verbunden und ist heute fest in Malatya verankert. Das Relief ist stark zergliedert: Dörfer und Mahalle liegen wie kleine Inseln auf den Hängen, dazwischen ziehen sich Felder, Obstgärten und steinige Weiden hin. Landwirtschaft, Viehzucht und der Anbau von Obst – allen voran Aprikosen und wurzelechte lokale Sorten – prägen den Alltag, ergänzt durch Rücküberweisungen aus den großen Städten und der Diaspora.
Gleichzeitig ist Pütürge mehr als ein „Abseits“ – für viele Reisende ist der Landkreis ein natürlicher Baustein auf dem Weg nach Nemrut Dağı. Über Tepehan führt eine der klassischen Routen hinauf zum weltberühmten Gipfel mit seinen Steinköpfen. Unterwegs eröffnen sich Ausblicke auf das Şiro-Tal, auf den Karasu und den Karakaya-Stausee. Wer sich Zeit nimmt, bleibt nicht nur zum Durchfahren, sondern entdeckt Borgruinen wie Gerar (Kerar) Kalesi, die alten Badeanlagen von Çeçeli Hamamı oder abgelegene Hochweiden wie die Belli Yaylası bei Büyüköz.
Typisch für Pütürge ist die Kombination aus ländlicher Ruhe und subtiler Bewegung: Morgens fahren kleine Minibusse und Traktoren talauf, talab, Kinder laufen zur Schule, Frauen arbeiten in Gärten und auf Feldern, Männer sitzen auf niedrigen Stühlen vor dem Teeladen. Abends, wenn die Sonne hinter den Kämmen verschwindet, wird es still – dann hörst du vielleicht nur noch einen Hund bellen oder das leise Rauschen eines Bachs im Tal. In dieser Atmosphäre kommt der Kopf zur Ruhe, und genau das macht den Reiz des Landkreises aus.
Für Besucher ist Pütürge ein idealer Ort, um die „zweite Ebene“ von Malatya kennenzulernen: abseits der Großstadt, aber nah genug für einen Tages- oder Wochenendausflug. Ob du nur eine Zwischenübernachtung auf dem Weg nach Nemrut einplanst oder mehrere Tage in einem Dorf verbringst – Pütürge belohnt dich mit ehrlichen Begegnungen, klarer Luft und einem Blick auf Anatolien, der lange im Gedächtnis bleibt.
Das kulturelle Leben in Pütürge ist eng an den Jahreslauf gebunden. Frühling und Herbst sind Zeiten der Bewegung: Felder werden bestellt, Aprikosenbäume gepflegt, Tiere zwischen Tal und Hochweide getrieben. Hochzeiten finden oft dann statt, wenn das Wetter mild ist und die Verwandten aus Stadt und Ausland anreisen können. Dazu gehören Dorfhochzeiten mit Live-Musik, Trommel und Zurna, bei denen sich ganze Mahalle auf dem Dorfplatz versammeln.
In vielen Häusern wird noch traditionell gekocht, gebacken und eingemacht. Frauen treffen sich zum gemeinsamen Brotbacken im Tandır, während Männer im Teegarten über Politik, Fußball und das Wetter diskutieren. Religiöse Feste wie Ramazan und Kurban Bayramı strukturieren zusätzlich das Jahr – in dieser Zeit ist Pütürge voller auswärtiger Besucher, die ihre Familien im Landkreis sehen möchten.
Handwerklich ist die Region vor allem durch Teppich- und Kilimtraditionen, einfache Holzarbeiten und Korbflechtarbeiten geprägt. Wer aufmerksam durch Orte wie Taşbaşı oder Nohutlu läuft, entdeckt kleine Läden oder Hofecken, in denen alte Muster auf neue Stoffe treffen. Vieles wird nicht als „Souvenir“ produziert, sondern für den eigenen Haushalt – gerade deshalb wirken die Stücke authentisch.
Pütürge ist kein klassischer „Programmtourismus“-Ort – genau das macht den Reiz aus. Die wichtigsten Aktivitäten sind draußen: spazieren, wandern, fotografieren, mit den Menschen ins Gespräch kommen. Ein Spaziergang durch Taşbaşı mit kurzen Abstechern in die Seitengassen zeigt dir den Alltagsrhythmus des Landkreises, während ein Besuch in Tepehan oder Yandere tolle Ausblicke auf die umliegenden Täler bietet.
Wer mobil ist, kann gezielt geographische Highlights ansteuern: alte Burgruinen wie Gerar (Kerar) oder Dilber Kalesi bei Uzuntaş, das Ufer des Karasu, hochgelegene Weiler und einfache Picknickplätze mit Wasserstellen. Viele Reisende kombinieren die Gegend mit einem Ausflug nach Nemrut Dağı – entweder als Zwischenstopp oder als „ruhige Basis“ vor oder nach der Gipfelfahrt.
Für sportlich Ambitionierte bieten sich längere Wanderungen entlang alter Wege an, die Dörfer und Mahalle verbinden. Mit lokaler Hilfe kannst du auch Reit- oder Geländetouren organisieren, etwa zu abgelegenen Hochweiden im Bereich von Büyüköz oder in waldige Abschnitte des Landkreises.
Wichtig: Die Straßen sind streckenweise schmal und kurvig. Plane genügend Zeit ein, tanke rechtzeitig und informiere dich bei schlechtem Wetter über Straßenzustände.
Pütürge ist ein ländlicher Landkreis, in dem Traditionen und Natur eng verbunden sind. Nachhaltig reisen heißt hier vor allem: Rücksicht nehmen. Müll wieder mitnehmen, Wasserstellen sauber hinterlassen, keine Felder oder Gärten betreten, ohne zu fragen – und Menschen nicht ungefragt fotografieren.
Unterstütze lokale Strukturen, indem du in kleinen Läden einkaufst, in familiengeführten Unterkünften übernachtest und regionale Produkte wie Honig, Aprikosen oder getrocknete Kräuter kaufst. Gerade in abgelegenen Dörfern können solche Einkäufe einen spürbaren Unterschied machen.
Wenn du mit dem Auto oder Motorrad unterwegs bist, fahre defensiv. Viele Straßen werden nicht nur von Fahrzeugen, sondern auch von Viehherden genutzt. Langsam zu fahren schützt Tiere, Menschen – und sorgt ganz nebenbei für entspanntere Reiseerlebnisse.
Weniger geeignet ist Pütürge für alle, die großen Hotelkomfort, Nightlife und eine ausgebaute touristische Infrastruktur erwarten. Hier geht es um Nähe zur Landschaft und zu den Menschen, nicht um Animation.
Die Küche in Pütürge ist bodenständig und herzhaft. Viele Gerichte basieren auf Linsen, Bulgur, hausgemachten Teigwaren und saisonalem Gemüse. Fleisch spielt eine Rolle, aber häufig in Form von Eintöpfen oder als Bestandteil größerer Familienessen. Typisch sind lange gekochte Speisen, die in großen Töpfen vor sich hin ziehen, während draußen auf dem Hof gearbeitet wird.
Als Teil der Provinz Malatya ist Pütürge natürlich auch Aprikosenland. Getrocknete Aprikosen, Aprikosenkonfitüre und süße Desserts auf Aprikosenbasis findest du in vielen Haushalten. Dazu kommen einfache, aber köstliche Brote aus dem Tandır-Ofen, Joghurtgerichte und kleine Meze, die zu Tee oder einem späten Abendessen gereicht werden.
Wenn du länger im Landkreis bleibst, lohnt es sich, nach traditionellen Rezepten zu fragen – oft entstehen daraus ganz beiläufig kleine Kochsessions mit den Gastgebern. Besonders spannend sind alte, fast vergessene Dorfrezepturen, die heute nur noch von wenigen Familien gepflegt werden.
Die Natur von Pütürge wird geprägt von steilen Hängen, eingeschnittenen Bachtälern und weiten Blicken. Besonders eindrücklich ist der Bereich entlang des Şiro Çayı und der Übergang hinunter zum Karasu und dem Karakaya-Stausee. Wälder, Buschzonen und terrassierte Felder wechseln sich ab, dazwischen immer wieder Felsformationen und kleine Hochflächen.
Im Frühling leuchten Hänge voller blühender Wiesenkräuter, im Sommer dominieren warme Braun- und Ockertöne, während der Herbst mit klarer Luft und goldenem Licht lockt. Wer die Region im Winter besucht, erlebt Pütürge mit verschneiten Dächern und stillen Straßen – dann entsteht eine ganz eigene, ruhige Atmosphäre.
Neben religiösen Feiertagen und Dorfhochzeiten gibt es in Pütürge auch thematische Veranstaltungen, bei denen regionale Produkte im Mittelpunkt stehen – etwa Honigfeste oder Dorftage, bei denen Produzenten ihre Erzeugnisse vorstellen und lokale Künstler auftreten. Termine und Programme ändern sich von Jahr zu Jahr, daher lohnt sich ein Blick auf lokale Ankündigungen oder Social-Media-Kanäle der Gemeinde.
Generell gilt: Im Sommer ist die Wahrscheinlichkeit für größere Feste, Konzerte und Dorftreffen am größten, da dann viele heimkehrende Familienmitglieder und Gäste aus dem Ausland vor Ort sind.
Die Geschichte von Pütürge ist eng mit den großen Bewegungen Anatoliens verknüpft. Frühere Siedlungsspuren reichen bis in vorislamische Zeiten zurück, später lagen die Dörfer im Einflussbereich von Römern, Byzantinern, Seldschuken und Osmanen. Alte Burgen wie Gerar (Kerar) Kalesi und andere Ruinen in den Bergen zeugen davon, dass das Gebiet strategisch wichtig war – als Kontrollpunkt über Täler und Übergänge.
Überliefert ist, dass Pütürge lange Zeit unter dem Namen „Imrun“ bekannt war, bevor es sich als eigenständiger Verwaltungspunkt etablierte. Im Osmanischen Reich und in den ersten Jahrzehnten der Republik wechselten Zuständigkeiten zwischen benachbarten Verwaltungszentren, ehe Pütürge als Landkreis in seiner heutigen Form innerhalb der Provinz Malatya gefestigt wurde.
Im 20. Jahrhundert veränderten Straßenbau, Staudämme und Arbeitsmigration das Gesicht der Region. Viele Einwohner gingen zeitweise in westtürkische Städte oder nach Europa, während Zuhause neue Häuser, Moscheen und Schulen entstanden. Diese Gleichzeitigkeit aus Tradition und moderner Mobilität gehört bis heute zur Identität Pütürges.
Wie viele Bergregionen Anatoliens kennt auch Pütürge seine eigenen Geschichten. Eine beliebte Legende erzählt von einem Hirten, der am Hang des Kubbe Dağı jeden Abend eine kleine Lampe entzündete, damit sein Sohn den Weg nach Hause findet. Eines Winters blieb der Sohn im Schneesturm aus, aber der Hirte ließ das Licht trotzdem weiterbrennen. Jahre später kehrte der Sohn zurück – mit einer Familie im Gepäck – und sagte, dass ihn die Erinnerung an dieses Licht durch alle schwierigen Zeiten geführt habe. Seitdem ist das „Licht von Kubbe“ für viele Bewohner ein Bild dafür, dass jemand zu Hause auf einen wartet.
Eine andere Legende knüpft sich an die Belli Yaylası. Man erzählt sich, dass dort einst eine junge Frau namens Belli lebte, die sich in einen Reisenden verliebte. Er versprach, im nächsten Sommer zurückzukehren, um sie zu heiraten. Sie wartete Jahr für Jahr, aber er kam nie. Aus Traurigkeit soll sie sich auf einem Felsen zur Ruhe gesetzt haben und in den Bergen „aufgegangen“ sein. Wenn abends ein warmer Wind über die Weide streicht, sagen manche, das sei Belli, die noch einmal nach ihren Gästen schaut.
In vielen Dörfern von Pütürge kursieren kleine Sagen, die oft bei Tee oder an Winterabenden erzählt werden. In Yandere zum Beispiel spricht man von einer „sprechenden Quelle“, deren Wasser nur denen den Weg weist, die mit guten Absichten unterwegs sind. Wer mit schlechtem Herzen kommt, hört angeblich nur das Rauschen des Bachs – wer ehrlich reist, meint darin leise Worte zu vernehmen.
Rund um Burgen wie Gerar oder Dilber Kalesi gibt es wiederum Geschichten von versteckten Schätzen, die nur in einer bestimmten Nacht des Jahres sichtbar werden sollen. Ob man diese Sagen glaubt oder nicht – sie geben einen schönen Einblick in die Fantasie und den Humor der Menschen vor Ort und machen einen Abend im Dorfhaus gleich doppelt spannend.
Durch die Höhenlage ist das Klima in Pütürge deutlich frischer als in vielen westanatolischen Regionen. Die Sommer sind warm, aber selten drückend, die Abende angenehm kühl. Frühling und Herbst sind ideal für Wanderungen und Dorfspaziergänge – dann leuchten die Hänge in satten Farben, und die Felder sind besonders fotogen.
Im Winter kann es schneereich werden. Straßenverbindungen sind dann witterungsabhängig; wer in dieser Zeit kommt, wird dafür mit sehr ruhigen Szenen, knisternden Holzöfen und klarer Luft belohnt. Für die meisten Reisenden sind April bis Juni sowie September und Oktober die besten Monate, um Pütürge entspannt zu erkunden.
Viele Wege in Pütürge sind ursprünglich nicht als Wanderwege angelegt, eignen sich aber hervorragend dafür. Zwischen Dörfern wie Taşbaşı, Nohutlu, Yandere, Uzuntaş oder Büyüköz verlaufen Pfade, die von Einheimischen genutzt werden, um Felder, Weiden und Nachbardörfer zu erreichen.
Frage vor Ort nach aktuellen Wegen, Weidezonen und Hunden – ein kurzer Austausch mit den Dorfbewohnern macht deine Tour sicherer und oft auch deutlich spannender.
Pütürge ist als ländlicher Landkreis nur eingeschränkt barrierefrei. Viele Orte liegen an Hanglagen, Straßen sind schmal, Gehwege nicht überall ausgebaut. Im Zentrum von Taşbaşı und in einigen Hauptorten gibt es jedoch vergleichsweise ebene Abschnitte, auf denen sich mit Rollstuhl oder Rollator bewegen lässt.
Unterkünfte sind meist einfache Familienpensionen oder Gästezimmer. Barrierefreie Bäder oder Aufzüge sind selten. Wenn du mit Mobilitätseinschränkung reist, lohnt sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit den Gastgebern, um Fragen zu Stufen, Türbreiten und Parkmöglichkeiten direkt zu klären.
Wenn du mit Behinderung nach Pütürge reist, plane die Route bewusst. Ein eigenes Fahrzeug oder ein privater Transfer erleichtert den Zugang zu Dörfern und Aussichtspunkten. Frage deine Unterkunft nach möglichst stufenarmen Zimmern und Bädern und bitte – falls nötig – um Hilfe beim Tragen von Gepäck.
Öffentliche Verkehrsmittel sind eher auf den Alltag der Bevölkerung ausgelegt und selten voll barrierefrei. Hilfreich sind Begleitpersonen oder lokale Kontakte, die beim Ein- und Aussteigen unterstützen können. Notiere dir vorab wichtige Telefonnummern (Unterkunft, lokale Kontaktpersonen, ggf. Botschaft/Konsulat) und lege Medikamente in ausreichend Menge bereit.
Am besten reist du mit ausreichend Speicher, geladener Powerbank und einem Tuch, um Staub von Kamera oder Handy zu wischen – gerade im Sommer kann es trocken und staubig sein.
In Pütürge gibt es Basisgesundheitsstrukturen, für größere Behandlungen fährst du in der Regel nach Malatya. Notrufnummern funktionieren wie im restlichen Land, dennoch ist es sinnvoll, die Adresse deiner Unterkunft in türkischer Sprache parat zu haben, um sie im Ernstfall schnell weitergeben zu können.
Eine kleine Reiseapotheke mit Schmerzmitteln, Verbandsmaterial, persönlichen Medikamenten und Sonnenschutz gehört in diese Region auf jeden Fall ins Gepäck. Da manche Dörfer abgelegen sind, plane bei chronischen Erkrankungen genug Medikamente für die gesamte Reisedauer ein.
Einkaufen in Pütürge bedeutet vor allem: kleine Läden, Wochenmärkte und Direktkauf bei Produzenten. Besonders interessant sind Honig, getrocknete Aprikosen, Nüsse, Kräuter und handwerkliche Produkte aus Textil oder Holz. Preise sind in der Regel fair, ein freundliches Nachfragen ist erlaubt, aber aggressives Feilschen unüblich.
Wichtiger Hinweis: In vielen Regionen der Türkei gehört eine freundliche Ansprache von Gästen zur Kultur – kurze Einladungen in den Laden oder zum Tee sind völlig normal. Wenn sich der Ton jedoch aufdringlich oder unangenehm anfühlt, ist das meist ein Zeichen für eine Touristenfalle. In solchen Situationen hilft ein höfliches, klares Ablehnen („Teşekkür ederim, istemiyorum“) und ein ruhiges Weitergehen.
Eine kleine Besonderheit: Viele Dörfer in Pütürge haben Spitznamen, die nur Einheimische kennen. So wird etwa ein Ort nach einem markanten Felsen, einem alten Baum oder einer lokalen Familie benannt – Namen, die auf offiziellen Karten nicht auftauchen, in Gesprächen aber ständig fallen.
Typisch ist auch der Humor der Menschen: Selbst in steilen Wintern, wenn Schnee Straßen blockiert, ist ein trockener Spruch schnell zur Hand – etwa wenn man sagt, „der Berg hat uns heute lieber behalten“. Wer sich darauf einlässt, erlebt Pütürge als Region voller Wärme und Selbstironie.
Zu vielen dieser Punkte werden auf turkeyregional.com nach und nach eigene Unterseiten angelegt – mit Detailinfos, Songs und weiteren Fotos.
Am bequemsten kommst du mit dem Auto oder einem Minibus von Malatya aus nach Pütürge. Die Strecke dauert je nach Witterung und Verkehr rund 1,5 bis 2 Stunden und führt über kurvige Bergstraßen.
Ja, das bietet sich sogar an. Über Tepehan führt eine Route in Richtung Nemrut Dağı. Viele Reisende nutzen Pütürge als Zwischenstopp, um vor oder nach dem Gipfelbesuch in ruhiger Umgebung zu übernachten.
Es gibt einfache Unterkünfte und familiengeführte Pensionen. Komfort und Ausstattung sind eher ländlich – dafür erlebst du authentische Gastfreundschaft. Eine frühzeitige Reservierung und direkte Absprache mit den Gastgebern ist empfehlenswert.
Wie die meisten ländlichen Regionen der Türkei gilt Pütürge als ruhig und sicher. Normale Umsicht genügt. Wertgegenstände solltest du wie überall nicht offen liegen lassen, und nachts sind die Straßen sehr dunkel – fahre defensiv und aufmerksam.
Im Landkreis Pütürge verteilen sich insgesamt 68 Mahalle und Dörfer über Berge, Täler und Hochflächen. Nachfolgend findest du sie mit kurzen, orientierenden Beschreibungen: