Ein moderner, gefühlvoller Schlager für Bulancak: Schwarzes Meer, Haselnussgärten in den Hügeln und dieses besondere Küstenlicht – perfekt für die Ankunft am Abend oder einen Spaziergang am Pier.
Version 1 (5:42) – der epische Hauptmix mit viel Atmosphäre für die Ankunft in Bulancak und lange Blicke aufs Meer.
Version 2 (4:39) – der kompaktere Radio-Mix für Autofahrten entlang der Küste zwischen Giresun, Bulancak und den Dörfern.
„Bulancak, Bulancak, wo die Wellen leise singen, / wo die Haselnuss am Hang dir neue Träume will bringen. / Bulancak, Bulancak, zwischen Gärten und Strand, / hier hält dir jeder Morgen sanft die Seele an der Hand.“
Den kompletten Songtext findest du später auch als eigenen Block auf turkeyregional.com – zusammen mit der türkischen Version.
Tipp: Spiel den Song an, bevor du losgehst – die Stimmung passt perfekt zum ersten Blick auf Meer, Pier und Haselnussgärten rund um Bulancak.
Charakter von Bulancak: Lebendige Schwarzmeerstadt zwischen Hafen, Uferpromenade und stillen Haselnussdörfern in den grünen Hügeln.
Schwarzes Meer & Küste Haselnussregion Küstenstraße & Ausflüge Hügel & Dörfer
Bulancak fühlt sich an wie eine kleine, eigenständige Welt: vorne der Hafen mit Meerblick und Promenade, dahinter Gassen, Cafés und Moscheen – und nur wenige Minuten später stehst du schon in ruhigen Haselnussgärten mit Blick auf die Schwarzküste.
Bulancak liegt an der Schwarzmeerküste der Provinz Giresun, direkt an der wichtigen Küstenstraße zwischen Ordu und Giresun. Im Alltag ist die Stadt eng mit Giresun verbunden, behält aber ihren eigenen Charakter: etwas kleiner, ruhiger und mit einem starken Bezug zu Meer, Fluss und Haselnussgärten.
Der Landkreis umfasst neben der Stadt Bulancak zahlreiche Mahalle und mehr als sechzig Dörfer, die sich von der Küste bis in die grünen Hügel des Hinterlandes ziehen. Oben in den Dörfern wie Samugüney, İcilli oder Elmalı wird es schnell frisch, und die Luft riecht nach Wald, Erde und feuchter Wiese, während unten in der Stadt das Leben an Promenade und Marktständen pulsiert.
Wirtschaftlich stehen zwei Dinge im Zentrum: Haselnüsse und das Meer. Die Hänge hinter Bulancak sind dicht mit Haselnusssträuchern bepflanzt – in der Erntezeit sind überall Säcke, Laster und kleine Traktoren zu sehen, die die „fındık“ in Richtung Sammelstellen bringen. Gleichzeitig spielt die Fischerei eine wichtige Rolle, ergänzt durch Handel, Dienstleistung und kleine Industriebetriebe entlang der Küstenstraße.
Das Klima ist typisch Schwarzmeer: milde Winter, keine extrem heißen Sommer, dafür viel Niederschlag und schnell wechselnde Stimmungen. Ein Tag kann mit Nebel beginnen, mittags sonnig werden und abends wieder in feinem Nieselregen enden. Genau diese Mischung aus Wolken, Licht und Meer schafft die besondere Atmosphäre von Bulancak.
Geschichtlich war die Region immer ein Durchgangsraum zwischen Küste und Hinterland. Alte Handelswege, kleine Brücken und Moscheen, Brunnen und Friedhöfe erzählen von früheren Jahrhunderten, in denen das Schwarze Meer ein wichtiger Kontaktpunkt zwischen Anatolien und der Welt war. Heute spürt man diese Geschichte eher leise – in den Ortsnamen, in alten Häusern und in den Geschichten der Älteren, die in den Teehäusern ihre Erinnerungen teilen.
Durch die gute Erreichbarkeit – die Küstenstraße, Dolmuş-Verbindungen und die Nähe zum Flughafen Ordu-Giresun – eignet sich Bulancak hervorragend als Basis, um sowohl die Stadt Giresun als auch die Dörfer und Flusstäler rundherum entspannt zu entdecken. Wer hier ein paar Tage bleibt, merkt schnell: Es ist weniger ein klassischer Badeort und mehr eine authentische Schwarzmeerstadt mit all ihren Facetten zwischen Arbeit, Alltag und Meerblick.
Die Kultur in Bulancak ist geprägt von typischem Karadeniz-Alltag: Teegläser, Tavla, laute Gespräche auf der Straße – und immer wieder Musik. Kemençe-Klänge, Horon-Tänze und Volkslieder gehören zu Festen und Hochzeiten einfach dazu. Viele Familien haben Verwandte im Ausland, trotzdem ist die Bindung zur Heimat stark – vor allem zur Küste und zu den Dörfern, aus denen man stammt.
Religiöse Feste wie Ramadan und Opferfest werden traditionell begangen, in den Moscheen trifft sich die Gemeinde, und in den Straßen spürt man an diesen Tagen ein besonders dichtes Miteinander. Gleichzeitig sind lokale Feiern wie Schulabschlüsse, Hochzeiten oder Haselnussernte-Feste wichtige Fixpunkte im Jahreslauf. Man sitzt lange zusammen, isst, trinkt Tee und erzählt Geschichten über Meer, Arbeit und das Leben in der Ferne.
Im Alltag mischt sich Tradition mit Moderne: Jugendliche hängen am Hafen, schauen aufs Smartphone und gleichzeitig auf die Wellen; viele Familien pflegen noch ihr Dorfhaus im Hinterland, auch wenn sie längst in der Stadt wohnen. Wer ein bisschen Türkisch spricht und offen auf die Menschen zugeht, wird in Bulancak schnell in ein Gespräch verwickelt – und landet nicht selten mit einem Glas Tee an einem kleinen Tisch mit Blick aufs Wasser.
Bulancak ist kein lauter Massentourismus-Ort, sondern ein Platz für entspannte Aktivitäten mit Alltagscharme. Du kannst an der Uferpromenade spazieren, am Pier sitzen und die Möwen beobachten oder einfach von Café zu Café ziehen und das Treiben an der Küstenstraße verfolgen.
Ein Highlight sind kleine Ausflüge in die Dörfer: Mit Dolmuş oder Auto erreichst du Orte wie Pazarsuyu, Yalıköy, Ahmetli, Ahurlu oder Samugüney. Dort warten Spaziergänge entlang des Flusses, Blicke auf Haselnussgärten und oft eine spontane Einladung zu Tee oder frischem Maiskolben.
Wer gerne fotografiert, findet an bewölkten Tagen besonders dramatisches Licht: dunkles Meer, weiße Schaumkronen, grüne Hänge. An ruhigeren Tagen kannst du mit einem Buch an der Küste sitzen, Muscheln sammeln oder einfach den Einheimischen beim Fischen zuschauen – Bulancak belohnt Entschleunigung.
Starte morgens mit einem Frühstück in einem der Lokale unweit der Küstenstraße. Danach gehst du zu Fuß zur Promenade und zum Pier, beobachtest Fischer und Boote und spazierst langsam durch die zentralen Mahalle wie Bulancak, İhsaniye und Bahçelievler. Nachmittags bummelst du durch kleine Läden, probierst lokales Gebäck und genießt den Sonnenuntergang am Wasser.
Tag 1 gehört der Stadt und dem Meer – inklusive Abendspaziergang an der beleuchteten Uferpromenade. Tag 2 führt dich ins Hinterland: mit Dolmuş oder Auto nach Pazarsuyu und weiter Richtung Aydındere oder Kovanlık. Unterwegs kannst du im Flusstal anhalten, am Wasser entlanglaufen, Haselnussgärten besuchen und in einem Dorf wie İnece oder Elmalı eine Teepause einlegen, bevor du am späten Nachmittag wieder nach Bulancak zurückkehrst.
Tipp: Plane deine Wege so, dass du mindestens einmal nach Sonnenuntergang am Meer bist – die Lichter von Straße, Hafen und vorbeifahrenden Autos spiegeln sich dann im Wasser und geben Bulancak eine fast filmische Stimmung.
Nachhaltiger unterwegs zu sein ist an der Schwarzmeerküste gar nicht so schwer. Viele Wege in Bulancak lassen sich zu Fuß erledigen: vom Hotel zur Promenade, zu Cafés, Teestuben oder in nahegelegene Mahalle. Dolmuş-Verbindungen in die Umgebung sind eine gute Alternative zum eigenen Auto.
Wenn du im Hinterland wandern gehst, bleib auf bestehenden Wegen, nimm deinen Müll wieder mit und respektiere private Felder sowie Haselnussgärten. Besonders während der Erntezeit ist Rücksicht gefragt – ein freundliches „Kolay gelsin“ öffnet Herzen, aber Felder sind Arbeitsplätze.
Beim Essen lohnt es sich, lokale Produkte zu wählen: Haselnüsse, Maisgerichte, regionale Gemüse- und Fischspezialitäten. So unterstützt du direkt die Menschen vor Ort und erlebst gleichzeitig die Küche des Schwarzen Meeres so authentisch wie möglich.
In Bulancak treffen die Küche des Schwarzen Meeres und der Alltag einer Kleinstadt aufeinander. Auf den Tischen stehen Teegläser, einfache Fischgerichte, Suppen und Gemüse aus der Region. Typisch sind Gerichte mit Mais, Schwarzkohl und natürlich Haselnüssen.
Unbedingt probieren solltest du hamsi (Sardellen) in verschiedenen Varianten, wenn Saison ist, sowie Gerichte mit karalahana (Schwarzkohl) und Maisbrot. Als süßer Snack bieten sich Haselnussgebäck, helle Kuchen mit Nüssen und lokales Eis an – oft mit Blick auf das Meer.
Rezept-Idee für zu Hause: Ein einfacher Haselnuss-Kuchen im „Bulancak-Stil“: Rührteig mit gemahlenen Haselnüssen, etwas Zimt und einer dünnen Schicht Puderzucker obenauf. Beim Essen kannst du dir die Wellen an der Promenade vorstellen – und vielleicht den Bulancak-Song im Hintergrund laufen lassen.
Die Natur von Bulancak lebt von Kontrasten: vorne die offene Schwarzmeerküste, hinten Schluchten, Flusstäler und Hügel. Der Fluss Pazarsuyu mündet westlich der Stadt ins Meer und bringt kühles Wasser aus den Giresun-Bergen hinunter zur Küste. Entlang seines Tals liegen mehrere Dörfer, von denen aus du kurze Spaziergänge unternehmen kannst.
In den höher gelegenen Dörfern, etwa rund um Samugüney, Yeşiltepe oder İcilli, zeigen sich bei klarer Sicht weite Panorama-Blicke über die Hänge und das Meer. Schon eine kurze Fahrt ins Hinterland reicht, um aus der Küstenzone in eine stille Landschaft aus Wäldern, Feldern und Haselnussgärten zu wechseln.
Wer Ruhe sucht, sollte sich einen Nachmittag Zeit nehmen, um abseits der Hauptstraße an einem Flussufer oder in einem der Dörfer innezuhalten – ein idealer Ort, um durchzuatmen und auf andere Gedanken zu kommen.
Wie in vielen Schwarzmeerstädten gibt es auch in Bulancak regelmäßige Veranstaltungen, die den Jahresrhythmus begleiten. Religiöse Feiertage wie Ramadan und Opferfest werden mit Gebeten, Familienbesuchen und gemeinsamen Essen gefeiert – die Moscheen und Straßen füllen sich, und an der Promenade ist bis spät in die Nacht etwas los.
In den Sommermonaten organisiert die Stadt immer wieder Open-Air-Konzerte, Kulturabende und lokale Feste mit Musik, Tanz und Verkaufsständen. Haselnuss-Erntezeit bringt zusätzliche Energie in die Region: kleine Dorffeste, Treffen von Familien und Rückkehrerinnen und Rückkehrern aus anderen Städten oder dem Ausland sind dann typisch.
Feste Termine und Programme können sich von Jahr zu Jahr ändern – am besten schaust du vor deiner Reise auf die offiziellen Kanäle der Stadt oder fragst vor Ort in deinem Hotel nach aktuellen Veranstaltungen.
Die Geschichte von Bulancak ist eng mit der Schwarzmeerküste und den Handelswegen in Richtung Hinterland verbunden. Schon in früheren Jahrhunderten verliefen hier Routen, die Waren, Menschen und Ideen zwischen Meer, Bergen und Inneranatolien transportierten.
Viele historische Spuren sind im Stadtbild versteckt: Brunnen, Moscheen, alte Häuser und kleine Brücken in den Dörfern erzählen von vergangenen Zeiten, ohne dass sie immer als „klassische Sehenswürdigkeiten“ ins Auge springen.
Wie überall am Schwarzen Meer gibt es auch rund um Bulancak Erzählungen, die irgendwo zwischen Erinnerung und Legende schweben. Man hört sie am besten spätabends, wenn der Wind vom Meer her weht und der Tee schon fast kalt ist.
Eine beliebte Legende dreht sich um die Mündung des Pazarsuyu. Manche erzählen, der Fluss sei einst eifersüchtig auf das Meer gewesen, weil alle Lieder nur vom Schwarzen Meer handelten. In stürmischen Nächten, so heißt es, mischt der Fluss sein Wasser besonders heftig in die Wellen, um zu zeigen, dass auch er Teil dieser rauen Küstenwelt ist.
Eine andere Geschichte handelt von den Haselnussgärten. Ein junger Mann, der in die Ferne gezogen war, soll aus Sehnsucht nach seiner Heimat in den Bergen von Bulancak ein kleines Säckchen Erde und einige Haselnüsse mitgenommen haben. Egal wo er lebte, er pflanzte sie vor seinem Fenster. Wenn er starb, so heißt es, wehte ein Windstoß die Blätter seiner Haselnussbäume genau in Richtung Schwarzes Meer – als letzte Grußgeste zurück nach Bulancak.
Solche Legenden sind natürlich nicht historisch belegt – aber sie erzählen viel darüber, wie stark die Menschen hier mit Meer, Flüssen und Hängen verbunden sind.
Besonders eindrucksvoll ist die Sage um den „Gelin Kayası“ in einem der Dörfer des Landkreises. Man erzählt sich, eine junge Braut habe am Tag ihrer Hochzeit kalte Füße bekommen, weil sie ihr Dorf und das Meer nicht verlassen wollte. Sie sei zum Felsen gelaufen, habe noch einmal auf die Küste geblickt und sich gewünscht, für immer bei „ihrem“ Meer zu bleiben. Der Fels nahm ihren Wunsch wörtlich – und verwandelte sie in Stein.
Eine andere Erzählung stammt von alten Seefahrern aus Bulancak: Wenn sie nachts heimkehrten, sahen sie angeblich Lichtpunkte auf den Hängen – mal in Samugüney, mal in Yeşilhisar, mal in Küçükada. Sie glaubten, es seien die Feuer derjenigen, die im Ausland lebten und in Gedanken nach Hause leuchteten, damit die Schiffe den Weg zur Küste nie vergaßen.
Solche Sagen machen deutlich, wie sehr Heimat und Entfernung, Meer und Berge, Abreise und Rückkehr im Leben vieler Familien eine Rolle spielen – ein Motiv, das sich auch heute noch in Gesprächen wiederfindet.
Bulancak hat typisches Schwarzmeerklima: milde Winter, eher kühle Sommer und das ganze Jahr über eine gute Chance auf Regen. Im Sommer wird es meist angenehm warm, aber selten drückend heiß – ideal, wenn du keine extremen Temperaturen magst.
Als ideale Reisezeit gelten die Monate von Mai bis Oktober – je nachdem, ob du mehr Sonnenuntergänge am Meer oder nebelige Flusstäler und dramatische Wolkenstimmungen suchst.
Offizielle, ausgeschilderte Wanderwege sind rund um Bulancak noch selten, aber du kannst dir mit etwas Vorsicht eigene kleine Routen legen – am besten in Absprache mit Einheimischen oder deinem Hotel.
Festes Schuhwerk, Regenjacke und Respekt vor Feldern, Hunden und Privatgrundstücken sind wichtig. Wenn du unsicher bist, geh lieber nicht allein abseits der bewohnten Bereiche.
Die Uferpromenade von Bulancak ist teilweise gut begeh- und befahrbar, mit Bordsteinabsenkungen und relativ ebenen Wegen. Viele Cafés und Lokale liegen ebenerdig oder haben nur wenige Stufen, allerdings gibt es nicht überall konsequent barrierefreie Zugänge.
In den steileren Straßen und in den Dörfern kann es schnell uneben werden: Kopfsteinpflaster, steile Anstiege und schmale Wege. Wenn dir Komfort wichtig ist, lohnt es sich, eine Unterkunft in Küstennähe mit möglichst flachem Zugang zu wählen und Tagesausflüge gezielt zu planen.
Für Reisende, die nicht gut zu Fuß sind, hilft es, bei der Unterkunft vorab nach Aufzug, Stufen, Zimmerlage und Nähe zur Promenade zu fragen. Viele Gastgeber reagieren positiv, wenn du deine Bedürfnisse offen ansprichst.
Wenn du mit Rollstuhl, Gehhilfen oder anderen Mobilitätseinschränkungen nach Bulancak reist, sind ein paar Vorbereitungen hilfreich. Viele Hotels verfügen über Aufzüge, aber nicht alle bieten wirklich barrierefreie Zimmer oder Bäder. Frage gezielt nach „engelli odası“ und beschreibe kurz, was du brauchst (Dusche ohne hohe Kante, ausreichend Bewegungsfläche, Aufzug etc.).
Der Nahverkehr funktioniert vor allem über Dolmuş. Diese Kleinbusse sind nicht barrierefrei, können aber mit Unterstützung genutzt werden, wenn du nur kurze Strecken zurücklegst und Hilfe beim Ein- und Aussteigen hast. Für mehr Komfort kann ein Taxi oder ein privater Transfer sinnvoll sein.
Für Notfälle gilt in der ganzen Türkei die Nummer 112. In Giresun und Umgebung gibt es Krankenhäuser, die bei akuten Situationen helfen können. Nimm am besten eine Liste deiner Medikamente in englischer oder türkischer Übersetzung mit und speichere wichtige Nummern im Handy.
Respektiere beim Fotografieren die Privatsphäre der Menschen – ein kurzes Handzeichen oder ein freundlich gefragtes „Foto çekebilir miyim?“ wird fast immer positiv beantwortet.
Für medizinische Notfälle ist in der gesamten Türkei die Nummer 112 zuständig. In und um Bulancak gibt es Gesundheitseinrichtungen und Apotheken; größere Krankenhäuser befinden sich in der Provinzhauptstadt Giresun und in Ordu.
Apotheken (eczane) sind gut erkennbar und helfen auch bei kleineren Problemen wie Kopfschmerzen, Erkältungen oder kleineren Verletzungen. Es lohnt sich, eine kleine Reiseapotheke dabei zu haben, besonders wenn du in abgelegenere Dörfer oder zum Wandern aufbrichst.
Wie immer auf Reisen empfehlen sich eine Auslandsreisekrankenversicherung, das Mitführen wichtiger Medikamente im Handgepäck und ein Screenshot der Versicherungsnummer auf dem Handy.
In Bulancak findest du eine Mischung aus kleinen Geschäften entlang der Hauptstraße, Supermärkten und traditionellen Märkten, auf denen Obst, Gemüse, Käse, Oliven und natürlich Haselnüsse angeboten werden. Ein Besuch auf dem Wochenmarkt gehört fast zum Pflichtprogramm – hier spürst du, wie der Landkreis kulinarisch tickt.
Typische Mitbringsel sind Haselnüsse in verschiedenen Formen, lokaler Honig, getrocknete Kräuter und gelegentlich selbstgemachte Marmeladen oder eingelegte Spezialitäten aus den Dörfern. Auch einfache Haushaltswaren und Textilien haben ihren Charme, wenn du den Alltag magst.
Wichtiger Hinweis: In der Türkei ist es völlig normal, dass dich Ladenbesitzer freundlich ansprechen und in den Laden einladen. Das ist Teil der Gastfreundschaft. Wenn das Ansprechen aber sehr aufdringlich wird, Preise unrealistisch hoch erscheinen oder du dich unwohl fühlst, kannst du das Angebot höflich ablehnen oder weitergehen. Freundliches Ansprechen ist normal – aggressive Anwerbung ist ein Zeichen für eine mögliche Touristenfalle.
Eine typische Besonderheit von Bulancak ist das berühmte „Vier-Jahreszeiten-an-einem-Tag“-Gefühl: Morgens Nebel, mittags Sonne, nachmittags ein kurzer Schauer und abends klare Luft – und das alles, während im Hintergrund der Verkehr an der Küstenstraße vorbeirauscht.
Skurril wirkt manchmal auch die Kombination aus Meer und Haselnuss: Du stehst am Strand und blickst zurück – und direkt hinter der Stadt steigen die Hänge mit dicht bepflanzten Haselnussgärten hoch. Viele Besucher überrascht, wie schnell du von der Küste in eine fast alpin wirkende Hügellandschaft wechselst.
Außerdem erzählen Einheimische gern von Verwandten in Deutschland, Holland oder anderen Ländern. Manchmal sitzt du keine fünf Minuten im Café, und schon entsteht ein Gespräch über Auswanderung, Heimkehr und die Frage, warum man trotz aller Entfernung doch immer wieder nach Bulancak zurückkommt.
Viele dieser Orte sind offiziell keine „Sehenswürdigkeiten“ im klassischen Sinn – gerade deshalb wirken sie so natürlich und lebendig.
Am bequemsten ist die Anreise über den Flughafen Ordu-Giresun und weiter mit Bus, Dolmuş oder Mietwagen entlang der Küstenstraße. Von Giresun selbst fahren regelmäßig Dolmuşse in Richtung Bulancak.
Für einen ersten Eindruck reichen 1–2 Tage. Wenn du auch die Dörfer, Flusstäler und Haselnussgärten erkunden möchtest, sind 3–4 Tage entspannter.
Es gibt Küstenabschnitte, an denen gebadet wird. Die Bedingungen hängen aber stark von Wetter und Wellen ab. Frag vor Ort nach sicheren Stellen und beachte Hinweisschilder sowie Empfehlungen der Einheimischen.
Ja, besonders für Familien, die authentischen Alltag mögen: Spaziergänge am Meer, Märkte, kleine Ausflüge in Dörfer. Für reine Strandferien mit viel Infrastruktur sind andere Orte besser geeignet.
Innerhalb der Stadt kommst du viel zu Fuß weiter. Für Dörfer und das Hinterland kannst du Dolmuş nutzen oder dir für einzelne Tage ein Taxi bzw. Auto organisieren.
Subjektiv wirkt Bulancak wie viele türkische Städte am Schwarzen Meer: lebendig, aber eher ruhig. Übliche Vorsicht reicht in der Regel aus – Wertsachen nicht unbeaufsichtigt lassen und nachts in unbekannten Gegenden aufmerksam bleiben.
Der Landkreis Bulancak umfasst sowohl städtische Mahalle als auch viele Dörfer im Hinterland. Hier findest du eine vollständige Übersicht mit kurzen Beschreibungen: