Şarkışla – Heimat von Âşık Veysel in der anatolischen Hochebene

Şarkışla – Herz der Hochebene

Version 1 (6:04) – ruhiger, moderner Schlager über die Hochebene von Şarkışla, Dorfleben, weite Felder und die leise Präsenz von Âşık Veysel.

Version 2 (5:34) – etwas kompakter und druckvoller im Refrain, ideal für die Anfahrt über die Landstraße Richtung Şarkışla.

„Şarkışla, Herz der Hochebene / wo die Sonne tief im Abend brennt …“

Zwischendurch klingt sogar deine Reisequelle an, ganz unaufdringlich im Text eingebaut: „Und ich flüster leise in den Wind: Danke, Türkei regional Punkt com, dass ich diesen Ort gefunden hab …“

Der Refrain holt immer wieder den Namen des Landkreises zurück – perfekt, um die Strecke nach Şarkışla mit einem eigenen musikalischen Motiv zu verbinden.

So hörst du den Şarkışla-Song am besten

  • Starte den Song, sobald du von Sivas aus auf die Landstraße Richtung Şarkışla abbiegst – die weite Hochebene passt perfekt zum Refrain.
  • Im Ort selbst: Lass die Musik leise laufen, wenn du über den Platz läufst, an Teehäusern vorbeikommst und dir das Alltagsleben anschaust.
  • Besonders stimmungsvoll ist der Song, wenn du am Abend irgendwo oberhalb des Ortes stehst und die Lichter von Şarkışla unter dir aufgehen.
  • Auf dem Rückweg kannst du Version 2 hören – etwas knackiger, wenn du mit vielen Eindrücken im Kopf wieder Richtung Sivas fährst.

Tipp: Spiel den Song schon einen Tag vor der Reise zu Hause an – so verknüpfst du die Melodie mit der Vorfreude auf Şarkışla.

Charakter von Şarkışla: Weite Hochebene, ruhige Straßen, das Echo von Âşık Veysels Liedern und ein Alltag, der sich nicht aus der Ruhe bringen lässt.

Anatolische Hochebene Heimat von Âşık Veysel Landstraßen & Dorfwege Teehäuser & Dorfleben

Şarkışla ist kein Ort für „schnell mal vorbeischauen“, sondern ein Landkreis, den man langsam entdecken muss: mit Zeit für Gespräche, für Staub auf der Landstraße und für den Moment, in dem plötzlich ein Lied von Âşık Veysel in deinem Kopf anfängt zu laufen.

Der Landkreis Şarkışla liegt im Süden der Provinz Sivas und wirkt wie eine eigene kleine Welt auf der anatolischen Hochebene. Die Landschaft ist weit, offen und ehrlich: Felder, leichte Hügel, vereinzelte Baumreihen, Dörfer, die im Sommerstaub flimmern und im Winter tief im Schnee stecken. Wer hierher kommt, sucht keine spektakulären Postkartenmotive, sondern das Gefühl, in den Rhythmus eines ruhigen anatolischen Tages einzutauchen.

Im Zentrum des Landkreises steht die gleichnamige Stadt Şarkışla. Sie ist Verwaltungssitz, Einkaufsort, Treffpunkt für die umliegenden Dörfer – und gleichzeitig ein Ort, an dem du schnell merkst, dass vieles noch über den persönlichen Kontakt funktioniert. Auf dem Platz vor den Teehäusern, in den kleinen Läden, auf dem Markt und in den Seitenstraßen spielt sich das Leben ab. Autos kommen und gehen, Minibusse bringen Menschen aus den Dörfern, Kinder laufen zwischen den Geschäften hin und her.

Geschichtlich gehört Şarkışla zu dem großen Bogen der Sivas-Region: Hethiter, Perser, Römer, Byzanz, Seldschuken, Osmanen – viele Mächte haben diese Hochebene genutzt, um Heere, Händler und Karawanen durchzuschicken. Heute erinnert eher die Stimmung als konkrete Monumente an diese Schichten: alte Friedhöfe, Höfe mit jahrzehntealten Mauern und die Tatsache, dass hier jeder Ort eine Geschichte hat, die man dir erzählen kann, wenn du dich dazusetzt und zuhörst.

Besonders bekannt ist die Region als Heimat des Volkssängers Âşık Veysel. Sein Dorf Sivrialan gehört zum Landkreis Şarkışla; die Geschichten über ihn, seine Lieder und seine „lange, schmale Straße“ sind hier keine Folklore aus dem Schulbuch, sondern gefühlter Teil der Identität. In vielen Gesprächen taucht sein Name auf – fast so, als würde er noch irgendwo auf einer Bank sitzen und leise die Saz stimmen.

Wirtschaftlich ist Şarkışla vor allem von Landwirtschaft, Viehzucht und kleinem Handel geprägt. Getreide, Futterpflanzen, gelegentlich Kartoffeln oder Hülsenfrüchte bestimmen die Felder; Schaf- und Rinderherden gehören fest zum Bild dieser Hochebene. In der Stadt ergänzen Werkstätten, kleine Dienstleistungsbetriebe und der Handel mit Vieh und landwirtschaftlichen Produkten das Bild.

Wer Şarkışla besucht, erlebt keinen touristisch inszenierten Landkreis, sondern ein Stück gelebte anatolische Realität. Genau das macht den Reiz aus: Du kommst als Gast, aber wenn du dir Zeit nimmst, gehst du mit Geschichten, Gesichtern und Momenten, die viel länger bleiben als ein Foto auf dem Handy.

Die wichtigste kulturelle „Marke“ von Şarkışla ist ohne Frage Âşık Veysel. Seine Lieder, sein Lebensweg und seine Verse begleiten die Region bis heute. In Gesprächen mit Älteren wirst du immer wieder auf ihn angesprochen; viele Sätze beginnen mit „Veysel derdi ki…“. Doch Kultur in Şarkışla ist mehr als ein Name: Sie steckt im Tee, im Gruß auf der Straße, in der Art, wie man Gäste empfängt.

Hochzeiten sind nach wie vor große, gemeinschaftliche Ereignisse. Halay, Volkslieder und traditionelle Speisen mischen sich mit moderner Musik und Smartphone-Videos. Religiöse Feiertage, Kandil-Abende und Ramadannächte bringen Familien zusammen – oft kehren dann Menschen zurück, die sonst in Sivas, Ankara oder Istanbul leben. Die Verbindung zum Herkunftsdorf bleibt stark.

Auch die Erzählkultur spielt eine Rolle: Abends im Teehaus, auf der Bank vor dem Haus oder im Schatten eines Baumes werden alte Geschichten wiederholt, neu ausgeschmückt oder mit aktuellen Anekdoten verwoben. So entstehen lebendige „Alltagssagas“, die du nirgendwo nachlesen kannst – du musst sie hören.

Şarkışla ist kein Action-Ziel, sondern ein Ort für entschleunigtes Entdecken. Du kannst durch den Ortskern spazieren, Moscheen und kleine Parks besuchen, auf den Platz vor den Teehäusern setzen und einfach zuschauen, wie der Tag läuft. Das klingt schlicht – ist aber genau das, was viele Gäste als tiefe Erfahrung beschreiben.

Mit dem Auto oder Taxi erreichst du die umliegenden Dörfer und Hügel. Kleine Abzweigungen führen dich zu Aussichtspunkten, an denen du weit über die Ebene blickst. Wer fotografiert, findet überall Motive: ein alter Traktor, eine staubige Dorfstraße, Wäsche auf den Balkonen, Kinder, die auf dem Platz spielen.

Wenn dich Geschichte interessiert, kannst du gezielt nach Spuren älterer Bausubstanz, alten Friedhöfen oder Dorfmoscheen fragen. Vieles ist nicht museal aufbereitet, aber gerade dadurch authentisch – und mit ein paar Worten Türkisch oder einem Dolmetscher an deiner Seite öffnen sich schnell Türen.

1-Tages-Route – Şarkışla zum Kennenlernen

  1. Vormittag: Ankunft in Şarkışla, kurze Runde durch das Zentrum, erster Tee im Kaffeehaus, Besuch von Moschee und Markt.
  2. Mittag: Mittagessen in einem einfachen Lokanta – Tagesgericht, Suppe, dazu frisches Brot. Ideal, um in die lokale Küche einzusteigen.
  3. Nachmittag: Fahrt oder Spaziergang zu einem nahe gelegenen Hügel, von dem du auf Stadt und Hochebene blicken kannst. Hier passt der Refrain des Songs besonders gut.
  4. Abend: Noch einmal in den Ort zurück, ein zweiter Tee, ein Spaziergang durch die nun ruhigeren Straßen, bevor du die Nacht in einer Pension oder im Hotel verbringst.

2-Tages-Route – Şarkışla & Sivrialan (Âşık Veysel)

  1. Tag 1: Schwerpunkt Şarkışla-Stadt, wie oben – mit viel Zeit für Gespräche, Beobachtungen und Fotos.
  2. Tag 2: Ausflug in die Dörfer, insbesondere Richtung Sivrialan, um die Landschaft zu erleben, die eng mit Âşık Veysels Biografie verbunden ist. Unterwegs immer wieder kurze Stopps an Aussichtspunkten.

Halte deinen Tagesplan bewusst locker: In Şarkışla sind es oft die spontanen Teeeinladungen und Gespräche, die den Tag unvergesslich machen.

In einem ländlichen Landkreis wie Şarkışla bedeutet Nachhaltigkeit vor allem: Respekt vor den Menschen, ihrer Arbeit und der Natur. Kaufe, wenn möglich, lokal – Käse, Joghurt, Honig, Gemüse und Brot stammen oft direkt aus der Region.

Halte dich an Wege, frage im Zweifel nach, bevor du über Felder oder Weiden läufst, und lass keinen Müll zurück. Offenes Feuer ist in der trockenen Hochebene heikel; halte dich an lokale Hinweise und verzichte im Zweifel darauf.

Şarkışla passt perfekt zu Reisenden, die die Türkei jenseits der großen Städte und Strände erleben möchten: Roadtrip-Fans, Kultur- und Musikliebhaber, Fotografinnen, Menschen mit Wurzeln in der Region und alle, die Ruhe statt Entertainment suchen.

Für Familien mit Kindern funktioniert Şarkışla gut, wenn du es als ruhige Station mit einplanst: Platz zum Spielen, viel frische Luft, wenig Verkehr – aber kein klassisches Kinder-Animationsprogramm. Wer Party, Clubs und Nachtleben sucht, ist hier am falschen Ort.

Die Küche im Landkreis Şarkışla ist typisch anatolisch: sättigende Eintöpfe, Fleischgerichte, viel Brot, Joghurt und einfache, aber ehrliche Aromen. In den Lokantas im Zentrum bekommst du oft ein Tagesmenü mit Suppe, Hauptgericht und Tee.

Rezept-Idee: Linseneintopf im Şarkışla-Stil

Grüne Linsen mit Zwiebeln, etwas Tomatenmark, Paprika und ein wenig Fleisch oder Wurststücken langsam schmoren lassen, dazu eine kräftige Brühe und am Ende frische Petersilie. Serviert mit dick geschnittenem Weißbrot schmeckt das nach einem typischen Wintertag in Şarkışla.

Spezielle regionale Süßspeisen oder Pasten können sich je nach Dorf unterscheiden – frag einfach nach „ev yemekleri“ (Hausessen) und lass dir empfehlen, was an dem Tag besonders ist.

Die Natur in Şarkışla ist auf den ersten Blick unspektakulär – auf den zweiten Blick aber voller Nuancen. Wer morgens früh hinausfährt, erlebt Nebel über Feldern, rötliches Licht auf Hügeln und das ferne Bellen von Hunden oder Rufen von Hirten.

Je nach Jahreszeit wechseln die Farben von frischem Grün im Frühjahr über Gold- und Ockertöne im Sommer und Herbst bis zu klaren, stillen Winterlandschaften. Für Spaziergänger, Wandernde und Fotografen ist die Hochebene eine Bühne, auf der das Licht die Hauptrolle spielt.

Neben religiösen Feiertagen und klassischen Dorffesten gibt es in der Region immer wieder Veranstaltungen mit Bezug zu Âşık Veysel und zur Volksmusik. Ob kleine Gedenkfeier, kultureller Abend oder Konzert: Viele Termine erfährst du eher über Mundpropaganda als über Plakate.

Frage in deiner Unterkunft oder im Teehaus nach, ob während deines Aufenthalts etwas Besonderes geplant ist. Gerade in den Sommermonaten lohnt es sich, ein offenes Ohr zu haben – manchmal entsteht ein ganzer Abend mit Live-Musik aus einer einzigen Saz, die plötzlich gespielt wird.

  • Frühe Zeiten: Die Region rund um Sivas war schon in hethitischer und römischer Zeit besiedelt – die Hochebene war strategisch wichtig und diente als Durchzugsraum.
  • Mittelalter: Seldschuken und später anatolische Beyliks prägten das Gebiet, Karawanen zogen über Routen, die zum Teil noch heute als Landstraßen genutzt werden.
  • Osmanische Zeit: Şarkışla entwickelte sich zu einem ländlichen Verwaltungs- und Marktzentrum; Landwirtschaft und Viehhandel dominierten das Wirtschaftsleben.
  • 20. Jahrhundert: Mit Straßenbau, Schulen und moderner Verwaltung veränderte sich der Alltag – gleichzeitig blieb die Bindung an Dorf und Land stark.
  • Âşık Veysel: Der berühmte Volksdichter und Musiker machte die Region weit über Anatolien hinaus bekannt; sein Name ist bis heute untrennbar mit Şarkışla verbunden.

Die „Schätze“ von Şarkışla sind selten ausgeschildert. Es sind kleine Aussichtspunkte, an denen du plötzlich den Ort zu deinen Füßen siehst, Ruhebänke an Dorfmoscheen, an denen dir jemand ungefragt Tee anbietet, oder Feldwege, die an einem Bach enden, an dem niemand sonst ist.

Oft sind es genau diese Plätze, an denen du den Song leise im Hintergrund laufen lassen kannst – und merkst, dass Hochebene, Musik und Moment auf einmal perfekt zusammenpassen.

Wie in vielen Teilen Anatoliens ranken sich auch um Şarkışla zahlreiche Legenden: von heiligen Quellen, an denen Wünsche in Erfüllung gehen sollen, von Bäumen, die nicht gefällt werden dürfen, oder von Dörfern, in denen ein alter Musiker angeblich nie einen falschen Ton gespielt hat.

Besonders in Dörfern rund um Sivrialan hört man Geschichten, in denen Wirklichkeit und Mythos rund um Âşık Veysel verschwimmen. Erzählungen, wie seine Saz Menschen tröstete, wie er in dunklen Zeiten Licht brachte – das alles gehört zum inoffiziellen „Mythos Şarkışla“.

In den langen Winternächten werden in Şarkışla und seinen Dörfern Geschichten erzählt, die irgendwo zwischen Realität und Sage liegen: von Hirten, die im Schneesturm den Weg zurückfinden, von verlorenen Reisenden, denen ein Licht den richtigen Pfad gezeigt haben soll, oder von Dörfern, in denen jeder Fremde automatisch als Gast gilt.

Wenn du die Gelegenheit hast, bei einer solchen Erzählrunde dabei zu sein, nimm sie wahr – auch wenn du nicht jedes Wort verstehst. Tonfall, Gestik und die Reaktionen der Zuhörer erzählen dir oft mehr als ein Übersetzungsprogramm.

Şarkışla hat ein ausgeprägt kontinentales Klima: Sommer können heiß und trocken sein, Winter kalt und schneereich. Gerade im Winter verwandeln Schnee und klare Luft die Hochebene in eine beeindruckende, aber anspruchsvolle Landschaft.

Als angenehmste Reisezeit gelten Frühling und Herbst. Dann sind die Temperaturen moderat, das Licht weich, und die Landschaft zeigt besonders schöne Farben – ideal für Roadtrips, Spaziergänge und Fototouren.

  • Hügelrunde oberhalb des Zentrums: Leichte Tour zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Şarkışla und die umliegenden Felder – perfekt für Sonnenuntergang und Song im Ohr.
  • Dorfspaziergänge: Kurze Runden durch ausgewählte Dörfer entlang von Feldern, Gehöften und kleinen Wasserläufen, mit viel Gelegenheit für Fotos und Gespräche.
  • Emlek-Region: Ausgedehntere Touren in Richtung Emlek-Dörfer, bei denen du die Verbindung zur Musiktradition der Region besonders spürst.

Die Wege sind selten markiert; eine Offline-Karte, etwas Orientierungssinn und Respekt vor Privatgrundstücken sind Pflicht.

Die Infrastruktur in Şarkışla ist funktional, aber nicht konsequent barrierefrei geplant. Im Zentrum gibt es teilweise breitere Gehwege und relativ ebene Straßen, allerdings mit Bordsteinkanten und gelegentlich ungleichmäßigen Belägen.

Neuere öffentliche Gebäude oder Hotels können Rampen und Aufzüge haben, ältere Bauten hingegen sind oft nur über Treppen zugänglich. Wer auf Rollstuhl oder Gehhilfen angewiesen ist, sollte Unterkünfte und wichtige Anlaufpunkte unbedingt im Vorfeld konkret nach ihrer Zugänglichkeit fragen.

Barrierefreie Zimmer, rollstuhlgerechte Bäder und durchgehend stufenfreie Zugänge sind im Landkreis eher die Ausnahme. Nutze daher bei der Planung direkt den Kontakt zu deiner Unterkunft und frage nach Fotos von Zimmer, Bad und Eingangssituation.

Der öffentliche Verkehr basiert überwiegend auf Minibussen (Dolmuş), die selten barrierefrei sind. Eine Anreise mit eigenem Auto oder organisiertem Transfer erhöht den Komfort deutlich. Nimm, wenn nötig, Hilfsmittel wie tragbare Rampen, rutschfeste Matten oder zusätzliche Begleitung mit.

  • Blick von den Hügeln über dem Zentrum: Die Stadt eingebettet in Felder und Hochebene – besonders schön im Abendlicht.
  • Dorfstraßen: Staubige Gassen, alte Türen, Traktoren und spielende Kinder – ideal für authentische Alltagsmotive.
  • Lokale Märkte und Viehhandel: Farben, Gesten und Gesichter, die du respektvoll und diskret fotografieren solltest.
  • Sivrialan & Umgebung: Landschaften, die man automatisch mit den Liedern von Âşık Veysel verbindet.

Im Zentrum von Şarkışla findest du grundlegende medizinische Versorgung und Apotheken. Für komplexere Untersuchungen oder Behandlungen wirst du in der Regel nach Sivas-Stadt überwiesen.

Die landesweite Notrufnummer ist 112. Bewahre eine Liste mit wichtigen Kontakten (Unterkunft, Botschaft/Konsulat, Versicherung) im Handy und zusätzlich analog auf.

In Şarkışla gibt es keine großen Malls, aber alles, was man im Alltag braucht: Bäckereien, Metzgereien, Gemüseläden, kleine Märkte und Läden mit Haushaltswaren. Besonders schön sind lokale Produkte wie Käse, Joghurt, Honig oder selbst gemachte Marmeladen.

Hinweis: In der Türkei ist es normal, dass Restaurant- oder Ladenbesitzer dich freundlich ansprechen, dir die Karte zeigen oder dich zu einem Tee einladen – das gehört zur Gastfreundschaft. Wenn der Ton jedoch sehr aggressiv, aufdringlich oder unangenehm wird, ist das ein klares Zeichen für eine Touristenfalle. In solchen Fällen einfach höflich, aber bestimmt ablehnen und weitergehen.

Je länger du bleibst, desto mehr liebenswerte Besonderheiten fallen dir auf: der eine Traktor, der immer zur gleichen Zeit durch den Ort fährt, die Teestube, in der alle gleichzeitig das gleiche Fußballspiel schauen, oder die handgeschriebenen Schilder kleiner Läden.

Vielleicht erlebst du auch, wie jemand spontan die Saz holt und ein Lied anstimmt – und auf einmal ist der ganze Raum still, weil jede Zeile sitzt. Solche Momente gibt es nicht im Reisekatalog, aber genau deswegen lohnt sich Şarkışla.

  • Şarkışla-Stadtzentrum: Platz, Moscheen, Teehäuser und Alltagsszenen als lebendiges „Freilichtmuseum“.
  • Sivrialan: Dorf, das eng mit dem Leben und Werk von Âşık Veysel verbunden ist.
  • Dörfer der Emlek-Region: Kleine Siedlungen mit starker Musik- und Erzähltradition.
  • Hügel und Aussichtspunkte rund um den Ort: Panorama über Hochebene und Ort, ideal bei Sonnenauf- oder -untergang.
  • Kleine Bänke neben Dorfmoscheen, von denen aus du aufs Tal blickst.
  • Ruhige Feldwege, die zu kleinen Wasserläufen oder Quellen führen.
  • Teestuben, in denen abends spontan Musik gemacht wird.
  • Dörfer, in denen die Zeit gefühlt langsamer läuft und jedes „Merhaba“ ein echtes Lächeln mitbringt.

Wie viele Tage sollte ich für Şarkışla einplanen?
Für einen ersten Eindruck reicht ein voller Tag. Wenn du auch Dörfer und die Umgebung von Sivrialan in Ruhe sehen möchtest, sind zwei bis drei Tage ideal.

Brauche ich ein Auto?
Für das Stadtzentrum nicht, für Dörfer und Aussichtspunkte ist ein Auto oder organisierter Transfer aber sehr empfehlenswert.

Ist Şarkışla sicher für Individualreisende?
Ja, der Landkreis gilt als ruhig und sicher. Wie überall solltest du übliche Vorsicht walten lassen, aber große Sorgen sind nicht nötig.

Lohnt sich Şarkışla auch im Winter?
Im Winter ist die Region landschaftlich sehr eindrucksvoll, aber du musst mit Kälte, Schnee und möglicherweise erschwerten Straßenbedingungen rechnen.

  • Şarkışla (Zentrum): Verwaltungssitz, Marktplatz, Teehäuser, Schulen und die meisten Geschäfte – hier spielt sich das urbane Leben des Landkreises ab.
  • Sivrialan: Dorf mit besonders starkem Bezug zu Âşık Veysel, häufig Teil thematischer Routen zu seinem Leben und Werk.

Daneben prägen zahlreiche kleinere Dörfer und Weiler das Bild des Landkreises – weiter unten findest du eine vollständige Liste mit Kurzbeschreibungen.

Der Landkreis Şarkışla besteht aus dem Stadtzentrum mit mehreren Stadtvierteln (Mahalle) und zahlreichen Dörfern. Unten findest du alle laut aktueller Verwaltungsliste geführten Mahalle und Dörfer, jeweils mit einer kurzen Charakterbeschreibung.

Mahalle (Stadtviertel von Şarkışla)

  • Bahçelievler Mahallesi: Wohnviertel mit vielen Einfamilienhäusern und kleineren Apartmentblocks, typisch städtischer Alltag.
  • Çiçekli Mahallesi: Viertel mit eher lockerer Bebauung und Gärten, passend zum blumigen Namen.
  • Damlaca Mahallesi: Ruhige Wohngegend, in der das Leben gemächlich zwischen Wohnhäusern, kleinen Läden und Seitenstraßen fließt.
  • Doğu Mahallesi: Östlich gelegener Stadtteil mit Mischbebauung, teils älteren, teils neueren Häusern.
  • Esentepe Mahallesi: Etwas höher gelegenes Viertel mit Blick auf Teile der Stadt und viel Alltagsverkehr.
  • Gültekin Mahallesi: Wohnviertel mit dichterer Bebauung, kleinen Märkten und typischem Stadtleben.
  • İstiklal Mahallesi: Stadtteil mit gemischter Nutzung – Wohnen, kleine Geschäfte, Dienstleister.
  • Kale Mahallesi: Viertel in der Nähe höherer Punkte/Strukturen, traditionell ein Bezug zur „Burg“-Lage.
  • Kandemir Mahallesi: Kleineres Wohngebiet mit Nachbarschaftscharakter und kurzen Wegen ins Zentrum.
  • Karşıyaka Mahallesi: Wörtlich „Gegenufer“ – ein Viertel auf der „anderen Seite“ des Ortskerns, mit eigenem kleinen Zentrum.
  • Kayalıyokuş Mahallesi: Viertel an einem Hang („yokuş“) mit teils steileren Straßen und schöner Aussicht.
  • Pınarönü Mahallesi: Stadtteil nahe älterer Wasser- oder Quellenlagen, mit gemischter Wohnbebauung.
  • Sağır Mahallesi: Mahalle mit eher lockerer Bebauung, Übergang Richtung ländlicher Rand.
  • Yeni Mahallesi: „Neues“ Viertel mit vergleichsweise jüngerer Bebauung und moderneren Wohnhäusern.
  • Yıldırım Mahallesi: Größeres, lebhaftes Wohnviertel mit vielen Wohnungen und dichterem Verkehr.
  • Yukarı Mahallesi: Oberhalb gelegener Stadtteil mit leicht erhöhter Lage und Blick auf andere Teile Şarkışlas.

Dörfer im Landkreis Şarkışla

  • Abdallı: Landwirtschaftlich geprägtes Dorf mit Feldern und typischem Hochebenen-Alltag.
  • Ahmetli: Klassisches anatolisches Dorf mit engem Gemeinschaftsgefühl und ruhigen Straßen.
  • Akçakışla: Dorf mit Hochebenen-Charakter und weitem Blick über Felder und Hügel.
  • Akçasu: Siedlung in der Nähe kleiner Wasserläufe und landwirtschaftlicher Flächen.
  • Alaçayır: Weitläufiges Dorf mit Wiesen und Weiden – perfekt für einen Eindruck vom Landleben.
  • Alaman: Kleiner Ort mit traditioneller Dorfstruktur, umgeben von Feldern.
  • Alıkören: Dorf mit enger Nachbarschaft, in dem man schnell als Gast wahrgenommen wird.
  • Arıklar: Ländliche Siedlung mit Feldern, einfachen Häusern und viel Himmel.
  • Bağlararası: Dorf mit Gärten und kleineren Anbauflächen rund um die Häuser.
  • Bahçealan: Wie der Name sagt, von Gärten und Anbauflächen geprägter Ort.
  • Baltalar: Kleines Dorf mit typischer Steinhaus- und Hofstruktur.
  • Başağaç: Siedlung mit Bäumen und Höfen, ideal für kurze Spaziergänge.
  • Başören: Traditionelles Dorf mit klarer Dorfmitte und ländlichem Alltag.
  • Benlihasan: Ort mit starkem Dorfgemeinschaftsgefühl, umgeben von Feldern.
  • Beyyurdu: Dörfliche Siedlung mit einfachen Häusern und klassischer Hochebenen-Atmosphäre.
  • Bozkurt: Dorf mit weitläufigem Umland und Blick auf die Hochebene.
  • Burnukara: Ländlicher Ort mit Feldern, Viehhaltung und ruhigem Alltag.
  • Büyüktopaç: Größeres Dorf mit verstreuter Bebauung und landwirtschaftlicher Prägung.
  • Büyükyüreğil: Weitläufiges Dorfgebiet mit Höfen und Weiden.
  • Canabdal: Siedlung mit enger Dorfgemeinschaft; Felder und Gärten prägen das Bild.
  • Çamlıca: Dorf mit Baumbestand und typischen Dorfhäusern, angenehm für einen Spaziergang.
  • Çanakçı: Kleine Siedlung mit Landwirtschaft und ruhigen Dorfwegen.
  • Çatalyol: Dorf an einer Wegkreuzung („Gabelung“), oft Durchgangspunkt kleiner Routen.
  • Çekem: Ländlicher Ort mit überschaubarer Bebauung und Feldern.
  • Çiçekliyurt: Blühender Name und ländliche Umgebung – besonders im Frühling reizvoll.
  • Demirboğa: Klassisches Hochebenen-Dorf mit einfachen Häusern und viel Himmel.
  • Demirköprü: Dorf in der Nähe einer wichtigen Brücken- oder Übergangssituation.
  • Dikili: Siedlung mit leicht erhöhter Lage und Blick auf Felder und Täler.
  • Dökmetaş: Ort mit steiniger Umgebung, typisch für Teile der anatolischen Hochebene.
  • Döllük: Kleines Dorf mit enger Gemeinschaft und ruhigem Bild.
  • Elmalı: Ort, dessen Name auf Obstbäume hinweist; ländliche, grüne Umgebung.
  • Emlakkaracaören: Dorf mit historisch gewachsenem Kern und landwirtschaftlichem Umfeld.
  • Fakılı: Klassisches Bauern- und Hirtendorf mit traditionellen Strukturen.
  • Faraşderesi: Siedlung in der Nähe eines Tals oder Baches, geprägt von Natur.
  • Gaziköy: Dorf mit traditioneller Architektur und ländlichem Alltag.
  • Gücük: Kleine Siedlung mit wenigen Häusern und viel Ruhe.
  • Gülören: Dorf mit Gärten und kleinen Feldern, besonders im Frühling farbig.
  • Gümüştepe: Ort in leicht erhöhter Lage, mit glänzenden Hängen im Sonnenlicht.
  • Hardal: Name mit Würze – ländliches Dorf, Felder und offene Landschaft.
  • Harunköy: Klassisches anatolisches Dorf mit enger Nachbarschaftskultur.
  • Hocabey: Ort mit traditioneller Dorfbebauung, eventuell mit älteren religiösen Bezugspunkten.
  • Hüyükköy: Dorf in der Nähe eines Hügels („Hüyük“), mit weiter Sicht in die Umgebung.
  • İğdecik: Siedlung mit Feldern und einigen Bäumen; ruhiger, ländlicher Alltag.
  • İğdeliören: Dorf mit kleinteiligen Feldern und typischer Hochebenen-Atmosphäre.
  • İğecik: Kleine Siedlung, in der Landwirtschaft und Tierhaltung dominieren.
  • İlyashacı: Dorf mit traditioneller Dorfstruktur und engen sozialen Beziehungen.
  • Kahvepınar: Siedlung in der Nähe einer Quelle – ideal für kurze Pausen im Schatten.
  • Kalecik: Ort nahe erhöhter Punkte, der Name verweist auf „kleine Burg“ oder Hanglage.
  • Kaleköy: Dorf mit historischer oder topografischer Verbindung zu einer Burglage.
  • Kapaklıpınar: Siedlung mit Quelle bzw. Wasserstelle in der Nähe.
  • Karacaören: Dorf mit älteren Bauten und traditioneller Hofstruktur.
  • Karakuz: Ländlicher Ort mit Feldern und Weideland rundherum.
  • Kavak: Dorf mit Pappelbäumen („Kavak“) im Ortsbild.
  • Kayapınar: Ort in Felsnähe, oft mit Quellen und ländlicher Umgebung.
  • Kaymak: Kleine Siedlung mit typischer Dorfstruktur und Feldern.
  • Kazancık: Dorf mit überschaubarer Bebauung und Feldern im Umland.
  • Kevenli: Ländliches Dorf, dessen Name auf typische Steppenpflanzen verweist.
  • Kılıççı: Siedlung mit klassischer Hof- und Felderstruktur.
  • Kışlaköy: „Winterdorf“ – historisch möglicherweise Winterweideplatz, heute normales Dorf.
  • Kızılcakışla: Dorf mit rötlich gefärbter Erde oder Hängen, wie der Name andeutet.
  • Konakyazı: Ländlicher Ort mit Streubebauung und Feldern.
  • Konalga: Siedlung, deren Name auf Rast- oder Aufenthaltsplatz hindeutet.
  • Kömürkaya: Dorf in steinigem Gelände mit knapper Vegetation.
  • Küçüktopaç: Kleineres Dorfgebiet mit landwirtschaftlicher Prägung.
  • Küçükyüreğil: Kleine Variante eines größeren Dorfes – enge Gemeinschaft, wenige Häuser.
  • Kümbet: Siedlung nahe Hügeln oder älteren Strukturen mit traditioneller Bebauung.
  • Maksutlu: Dorf mit klassischem Hochebenen-Charakter und Feldern.
  • Mengensofular: Siedlung mit dörflicher Struktur und ruhigem Alltag.
  • Mescit: Dorf mit Gebetsstätte als Mittelpunkt und ländlichem Umfeld.
  • Mezraa: Streusiedlung bzw. Weiler mit Feldern und Höfen.
  • Oluktaş: Ort, dessen Name auf Fels- und Rinnenstrukturen hindeutet.
  • Ortaköy: „Gemeinschaftsdorf“ – zentrale Lage im ländlichen Gefüge.
  • Ortatopaç: Dorf mit Streuhöfen und Feldern, typisch für die Region.
  • Osmanpınarı: Siedlung nahe einer Quelle, die dem Ort den Namen gibt.
  • Otluk: Dorf mit Weideflächen („Otluk“), wichtig für die Viehzucht.
  • Örtülü: Siedlung mit teils bewaldeten oder bewachsenen Hängen.
  • Polatpaşa: Dorf mit traditioneller Dorfstruktur und Feldern im Umland.
  • Samankaya: Ort, dessen Name auf Stroh/Landwirtschaft verweist.
  • Saraç: Kleines Dorf, dessen Name an Handwerk und alte Berufe erinnert.
  • Sarıçiçek: Siedlung in blühender Umgebung, besonders im Frühling sehr reizvoll.
  • Sarıkavak: Dorf mit markanten Pappelbäumen („Kavak“) im Ortsbild.
  • Sarıkaya: Ort in steiniger Umgebung mit weiter Sicht.
  • Sarıtekke: Dorf mit einem Namen, der auf religiöse oder historische Strukturen verweist.
  • Sivrialan: Berühmtes Dorf in Verbindung mit Âşık Veysel – Pflichtstopp für Musikliebhaber.
  • Sultan: Ländlicher Ort mit klassischer Dorfstruktur und Ruhe.
  • Tavladere: Siedlung in einem kleinen Tal mit Weideflächen.
  • Temecik: Kleines Dorf mit wenigen Häusern und ländlichem Charakter.
  • Uçuk: Streusiedlung mit weiten Feldern und wenigen Häusern.
  • Üyük: Dorf an einem Hügel bzw. Erhebung, mit weiter Sicht.
  • Yahyalı: Ländliche Siedlung mit klassischem Dorfkern.
  • Yalanı: Kleines Dorf mit ruhigem Alltag und wenigen Häusern.
  • Yapracık: Siedlung mit Bäumen und Gärten, besonders im Frühling schön.
  • Yeniyapan: Dorf, dessen Name auf eine „neue Anlage“ oder Neugründung verweist.
  • Yunusören: Ländlicher Ort mit historisch gewachsenem Dorfkern.
  • Yükselen: Dorf in leicht erhöhter Lage mit Blick auf die umliegende Hochebene.

Alle diese Orte sollen nach und nach eigene Unterseiten auf turkeyregional.com bekommen – mit noch mehr Details, Geschichten, Rezepten und Wandertipps.

Kurzinfos zu Şarkışla

  • Region: Zentralanatolien
  • Provinz: Sivas
  • Lage: Südlich von Sivas-Stadt, auf der Hochebene
  • Charakter: Ländlich, ruhig, musikalisch geprägt
  • Bekannt für: Âşık Veysel, Emlek-Region, Hochebenen-Landschaft

Top-Erlebnisse in Şarkışla

  • Spaziergang durch das Zentrum und die Teehäuser
  • Ausflug nach Sivrialan – auf den Spuren von Âşık Veysel
  • Roadtrip durch Emlek-Dörfer und über die Hochebene
  • Sonnenuntergang von einem Hügel oberhalb des Ortes
  • Lokale Küche in einfachen, ehrlichen Lokantas

Praktische Reisetipps

  • Eigenes Auto oder Mietwagen einplanen – große Distanzen, wenig ÖPNV.
  • Frühjahr und Herbst sind klimatisch am angenehmsten.
  • Für Winterbesuche Straßenlage und Wetterbericht prüfen.
  • Offline-Karten speichern, da mobile Daten nicht überall stabil sind.
  • Ein bisschen Zeit für Tee und Gespräche immer einplanen – das ist der Kern von Şarkışla.
© 2026 Turkey Regional. Alle Rechte vorbehalten.
l>