Gölova (Landkreis Gölova, Provinz Sivas)

Gölova – Wo das Wasser leise träumt

Version 1 (6:07) – eine ruhige, warme Schlager-Version für den ersten Blick über den Stausee von Gölova.

Version 2 (7:27) – etwas länger, mit breiterem Refrain für die Fahrt entlang der Uferstraße und die Abendstimmung am Wasser.

Refrain (Ausschnitt):

Gölova, wo das Wasser leise träumt,
und jeder Blick den Lärm der Welt versäumt,
wo sich die Berge im Abendlicht spiegeln
und meine Seele neue Wege malt und zäumt.

Gölova, du stilles kleines Licht,
in deinem Blau erkenne ich mein Gesicht,
ich wollt’ nur kurz vorbei, doch plötzlich spür ich:
ein Stück von mir bleibt hier in Gölova für immer bei dir.

So hörst du den Gölova-Song am besten

  • Starte den Song kurz bevor du von Suşehri oder Akıncılar hinauf nach Gölova fährst – die Musik passt zur Kurvenstraße zwischen den Hügeln.
  • Lass die Melodie laufen, während du an der Uferpromenade oder nahe der Staumauer stehst und auf das ruhige Wasser schaust.
  • Spiele ihn erneut oben in einem der Dörfer über dem See – mit Blick hinunter auf die Hänge und das Tal.
  • Abends passt die längere Version perfekt, wenn sich die Lichter des Ortes im Wasser spiegeln.

Tipp: Spiel den Song an, bevor du zum Stausee aufbrichst – die Stimmung passt perfekt zum ersten Blick über das Wasser von Gölova.

Charakter von Gölova: Ein stiller Landkreis zwischen Hügeln, Stausee und Dörfern, in dem sich drei Regionen der Türkei begegnen und die Zeit spürbar langsamer läuft.

Stausee & Uferwege Hügel & Täler Vogelbeobachtung Ruhige Auszeiten

Gölova ist einer dieser Orte, die man leicht übersehen könnte – bis man am Ufer des Stausees steht, den Blick über das Wasser gleiten lässt und merkt, wie der Kopf plötzlich leichter wird.

Gölova liegt im äußersten Osten der Provinz Sivas, dort, wo sich Zentralanatolien, das östliche Anatolien und das Schwarzmeergebiet geografisch die Hand geben. Die Landschaft ist ein weites Becken, eingefasst von Hügeln und Bergen, in dem sich ein großer Stausee wie ein stiller Spiegel ausbreitet. Wer von Suşehri oder Akıncılar hinauffährt, erlebt, wie sich die Straße kurvig aus den Tälern hinaufzieht, bis sich plötzlich der Blick auf Wasserflächen, kleine Buchten und die Dächer von Gölova öffnet.

Der Landkreis ist mit seiner Fläche und Einwohnerzahl eher klein, doch genau darin liegt sein Charme: Hier dominieren weite Horizonte, klare Luft und Dörfer, in denen man sich noch mit Namen kennt. Der Stausee und die umliegenden Dörfer wie Çobanlı, Karayakup oder Yaylaçayı prägen das Bild. Ob du am Ufer entlangspazierst, in einem der Teegärten eine Pause machst oder einfach nur aus dem Auto steigst, um ein paar Minuten die Stille zu hören – Gölova ist ein Ort für Menschen, die sich nach einem Gegenpol zum schnellen Leben der Städte sehnen.

Gleichzeitig ist Gölova durch die Lage am Übergang der Regionen auch ein kleiner Knotenpunkt. Hier verlaufen Wege und Geschichten: Berufspendler, Fernfahrer, Studierende auf Heimreise, Familien auf Besuchstour – viele bleiben nur kurz, manche entdecken den See und die Hänge bewusst als Reiseziel. Wer sich dafür Zeit nimmt, wird mit Sonnenuntergängen über dem Wasser, intensiven Sternenhimmeln und Begegnungen belohnt, die noch lange im Kopf bleiben.

In Gölova ist Kultur vor allem Alltagskultur: Tee am Straßenrand, Nachbarn, die sich auf einen kurzen Plausch vor dem Haus treffen, und Kinder, die bis in die Abendstunden auf den Nebenstraßen spielen. Viele Familien haben Verwandte in größeren Städten, doch zu Festen und in den Sommermonaten füllen sich Häuser und Höfe wieder – dann hört man aus den Dörfern Musik, Gelächter und Geschichten aus mehreren Generationen.

Die Nähe zu unterschiedlichen Regionen spiegelt sich auch in den Traditionen wider: Elemente aus dem Schwarzmeerraum, aus Zentralanatolien und dem Osten mischen sich in Musik, Küche und Dialekt. Auf Hochzeiten erklingen sowohl regionale türkische Lieder als auch Halay-Rhythmen, und bei religiösen Festen wie Bayram öffnet sich schnell die Tür zum Nachbarhaus, um gemeinsam zu essen und zu feiern.

Die wichtigste Aktivität in Gölova ist die, für die man im Alltag selten Zeit hat: zur Ruhe kommen. Das gelingt am besten bei Spaziergängen am Ufer des Stausees, beim Beobachten der Vögel oder bei einem einfachen Picknick in Seenähe. Wer angeln möchte, findet entlang der Uferzone ruhige Plätze, an denen frühe Morgenstunden und späte Abende besonders stimmungsvoll sind.

Aktive Reisende können die kleinen Straßen in die umliegenden Dörfer nutzen, um das Panorama aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erleben. Eine entspannt-gemütliche Runde könnte zum Beispiel vom Zentrum Gölova über Boğazköy und Bozat führen – mit Stopps für Fotos, kleine Spaziergänge und Tee in einem Dorfladen.

1-Tag-Route: Gölova kompakt

  • Vormittag: Anreise von Suşehri oder Akıncılar, kurzer Spaziergang durch das Zentrum von Gölova, erster Blick auf den Stausee.
  • Mittag: Tee- oder Mittagspause in einem der kleinen Lokale, danach Spaziergang entlang der Uferbereiche in Richtung Staumauer.
  • Nachmittag: Fahrt in ein Dorf oberhalb des Sees, zum Beispiel Karayakup oder Çobanlı, um die Aussicht auf Wasser und Hänge von oben zu genießen.
  • Abend: Zurück nach Gölova, Sonnenuntergang am See, letzte Fotos und Rückfahrt.

2-Tage-Route: Gölova & Umgebung

  • Tag 1: Gölova-Stausee mit Fotostopps, Spaziergängen und Picknick, abends ruhiger Bummel durch den Ort.
  • Tag 2: Ausflug in Dörfer wie Yaylaçayı, Uluçukur oder Gözlüce für ländliche Eindrücke, kurze Wanderungen und Besuche kleiner Dorfläden; Rückfahrt am Nachmittag.

Viele Reisende kombinieren Gölova mit anderen Landkreisen wie Suşehri, Akıncılar oder İmranlı – ideal für eine mehrtägige Anatolien-Rundreise mit wechselnden Landschaftsbildern.

Gölova ist kein Massentourismus-Ziel, und genau das macht nachhaltiges Reisen hier besonders einfach: Wer seinen Müll wieder mitnimmt, lokale Produkte kauft und Wasser sowie Ressourcen respektvoll nutzt, trägt bereits wesentlich dazu bei, dass der Landkreis seinen ruhigen Charakter behält.

Unterstütze kleine Läden, Teegärten und Familienbetriebe, indem du dort einkaufst oder einkehrst. Nutze vorhandene Wege, statt neue Pfade am Hang zu schlagen, und verhalte dich am Ufer des Stausees rücksichtsvoll, besonders in Bereichen, in denen Wasservögel rasten oder brüten.

  • Roadtrip-Reisende: Ideal als ruhiger Stopp auf einer längeren Route zwischen Zentralanatolien, Schwarzem Meer und Osten.
  • Naturliebhaber: Menschen, die Stillstand am Wasser, Vogelbeobachtung und weite Ausblicke lieben.
  • Fotografen: Besonders spannend für Landschafts- und Abendlicht-Fotografie.
  • Ruhesuchende: Wer bewusst „nichts Spektakuläres“ will, sondern echte Entschleunigung, ist hier richtig.

Die Küche in Gölova ist bodenständig anatolisch: Suppen, Eintöpfe, Fleischgerichte und Teigwaren stehen im Mittelpunkt. Durch die Lage an einem Stausee spielt auch Fisch eine Rolle – je nach Saison findest du in der Umgebung einfache Lokale, die gebratenen oder gegrillten Fang anbieten.

Typische Elemente der regionalen Küche Sivas wie herzhafte Fleischgerichte, gefüllte Teigwaren und Joghurtvarianten findest du auch hier. Wenn du eingeladen wirst, probiere unbedingt hausgemachtes Brot, selbstgemachte Marmeladen oder einfache Ofengerichte, die in den Dörfern oft noch traditionell zubereitet werden.

In Zukunft findest du auf turkeyregional.com zu vielen Landkreisen – und damit auch zu Gölova – Rezeptideen mit Herkunftsgeschichten, damit du ein Stück dieser Küche mit nach Hause nehmen kannst.

Der Stausee von Gölova ist das Herz der Naturerlebnisse im Landkreis. Rund um das Wasser erstrecken sich Hänge, braun-goldene Bozkır-Flächen und kleinere Waldstreifen. Besonders schön ist der Wechsel der Jahreszeiten: Im Frühjahr leuchten die Hänge grün, im Sommer dominiert das gelblich-braune Gras, im Herbst tauchen die tief stehenden Sonnenstrahlen alles in warmes Licht.

Verschiedene Wasservogelarten nutzen den See als Rast- und Lebensraum, was ihn – mit respektvollem Abstand – zu einem interessanten Ort für Vogelbeobachtung macht. Zudem sorgen Bäche und Zuflüsse aus den umliegenden Höhen für eine spannende Mischung aus Hanglandschaften, Einschnitten und kleinen Tälern.

Große, überregionale Festivals sind in Gölova selten – dafür spielen kleinere, lokale Feste eine umso wichtigere Rolle. Dorf- und Heimattreffen, religiöse Feiertage, Hochzeiten und Sommerfeste bringen Familien zusammen, die oft über die ganze Türkei verteilt leben.

Wenn du zur passenden Zeit vor Ort bist, kannst du mit etwas Glück eine Veranstaltung im Zentrum oder in einem der Dörfer erleben, bei der Musik, gemeinsames Essen und lange Gespräche bis spät in die Nacht im Vordergrund stehen.

Die Geschichte von Gölova reicht weit zurück. Funde im Bereich Söğütlü Göze deuten auf Spuren der Hethiter hin, später lag das Gebiet unter byzantinischem und Trabzon-Rum-Einfluss, bevor es im 15. Jahrhundert mit der Eroberung durch Fatih Sultan Mehmet zum Osmanischen Reich kam. Überliefert ist auch der frühere Name „Ağvanis“, der in historischen Quellen und Reiseberichten auftaucht.

  • vor ca. 4.000 Jahren: frühe Spuren der Besiedlung im weiteren Umfeld der Region.
  • Hethitische Zeit: archäologische Hinweise im Norden des heutigen Landkreises.
  • Byzantinische und Trabzon-Rum-Phase: das Gebiet liegt an wichtigen Übergängen zwischen Anatolien und dem Schwarzmeerraum.
  • 1461: Eroberung Trabzons durch Fatih Sultan Mehmet, Einbindung in das Osmanische Reich.
  • Osmanische Zeit: Gölova (Ağvanis) als ländlicher Siedlungsschwerpunkt mit strategisch wichtiger Lage.
  • Republikzeit: zunächst Bucak von Suşehri, 1972 Aufstieg zur Gemeinde, 1990 Ernennung zum eigenen Landkreis.

Heute präsentiert sich Gölova als ruhige, ländliche Ecke von Sivas, in der man die lange Geschichte eher in der Landschaft und den Erzählungen der Menschen spürt als in großen Monumenten.

Auf den ersten Blick wirkt Gölova überschaubar – doch gerade das macht die kleinen, versteckten Orte besonders reizvoll. Ein Beispiel sind erhöhte Punkte oberhalb des Stausees, von denen du den See, den Ort und die umliegenden Berge in einem einzigen Panorama überblicken kannst. Oft reicht es, in einem Dorf stehen zu bleiben, ein paar Meter bergauf zu gehen und sich umzudrehen.

Ebenfalls besonders stimmungsvoll sind stille Uferabschnitte abseits der Hauptstraße. Wer etwas Zeit mitbringt, kann mit dem Auto oder zu Fuß verschiedene Zufahrtswege ausprobieren und immer wieder neue Blickwinkel entdecken – mal mit flachem Zugang zum Wasser, mal mit steilen Hängen und weit runterziehendem Blick.

Wie in vielen anatolischen Regionen ranken sich auch um Gölova und seine Dörfer Erzählungen über fromme Menschen, Schutzfiguren und unerwartete Begegnungen. Besonders rund um den Çoban Baba in Çobanlı wird erzählt, dass ein einfacher Hirte durch seine Hilfsbereitschaft und sein offenes Herz zu einer Art stiller Legende wurde.

Nach einer Erzählung soll er Reisenden, die in einem strengen Winter am Pass in Schwierigkeiten gerieten, Unterschlupf und Nahrung geboten haben. Später wurde an seinem Grab eine kleine Stätte eingerichtet, an der Menschen innehalten, ein kurzes Gebet sprechen oder einfach nur für einen Moment still sind. Ob historisch exakt oder ausgeschmückt – diese Legenden zeigen, wie wichtig Menschlichkeit und Gastfreundschaft in der Region genommen werden.

Eine der typischen Erzählungen aus der Gegend um Gölova handelt vom See selbst: Manche sagen, dass er nicht nur Wasser, sondern auch Sorgen sammelt. Wer sich abends ans Ufer setzt, in die Stille hört und einen Wunsch in Gedanken formuliert, soll symbolisch ein Stück seiner Last loslassen können – der See „trägt“ sie davon.

Andere Sagen drehen sich um helle Lichter in der Nacht an Berghängen und um Stimmen, die der Wind von einem Dorf ins andere zu tragen scheint. Ob man daran glaubt oder nicht – spätestens wenn Nebel sich am Morgen über dem Wasser sammelt oder die Sterne über dem See funkeln, versteht man, warum Gölova Stoff für solche Geschichten bietet.

Das Klima in Gölova liegt zwischen kontinental und leicht vom Schwarzmeerraum beeinflusst. Die Winter können kalt und schneereich sein, bleiben aber meist etwas milder als in höher gelegenen Teilen Ostanatoliens. Die Sommer sind warm und trocken, ohne die extreme Hitze anderer Regionen.

  • Frühling: Ideal für erste Spaziergänge und Fahrten rund um den See, wenn die Hänge grün werden.
  • Sommer: Perfekt für Picknick, längere Aufenthalte am Wasser und Fahrten in die höher gelegenen Dörfer.
  • Herbst: Sehr stimmungsvolles Licht, oft stabile, ruhige Wetterlagen – ideal für Foto- und Ruhereisen.
  • Winter: Für Liebhaber stiller, schneebedeckter Landschaften und ruhiger Straßen; je nach Witterung können Fahrten anspruchsvoller werden.

Offizielle, markierte Wanderwege sind in Gölova noch selten, doch gerade für geübte Wanderer ist das ein Vorteil: Viele kleine Straßen und Pfade lassen sich individuell kombinieren. Wichtig ist, immer genügend Wasser mitzunehmen und Witterung sowie Tageslicht im Blick zu behalten.

  • Ufer-Spaziergänge: Kürzere Touren entlang leicht zugänglicher Uferbereiche, ideal für entspannte Spaziergänge und Fotostopps.
  • Hangwege zu den Dörfern: Wege zwischen Gölova und Dörfern wie Bozat, Boğazköy oder Çobanlı bieten aussichtsreiche Routen mit Blick auf den See.
  • Panoramapunkte: Kurze, steilere Aufstiege auf Hügelkanten rund um den See – belohnt mit weitem Blick über Wasser und Täler.

Gölova ist insgesamt ländlich geprägt, und barrierefreie Infrastruktur entwickelt sich eher langsam. Im Ortszentrum und an einigen Uferabschnitten gibt es relativ ebene Wege, die sich mit vorsichtiger Planung auch für Reisende mit eingeschränkter Mobilität eignen.

Allgemein solltest du damit rechnen, dass Bordsteine, Bodenbeläge und Zugänge zu Geschäften oder Teegärten nicht überall normgerecht ausgeführt sind. Unterstützung durch Begleitpersonen ist hilfreich, insbesondere bei Hanglagen, Schotterwegen und kleineren Stufen.

  • Unterkünfte: Das Angebot ist überschaubar; im Vorfeld telefonisch nachfragen, ob Zimmer ebenerdig liegen oder Aufzüge vorhanden sind.
  • Uferbereiche: Einige Abschnitte sind halbwegs eben, andere erfordern das Bewältigen von Steigungen oder unebenem Untergrund.
  • Nahverkehr: Ländliche Minibusse (Dolmuş) sind nicht auf Rollstuhlnutzung ausgerichtet; individuelle Transfers per Taxi oder Privatfahrzeug sind oft komfortabler.
  • Sanitäre Einrichtungen: Barrierefreie WCs sind nicht flächendeckend vorhanden – plane Pausen und Aufenthalte mit etwas Reservezeit.

Mit guter Vorbereitung, Begleitung und flexibler Routenplanung ist ein Besuch dennoch möglich – vor allem dann, wenn der Fokus auf ruhigen Ausblicken und kurzen, bewusst gewählten Stopps liegt.

  • Blick von der Uferpromenade: Der Klassiker – Wasser, Ort und Hügel in einem Bild.
  • Nahe der Staumauer: Interessante Perspektiven auf die Konstruktion und das Becken.
  • Dörfer über dem See: Besonders Dörfer wie Karayakup oder Çobanlı wirken im Abendlicht fotogen, wenn die Dächer im Vordergrund und der See im Hintergrund liegen.
  • Morgennebel: Mit etwas Glück liegen die Wasserflächen am frühen Morgen unter einem leichten Nebelschleier – ideal für stimmungsvolle Aufnahmen.

Als kleiner Landkreis verfügt Gölova über grundlegende medizinische Versorgung, aber nicht über große Kliniken. Für umfangreichere Behandlungen wird meist auf Suşehri oder Sivas Stadt ausgewichen.

  • Halte immer eine funktionierende Mobilfunkverbindung bereit und speichere die wichtigsten Notrufnummern in dein Handy.
  • Rechne damit, dass Entfernungen zwischen Dörfern und Einrichtungen größer sind als in Städten – plane Fahrzeiten ein.
  • Eine kleine Reiseapotheke mit Standardmedikamenten ist empfehlenswert, insbesondere bei empfindlichem Kreislauf oder Allergien.

Gölova ist kein Shopping-Ziel im klassischen Sinne. Du findest kleine Läden, Bäckereien und Märkte für den täglichen Bedarf – ideal, um Wasser, Snacks, Obst oder einfache Mitbringsel aus der Region zu besorgen.

Wie überall in der Türkei ist eine freundliche Ansprache üblich. Wenn dir Verkaufsdruck zu groß wird, hilft ein höfliches Lächeln mit einem klaren „Sağ olun, düşünürüm“ oder „Teşekkürler, sonra bakarım“. Aggressive Anwerbung ist eher die Ausnahme, in ländlichen Regionen wie Gölova aber grundsätzlich selten.

Eine Besonderheit von Gölova ist seine Lage genau an der „Nahtstelle“ zwischen mehreren Regionen. Auf der Karte wirkt der Landkreis klein, aber wer sich mit Ortskundigen unterhält, hört schnell Sätze wie „Hier treffen sich die Wege“. Viele Familien haben Mitglieder im Schwarzmeerraum, in Zentralanatolien und im Osten – Gölova liegt genau dazwischen.

Skurril ist für manch einen Besucher auch der Kontrast: Der See wirkt manchmal wie ein Urlaubsmotiv, während der Alltag im Zentrum und in den Dörfern ganz einfach und unaufgeregt weiterläuft – ohne touristische Inszenierung. Genau das macht den Reiz aus.

  • Gölova-Stausee: Herzstück des Landkreises, ruhiges Wasser, weite Blicke und ideale Kulisse für Spaziergänge und Fotos.
  • Uferbereiche bei Gölova: Promenade und zugängliche Abschnitte unweit des Ortszentrums.
  • Dörfer oberhalb des Sees: Ortschaften wie Karayakup, Çobanlı oder Yaylaçayı mit Aussichtslagen und Dorfcharakter.
  • Religiöse Stätten: Kleine Moscheen und Gebetsstätten im Zentrum und in den Dörfern, die den Alltag prägen.

Der Reiz von Gölova liegt weniger in großen Bauwerken, sondern in der Kombination aus Wasser, Hängen, Dörfern und Ruhe.

  • Abgelegene Uferstücke: Kleine, kaum beschilderte Zufahrten, die zu ruhigen Picknick- und Fotopunkten am See führen.
  • Panoramapunkte über dem Ort: Hügelkanten mit Blick auf See, Ort und die umgebenden Berge – vor allem im Abendlicht ein Geheimtipp.
  • Dörfer mit Aussicht: Orte wie Karayakup oder Uluçukur bieten ganz unterschiedliche Perspektiven und authentisches Dorfleben.

Viele dieser Hidden Gems entdeckt man am besten mit offenen Augen, etwas Zeit und einem spontanen Abzweig von der Hauptstraße.

Wie viel Zeit sollte ich für Gölova einplanen?
Für einen ersten Eindruck reichen ein halber bis ein ganzer Tag. Wer Ruhe und Natur intensiv genießen möchte, kann problemlos zwei Tage einplanen und den See aus verschiedenen Blickwinkeln erleben.

Ist Gölova für Familien geeignet?
Ja, vor allem für Familien, die einfache Naturerlebnisse, Picknick und langsamen Alltag mögen. Kinder können gut am Ufer und in den Dörfern spielen, sollten aber am Wasser immer beaufsichtigt werden.

Brauche ich ein Auto?
Ein eigenes Fahrzeug oder ein Mietwagen sind sehr empfehlenswert, um unterschiedliche Uferabschnitte und Dörfer bequem zu erreichen. Der öffentliche Verkehr ist eher auf den Alltag der Einheimischen ausgelegt.

Gibt es viele Unterkünfte?
Das Angebot ist überschaubar. Gölova lässt sich gut als Tagesausflug von umliegenden Orten kombinieren oder als ruhige Nachtstation in einer längeren Anatolienroute nutzen.

Wie sicher ist Gölova?
Subjektiv wirkt Gölova sehr ruhig und sicher, typische Vorsicht im Umgang mit Wertsachen genügt. Wie überall gilt: Mit Respekt gegenüber Menschen und Natur reist es sich am angenehmsten.

  • Gölova: Verwaltungszentrum des Landkreises am Ufer des Stausees, mit einfachen Geschäften, Teehäusern und Basisinfrastruktur.
  • Boğazköy: Dorf in aussichtsreicher Lage, über schmale Straßen erreichbar – ideal für Blicke über Täler und Hänge.
  • Karayakup: Ländliche Ortschaft mit Blick in Richtung See und Verbindung zu traditionellen Glaubens- und Dorfstrukturen.
  • Çobanlı: Dorf mit ruhiger Atmosphäre und enger Verbindung zu der umgebenden Weide- und Hügellandschaft.

Daneben prägen zahlreiche kleinere Dörfer die Fläche des Landkreises, die wir im nächsten Abschnitt vollständig auflisten.

  • Gölova: Kleiner Ort und Sitz des Landkreises direkt am Stausee, Startpunkt für die meisten Touren.
  • Akçataş: Dorf mit ländlichen Höfen und Feldern, ideal für Einblicke in den Alltag der Region.
  • Arslanca: Streusiedlung in leicht erhöhter Lage mit weitem Blick über die Landschaft.
  • Aşağıtepecik: In Hanglage gelegenes Dorf in Nähe kleiner Wasserflächen, umgeben von Feldern.
  • Aydoğdu: Ruhige Ortschaft, umgeben von Weideland und klassischen Bozkır-Hängen.
  • Boğazköy: Dorf an einem Talabschnitt, von dem aus sich schöne Panoramen ergeben.
  • Bozat: Kleine Siedlung mit Blick auf Hügelketten und typisch anatolischem Dorfcharakter.
  • Canköy: Ländlicher Ort mit Feldern und Gärten, in dem das Dorfleben im Mittelpunkt steht.
  • Çakırşeyh: Dorf mit ruhiger Atmosphäre, von Feldern und leichten Anstiegen umgeben.
  • Çataklı: Siedlung in einer eingeschnittenen Landschaft, die sich für kurze Spaziergänge anbietet.
  • Çevrecik: Kleines Dorf, in dessen Umgebung sich typische Bozkır-Flächen und Weiden finden.
  • Çobanlı: Landwirtschaftlich geprägtes Dorf, umgeben von Wiesen und Hängen.
  • Çukuryurt: Ortschaft in einer Senke, umgeben von Feldern und sanften Hängen.
  • Demirkonak: Ländliche Siedlung mit zurückhaltender, ruhiger Atmosphäre.
  • Dikköy: Kleines Dorf in Hanglage, mit Blick auf Täler und Felder.
  • Gözlüce: Ort mit Aussicht auf offene Landschaft und klassische Dorfstrukturen.
  • Gözüküçük: Sehr kleine Siedlung, in der du das einfache Landleben besonders intensiv wahrnimmst.
  • Günalan: Dorf mit Feldern und Hügeln, in denen je nach Jahreszeit unterschiedliche Farbtöne dominieren.
  • Güzören: Ländliche Ortschaft mit Gärten, Obstbäumen und traditioneller Bauweise.
  • İlyasköy: Kleines Dorf mit Nähe zu Feldern und Weideflächen, ideal für kurze Spaziergänge.
  • Karaca: Siedlung mit locker verteilten Häusern, die sich in die Hügel einfügen.
  • Karayakup: Dorf mit leicht erhöhter Lage und Aussichtsmöglichkeiten über die Umgebung.
  • Okçaören: Kleine Ortschaft mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt, eingebettet in Bozkır-Landschaft.
  • Sarıyusuf: Ländliches Dorf, das vor allem vom Rhythmus der Felder und Jahreszeiten lebt.
  • Soğuksu: Siedlung, deren Name auf kühle Quellen und Wasserläufe in der Nähe hinweist.
  • Subaşı: Dorf mit Bezug zu Wasserläufen und Weideflächen in der Umgebung.
  • Uluçukur: Ortschaft in einer Senke, von der aus die Umgebung wie ein natürlicher Kessel wirkt.
  • Yaylaçayı: Dorf mit Nähe zu höher gelegenen Flächen, ideal für frische Luft und weite Blicke.
  • Yukarıtepecik: Höher gelegene Siedlung mit weitem Panorama.
  • Yuvacık: Kleines, ruhiges Dorf, das seinem Namen entsprechend wie eine „kleine Heimat“ wirkt.

Kurzinformationen zu Gölova

  • Region: Ostanatolien mit Übergang zu Zentralanatolien und Schwarzmeerraum
  • Provinz: Sivas
  • Fläche: ca. 286–308 km²
  • Charakter: Stausee, Hügel, weite Bozkır-Landschaften, kleine Dörfer

Highlights im Überblick

  • Ruhige Uferbereiche des Gölova-Stausees
  • Panoramablicke von den umliegenden Dörfern
  • Einfaches, authentisches Dorfleben
  • Abendstimmung mit Spiegelungen auf dem Wasser

Praktische Reisetipps

  • Am besten mit eigenem Fahrzeug oder Mietwagen unterwegs.
  • Genügend Wasser und Snacks für Ausflüge rund um den See mitnehmen.
  • Für Abend- und Morgenstunden warme Kleidung einplanen – die Luft kann frisch werden.
  • Bei Winterbesuchen Straßenverhältnisse und Wetterbericht prüfen.
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