Version 1 – längere, epische Reise durch das Yusufeli-Tal (6:53)
Version 2 – etwas kompakter, ideal für die Anfahrt von Artvin oder Erzurum (6:08)
Strophe 1
Zwischen Felsenstraßen und kurvenreichen Wegen,
wenn der Morgen still ins Çoruh-Tal fällt,
glitzern neue Lichter über alten Häusern,
Yusufeli weckt eine andere Welt.
Strophe 2
Alte Kirchen überm Fluss, Geschichten in den Steinen,
über Täler, die der Wind seit Jahrhunderten kennt,
Dörfer schmiegen sich an Hänge, hoch und still,
wo ein Lächeln oft mehr sagt als jedes Argument.
Refrain
Yusufeli, du Klang der Schluchten in der Nacht,
wo der Mond die neuen Ufer leise bewacht.
Zwischen Berg und Tal, da find ich meinen Traum,
du malst mir Horizonte in Blau und in Braun.
Yusufeli, ich trag dein Echo mit mir herum,
erzähle deine Lieder mit „Türkei regional Punkt com“.
Tipp: Spiel den Song an, bevor du losgehst – die Stimmung passt perfekt zum ersten Blick auf die Schluchten und das Yusufeli-Tal.
Charakter von Yusufeli
Hochgebirgstal Flusstal & Stausee Georgische Kirchen Rafting & Abenteuer Bergdörfer
Yusufeli ist ein wildes Bergtal im Süden der Provinz Artvin – ein Ort zwischen alten Kirchen, neuem Stausee und den gewaltigen Hängen des Kaçkar-Gebirges.
Wer nach Yusufeli fährt, spürt schnell: Dieser Landkreis ist kein klassischer Urlaubsort mit breiten Boulevards, sondern ein langgezogenes Bergtal, das sich tief in die Landschaft des östlichen Schwarzmeer-Hinterlands eingeschnitten hat. Die Straße windet sich von Artvin oder Erzurum kommend Kurve um Kurve durch steile Schluchten, über neue Viadukte und an Felswänden entlang – bis sich der Blick plötzlich auf den neuen Ortskern von Yusufeli öffnet.
Historisch lag das alte Yusufeli direkt am Çoruh, einem der bekanntesten Wildwasserflüsse der Türkei. Mit dem gigantischen Staudammprojekt wurde das Tal in den letzten Jahren grundlegend verändert: Der frühere Ortskern und zahlreiche Dörfer sind im Stausee aufgegangen, die Menschen zogen in eine neu gebaute Siedlung oberhalb der Wasserlinie. Trotzdem fühlt sich Yusufeli nicht wie eine anonyme Planstadt an – Teehäuser, kleine Läden und die vertraute Langsamkeit des Bergalltags sorgen dafür, dass die Seele der Region spürbar bleibt.
Der Landkreis zieht sich über eine große, bergige Fläche mit tief eingeschnittenen Seitentälern. Dörfer wie Altıparmak, Kılıçkaya, Demirdöven oder Yaylalar liegen verteilt an Berghängen, in Seitentälern oder auf Hochlagen, von denen aus man weit über die Gipfel und Rücken des Kaçkar-Gebirges schauen kann. In vielen Häusern wird noch mit Holzöfen geheizt, im Sommer sitzen die Menschen bis spät in die Nacht auf den Balkonen, während über dem Tal die Sterne hell zu sehen sind.
Kulturell ist Yusufeli ein spannender Übergangsraum: Schwarzmeer-Einflüsse treffen hier auf georgische und anatolische Traditionen. In den Dörfern stehen jahrhundertealte Kirchen aus georgischer Zeit neben Moscheen mit schlichten Minaretten, und die Namen Dörtkilise, İşhan oder Barhal klingen wie Kapitelüberschriften eines Geschichtsbuches. Gleichzeitig erzählen moderne Betonbrücken, Stollen und Tunnel von der neuen Epoche der Energiegewinnung und der veränderten Landschaft.
Für Reisende wirkt Yusufeli wie ein lebendes Lehrbuch über Veränderung. Wer durch das Tal fährt, sieht alte Terrassen, Obstgärten, verlassene Häuser – und darüber die neuen Gebäudezeilen, Schulen und Moscheen. Viele Einheimische sprechen offen über die Zeit vor dem Stausee und den Umzug, manche zeigen Fotos der Häuser, die heute unter Wasser liegen. Daraus entsteht ein besonderes Reisegefühl: Man bewegt sich nicht nur durch Natur, sondern auch durch Erinnerungen.
Gleichzeitig ist Yusufeli ein Paradies für Naturfans. Schon seit Jahrzehnten kommen Rafting-Teams und Outdoor-Fans wegen des Çoruh und seiner Nebenflüsse hierher, um die wilde Landschaft vom Boot oder vom Wanderweg aus zu erleben. In den oberen Lagen öffnen sich weite Hochweiden und Pässe, die bis hinauf in den Kaçkar-Nationalpark verbinden. Wer im Sommer früh aufsteht, kann erst in einem Dorf Tee trinken, später auf einer Yayla über dem Tal stehen und am Abend im neuen Yusufeli bei Lichterglanz und Musik den Tag ausklingen lassen.
Insgesamt ist der Landkreis Yusufeli ein Reiseziel für alle, die ursprüngliche Berglandschaften mögen, sich für Geschichte interessieren und keine Scheu vor Serpentinenstraßen haben. Hier geht es nicht um Perfektion, sondern um echte Begegnungen: mit Menschen, die zwischen Tal und Hang ihr Leben neu aufgebaut haben, und mit einer Landschaft, die trotz aller Eingriffe ihren Charakter nicht verloren hat.
Die Kultur von Yusufeli ist stark vom Alltag in den Bergen geprägt. Familien halten noch immer Gärten mit Bohnen, Tomaten und Obstbäumen, viele haben Verwandte in größeren Städten, kehren aber im Sommer regelmäßig zurück ins Tal. Im Teehaus trifft sich die ältere Generation, während jüngere Leute zwischen Tal und Metropolen pendeln – und Geschichten von Istanbul, Ankara oder Bursa mitbringen.
Bei Hochzeiten wird groß gefeiert: traditionelle Tänze im Kreis, Trommel und Zurna, dazu moderne Musik. In vielen Dörfern werden außerdem im Sommer Dorffeste oder kleine Yayla-Festivals organisiert, bei denen ehemalige Bewohner zurückkehren, um gemeinsam zu grillen, zu musizieren und den Blick ins Tal zu genießen. Die georgischen Kirchen und alten Steingebäude erinnern dabei daran, dass hier seit Jahrhunderten unterschiedliche Kulturen aufeinandertrafen.
Yusufeli eignet sich hervorragend für aktive Reisende. Klassisch ist eine Kombination aus Roadtrip und kurzen Wanderungen: immer wieder anhalten, Aussichten genießen, zwischen neuen Brücken und alten Felswänden fotografieren und in Dörfern auf ein Glas Tee stoppen. Wer es sportlicher mag, lässt sich bei lokalen Anbietern zu Rafting- oder Kajak-Touren beraten – Teile des Çoruh und seiner Nebenflüsse waren lange Zeit ein Hotspot für Wildwassersport.
Dazu kommen Spaziergänge durch den neuen Ortskern, Ausflüge zu georgischen Kirchen wie İşhan oder Dörtkilise, Foto-Stopps an Aussichtspunkten auf den Stausee und Wanderungen auf die umliegenden Höhen. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann Yusufeli auch als Ausgangspunkt für Trekkingtouren in Richtung Kaçkar-Gipfel nutzen.
1-Tages-Route: Anreise von Artvin oder Erzurum am Vormittag, unterwegs Fotostopps an den Schluchten. Nachmittags Ankunft im neuen Yusufeli, Spaziergang durch den Ortskern, Teehaus-Pause und Blick auf die Brücken. Am späten Nachmittag kurzer Ausflug zu einem Aussichtspunkt über dem Tal, abends Abendessen in einem lokalen Restaurant.
2-Tages-Route: Erster Tag wie oben, zweiter Tag Ausflug in ein Seitental – zum Beispiel in Richtung Altıparmak (Barhal) oder Kılıçkaya. Besuch einer historischen Kirche, Spaziergang durch ein Bergdorf, anschließend Rückkehr nach Yusufeli. Wer länger bleibt, kann zusätzlich eine Fahrt Richtung Demirdöven oder Yaylalar einplanen und dort Hochlagenluft schnuppern.
Roadtrip-Tipp: Kombiniere Yusufeli mit Artvin, Şavşat oder dem Kaçkar-Nationalpark. So entsteht eine abwechslungsreiche Route aus Schluchten, Bergseen, Hochweiden und grünen Tälern.
Die Landschaft rund um Yusufeli ist empfindlich – steile Hänge, lockere Böden, kleine Wasserläufe. Bitte bleibe auf vorhandenen Wegen, vermeide Offroad-Fahrten und hinterlasse keine Abfälle. Besonders in Dörfern und an historischen Stätten ist es wichtig, Gebäude, Zäune und Felder zu respektieren und nur dort zu gehen, wo Wege oder Pfade erkennbar sind.
Unterstütze lokale Strukturen, indem du in familiengeführten Pensionen übernachtest, in kleinen Läden einkaufst und in einfachen Restaurants isst. So bleibt ein Teil deiner Reisekosten direkt in der Region und trägt dazu bei, dass sich die Gemeinden nach der großen Umsiedlung langfristig stabilisieren können.
Yusufeli passt zu Reisenden, die Serpentinenstraßen nicht scheuen, die Natur mögen und gerne abseits klassischer Touristenzentren unterwegs sind. Paare und Freundesgruppen mit Interesse an Fotografie, Geschichte und Outdoor-Aktivitäten fühlen sich hier ebenso wohl wie allein reisende Roadtrip-Fans.
Für Familien ist Yusufeli vor allem dann geeignet, wenn Kinder Serpentinen und längere Fahrstrecken gut vertragen und ihr euch bewusst für ein eher ruhiges Bergtal mit wenigen „klassischen“ Freizeitparks entscheidet. Wer ein volles Unterhaltungsprogramm sucht, ist in anderen Regionen besser aufgehoben – wer Ruhe, echte Begegnungen und Panoramen liebt, wird Yusufeli schnell ins Herz schließen.
Die Küche in Yusufeli ist bodenständig und von den Bergen geprägt. Auf den Tischen stehen häufig Bohnen, Linsen, gefüllte Paprika, frisches Gemüse aus den Gärten und herzhafte Eintöpfe. Hausgemachtes Brot, Eier und Käse aus den umliegenden Dörfern gehören zum typischen Frühstück. In manchen Orten bekommst du außerdem Spezialitäten mit Maismehl und einfache Fleischgerichte vom Grill.
Rezept-Idee für zuhause: Koche einen würzigen Bohneneintopf mit Zwiebeln, Paprika, Tomatenmark und Kräutern, serviere ihn mit frischem Fladenbrot und einem kräftigen Schwarztee. So holst du dir das Gefühl eines einfachen Dorfabends in Yusufeli in die eigene Küche.
Die Natur in Yusufeli ist rau, steil und eindrucksvoll. Tiefe Schluchten, Felswände und Seitentäler bestimmen das Bild. In höheren Lagen öffnen sich Weiden und alpine Zonen, die in Richtung Kaçkar-Gebirge führen. Im Frühjahr leuchten Hänge und Wiesen in sattem Grün, im Herbst färben sich die Blätter in kräftigen Gelb- und Rottönen.
Outdoor-Fans finden Möglichkeiten zum Wandern, Trekking und – in Absprache mit erfahrenen Anbietern – Wildwassersport. Besonders spannend sind Touren, bei denen du sowohl den neuen Stausee als auch traditionelle Dörfer und Hochlagen erlebst. Vergiss nicht, genügend Wasser, Sonnenschutz und je nach Jahreszeit warme Kleidung mitzunehmen – in den Bergen kann das Wetter schnell wechseln.
In Yusufeli gibt es keine großen, international bekannten Festivals – aber gerade die kleineren, lokalen Veranstaltungen machen den Reiz aus. In vielen Dörfern werden im Sommer Dorffeste oder Yayla-Treffen organisiert. Ehemalige Dorfbewohner kehren zurück, es wird gemeinsam gegessen, getanzt und musiziert. Solche Feste werden oft relativ kurzfristig über lokale Kanäle angekündigt.
Halte im Ort Ausschau nach Aushängen der Gemeinde oder frage in deinem Gästehaus nach aktuellen Ereignissen. Gerade an Wochenenden im Sommer lohnt es sich, spontan zu sein – manchmal kommst du zufällig zu einem Dorfplatz, auf dem schon Musik, Trommel und Zurna erklingen.
Die Geschichte von Yusufeli ist geprägt von seiner Lage im Grenzraum verschiedener Reiche. In der mittelalterlichen Epoche entstanden in den Tälern um Yusufeli mehrere georgische Klöster und Kirchen, deren Reste bis heute sichtbar sind. Später gehörte die Region zu unterschiedlichen osmanischen Verwaltungseinheiten, bevor sie im modernen Staatsgebiet der Türkei Teil der Provinz Artvin wurde.
Im 20. Jahrhundert verlief das Leben hier lange in ruhigen Bahnen – Landwirtschaft, Viehzucht, kleine Dörfer, einfache Infrastruktur. Richtig tiefgreifend veränderte sich alles mit dem Bau des großen Staudamms: Der alte Ortskern und zahlreiche Dörfer mussten aufgegeben werden, die Bewohner zogen in einen neu angelegten Ort. Heute erzählt Yusufeli damit auch eine Geschichte von erzwungenem Aufbruch, Abschied von vertrauten Häusern und der Suche nach einem neuen Alltag in derselben Landschaft.
Eine beliebte Erzählung berichtet von den vier Kirchen im Gebiet von Dörtkilise. Man sagt, früher hätten die Glocken dieser Kirchen an besonderen Tagen nacheinander geläutet – jede Glocke mit einem eigenen Ton. Wenn alle vier gleichzeitig erklangen, sei das Echo im ganzen Tal zu hören gewesen und hätte die Bewohner an ihre gemeinsame Geschichte erinnert. Heute ist nur noch eine der großen Kirchen erhalten, doch ältere Menschen erzählen, dass man an besonders klaren Abenden das Echo dieser alten Glocken noch in den Felswänden spüren könne.
Eine andere Legende dreht sich um die Bergwege oberhalb von Yaylalar. Dort soll ein Hirte in einer Nebelnacht den Weg verloren haben. In seiner Verzweiflung habe er laut nach Hilfe gerufen – und aus dem Nebel sei die Stimme eines alten Mannes gekommen, der ihm genau sagte, wohin er seine Schritte setzen müsse. Erst später habe der Hirte erfahren, dass an dieser Stelle vor vielen Jahren ein erfahrener Bergführer gestorben war. Seitdem heißt es im Dorf: „Wer den Bergen mit Respekt begegnet, geht nie ganz allein.“
Rund um den Stausee erzählt man sich von Häusern, deren Lichter noch im Wasser zu sehen seien. Natürlich ist das physikalisch schwer vorstellbar – doch die Geschichte hat einen poetischen Kern: Menschen stellen sich vor, dass die Erinnerungen an alte Plätze nicht spurlos verschwinden, sondern wie leise Lichter im Tiefen weiterleuchten. Besonders Kinder lieben diese Vorstellung und versuchen bei Nachtfahrten entlang des Ufers zu erkennen, wo früher Straße, Platz oder Schulhof waren.
Eine weitere Sage handelt von einem Schäfer, der jeden Sommer zur gleichen Felskanzel oberhalb von Kılıçkaya ging, um auf seine Herde zu schauen. Eines Tages sei er nicht zurückgekehrt. Als man nach ihm suchte, habe man an seinem Lieblingsplatz nur noch seinen Stock und eine frische Blumenkrone gefunden. Seitdem sagen die Menschen dort, dass die Berge jemanden, der sie wirklich liebt, eines Tages in sich aufnehmen – nicht als Verlust, sondern als Teil der Landschaft.
Yusufeli liegt im Übergang zwischen Schwarzmeerklima und kontinental geprägten Binnenregionen. Die Sommer sind warm bis heiß, im Tal kann es tagsüber deutlich über 30 Grad werden, während es in höheren Lagen angenehm frisch bleibt. Frühling und Herbst sind ideal für Roadtrips und Wanderungen – die Hänge leuchten im Frühling saftig grün, im Herbst in intensiven Gelb- und Rottönen.
Im Winter können Schnee und Glätte die Anreise erschweren, insbesondere auf den höheren Passstraßen. Wenn du in der kalten Jahreszeit unterwegs bist, solltest du unbedingt den Straßenzustand prüfen und genügend Zeitreserven einplanen. Für die meisten Reisenden ist die Zeit von Mai bis Oktober die angenehmste Periode, um Yusufeli entspannt zu erleben.
Kurz-Tour: Starte im neuen Yusufeli und spaziere auf einem der Wege oberhalb des Ortskerns zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf das Tal. Ideal für den Ankunftstag, um Beine und Blick zu lockern.
Dorf- & Kirchentour: Fahre nach Tekkale und wandere von dort aus in Richtung Dörtkilise-Kloster. Der Weg ist kein klassischer touristischer Wanderweg, sondern eher ein ausgetretener Pfad – festes Schuhwerk ist sinnvoll. Als Belohnung wartet eine eindrucksvolle historische Stätte mit weiter Sicht ins Tal.
Bergtour: Mit mehr Zeit und Erfahrung kannst du von Dörfern wie Yaylalar oder Demirdöven aus höher gelegene Weiden und Bergkämme erreichen. Hier solltest du dich jedoch gut vorbereiten und möglichst einen ortskundigen Guide hinzuziehen, da Wetter und Wege anspruchsvoll sein können.
Yusufeli ist durch seine Topografie nur eingeschränkt barrierefrei. Der neue Ortskern bietet zwar breitere Straßen und neue Gehwege, jedoch sind viele Bereiche dennoch leicht ansteigend und nicht immer perfekt eben. Einzelne Hotels und Gästehäuser verfügen über komfortablere Zugänge, Aufzüge oder ebenerdige Zimmer – hier lohnt eine vorherige Anfrage.
Abseits des Zentrums, in Dörfern und an historischen Stätten, sind die Wege meist steinig, uneben und teilweise steil. Wer auf Hilfsmittel angewiesen ist oder nur kurze Distanzen auf unebenem Untergrund bewältigen kann, sollte Ausflüge sorgfältig planen und möglichst mit Fahrzeugnähe kombinieren.
Wenn du mit einer Behinderung reist, ist Yusufeli vor allem im Bereich des neuen Ortskerns am zugänglichsten. Frage vor der Buchung konkret nach: Gibt es einen Aufzug? Wie sieht der Zugang zur Rezeption aus? Sind Bäder ausreichend groß? Viele kleine Hotels helfen gern, benötigen aber einen Hinweis im Voraus.
Öffentliche Verkehrsmittel sind auf dieser Strecke eher einfach und nicht speziell barrieregerecht. Für individuellere Bedürfnisse empfiehlt sich ein eigenes Fahrzeug oder ein privater Transfer. Plane bei Ausflügen zu Dörfern oder historischen Stätten genügend Pausen und Rückzugsmöglichkeiten ein und verzichte auf Wege, die sichtbar steil oder geröllig sind.
Talblick bei der Anfahrt: Kurz vor dem neuen Yusufeli öffnen sich mehrere Kurven mit weitem Blick auf Ortskern, Brücken und Hanglagen – ideal für Panorama-Fotos.
Dörtkilise und Tekkale: Die Kombination aus Klosterruine, Felswänden und weitem Talblick ergibt eindrucksvolle Motive, besonders im späten Nachmittagslicht.
Hochlagen um Yaylalar und Demirdöven: Hier dominieren Bergkämme, Weiden und ein weiter Horizont. Perfekt für Weitwinkel-Aufnahmen und ruhige Landschaftsfotos.
Abendstimmung im neuen Ortskern: Wenn die Straßenlampen angehen und die Lichter am Hang leuchten, entsteht eine besondere Atmosphäre – ideal für Blaue-Stunde-Fotografie.
In Yusufeli gibt es grundlegende medizinische Versorgung, für ernstere Fälle wird jedoch häufig auf größere Städte wie Artvin oder Erzurum verwiesen. Eine kleine Reiseapotheke mit persönlichen Medikamenten, Schmerzmitteln, Pflastern und Mitteln gegen Magen-Darm-Beschwerden ist sinnvoll.
Notrufnummern in der Türkei: Polizei 155, Gendarmerie 156, Krankenwagen 112. Speichere dir die Telefonnummer deiner Unterkunft und – wenn vorhanden – deines Transfers im Handy, damit du im Notfall schnell Unterstützung organisieren kannst. In entlegeneren Dörfern kann der Handyempfang eingeschränkt sein, plane das bei langen Wanderungen ein.
In Yusufeli findest du vor allem kleine Läden, Bäckereien, Teehäuser und einige Geschäfte mit Alltagsbedarf. Besonders schön sind Einkaufserlebnisse, bei denen du direkt bei Produzenten kaufst – zum Beispiel Hausgemachtes, Nüsse, getrocknete Kräuter oder einfache Handarbeiten aus den Dörfern.
Hinweis: Eine freundliche Ansprache auf der Straße oder vor Geschäften ist in der Türkei normal und Teil der Gastfreundschaft. Wenn sich das Ganze jedoch aufdringlich anfühlt, du stark gedrängt wirst oder „Sonderangebote“ sehr teuer wirken, kannst du höflich ablehnen und weitergehen – solche Situationen sind ein klares Zeichen für Touristenfallen, auch in kleineren Orten.
Yusufeli ist einer der wenigen Orte, die in ihrer Geschichte mehrfach verlegt wurden – durch Verwaltungsentscheidungen und zuletzt durch den Staudamm. Viele Einheimische erzählen mit einem Augenzwinkern, dass sie inzwischen „Umzugsprofis“ seien und schon genau wüssten, welche Dinge man beim nächsten Ortswechsel zuerst einpackt.
In Gesprächen hörst du außerdem Geschichten von Hausnummern, die mit umgezogen sind, von Straßennamen, die im neuen Ortskern wieder auftauchen, und von Menschen, die aus Spaß sagen, sie hätten „gleich mehrere Heimatadressen im selben Tal“. Diese Mischung aus Humor und Pragmatismus gehört zu den charmanten Besonderheiten von Yusufeli.
Wie erreiche ich Yusufeli am besten?
Am bequemsten mit dem Auto über die Straßen von Artvin oder Erzurum. Es gibt Serpentinen, Tunnel und Brücken – plane genügend Zeit und Pausen ein.
Brauche ich ein eigenes Auto?
Öffentliche Busse und Dolmuş-Verbindungen existieren, sind aber begrenzt. Für spontane Abstecher in Seitentäler ist ein eigenes Fahrzeug oder ein privater Transfer klar im Vorteil.
Wie viele Tage sollte ich für Yusufeli einplanen?
Für einen ersten Eindruck reicht ein voller Tag. Wer Dörfer, Kirchen und Hochlagen erkunden möchte, sollte mindestens zwei bis drei Tage einplanen.
Kann ich in Yusufeli wandern?
Ja, aber die Wege sind meist nicht als klassische Wanderwege markiert. Informiere dich lokal, nutze Offline-Karten und starte nur Touren, die zu deiner Erfahrung passen.
Ist Yusufeli ein sicheres Reiseziel?
Ja, der Landkreis gilt als ruhig. Wie überall gilt: aufmerksam bleiben, auf Bergstraßen defensiv fahren und bei Outdoor-Aktivitäten die eigene Kondition und das Wetter im Blick behalten.
Der Landkreis Yusufeli besteht aus dem neuen Stadtzentrum mit mehreren Mahalle (Stadtvierteln) sowie zahlreichen Dörfern im Tal und in den Seitentälern. Hier eine vollständige Übersicht mit kurzen Reise-Hinweisen zu jedem Ort: