Koyulhisar – Grüne Täler, Bergdörfer und stille Momente

Song: Koyulhisar, mein grünes Tal

Version 1 (5:56) – warme, ruhige Schlager-Version für die Fahrt durchs Tal nach Koyulhisar.

Version 2 (6:25) – ausführlichere, epische Version für lange Abende auf der Yayla.

Songtext-Auszug

„Koyulhisar, mein grünes Tal,
du nimmst mir leise meine Sorgen Stück für Stück einmal.
Zwischen Bergdörfern und dem Abendlicht,
seh ich zum ersten Mal mein eigenes Gesicht.
Koyulhisar, du wildes Land,
du legst mir jede Angst wie einen Stein aus meiner Hand.
Und aus dem Auto klingt ganz sanft und fromm,
ein Lied von Türkei regional Punkt com.“

So hörst du den Koyulhisar-Song am besten

  • Starte den Song auf der kurvigen Straße hinunter ins Tal, wenn die ersten Häuser von Koyulhisar auftauchen.
  • Lass ihn im Hintergrund laufen, während du im Teegarten im Zentrum deinen ersten Çay trinkst.
  • Nimm Kopfhörer mit auf die nächste Yayla – besonders früh morgens oder bei Sonnenuntergang.
  • Spiele ihn abends in deiner Pension, wenn draußen nur noch die Hunde und Grillen zu hören sind.
  • Nutze den Song als Soundtrack für eine Tagestour zu Aussichtspunkten und kleinen Bergdörfern rund um den Ort.

Tipp: Spiel den Song an, bevor du losgehst – die Stimmung passt perfekt zum ersten Blick auf die Täler und Dörfer von Koyulhisar.

Charakter von Koyulhisar: Ein grünes Tal zwischen Zentralanatolien und dem Schwarzmeergebiet, mit stillen Bergdörfern, frischer Luft und einem Leben, das bewusst langsam bleibt.

Bergland & Täler Yaylalar & Wälder Burgen & Kale-Ruinen Ländliches Leben

Koyulhisar fühlt sich an wie ein natürlicher Rückzugsort: kurvige Straßen, steile Hänge, ein schmales Tal und kleine Ortsteile, in denen die Tage noch vom Rhythmus der Felder, des Viehs und der Jahreszeiten bestimmt werden.

Koyulhisar liegt im Nordosten der Provinz Sivas und bildet eine Art Übergangszone zwischen dem inneranatolischen Hochland und den bewaldeten Hängen Richtung Schwarzmeerregion. Wenn du von Sivas aus anreist, merkst du schon nach einigen Kilometern, wie sich die Landschaft verändert: Die Täler werden enger, die Hänge grüner, die Luft merklich frischer. Der Kernort schmiegt sich an den Hang, während sich kleine Mahalle und viele Dörfer auf die Hänge und Seitentäler verteilen.

Der Landkreis zählt nur rund zwölftausend Einwohner – verteilt auf den Ort selbst und zahlreiche Dörfer. Genau das ist die Stärke: Statt Großstadttrubel erwartet dich hier ein überschaubares Zentrum mit Teegärten, kleinen Läden und Moscheen, umgeben von Feldern, Obstgärten und Höfen. Die Menschen kennen sich, das Tempo ist entspannt, und Gäste fallen schnell auf – im positiven Sinne, denn man kommt gerne mit dir ins Gespräch.

Historisch lag Koyulhisar an Routen, die Anatolien mit dem Schwarzmeergebiet verbanden. Burgruinen, alte Höyük und die Lage oberhalb des Tals erinnern daran, dass die Region schon seit Jahrhunderten strategisch wichtig war. Heute spielt die Natur die Hauptrolle: Wälder, Hochweiden (Yaylalar), Wasserläufe und kleine Stauseen prägen das Bild. Im Sommer zieht es viele Einheimische auf die Yayla, im Winter liegt oft Schnee, und der Alltag verläuft noch ein Stück ruhiger.

Für Reisende bedeutet das: Koyulhisar ist kein lautes Touristenziel, sondern ein Ort für bewusste Auszeiten. Du kannst hier ein, zwei Tage im Zentrum verbringen, durch die Mahalle spazieren und Teegärten testen – oder du nutzt Koyulhisar als Basis für Ausflüge zu Aussichtspunkten, Hochalmen und abgelegenen Dörfern, in denen sich die ursprüngliche anatolische Lebensart besonders gut beobachten lässt.

Wer sich auf den Landkreis einlässt, entdeckt eine Mischung aus rauer Landschaft, herzlicher Gastfreundschaft und leisen Momenten. Koyulhisar ist ideal, wenn du zwischen bekannten Zielen wie Sivas, Zara oder dem Schwarzmeerraum einen Zwischenstopp suchst, der sich dennoch wie ein eigenständiges, kleines Kapitel deiner Reise anfühlt.

Der Alltag in Koyulhisar ist geprägt von Dorfleben, Landwirtschaft und familiärer Gemeinschaft. Viele Familien haben noch Verbindungen zu den Dörfern oder Yaylalar, auch wenn sie im Zentrum wohnen. Im Sommer kehrt man für einige Wochen zurück in die alten Häuser, pflegt die Felder, sammelt Kräuter oder kümmert sich um Vieh – und füllt dabei Gefriertruhe und Vorratskammer für den Winter.

Traditionelle Feste wie Hochzeiten sind ein wichtiges soziales Ereignis. Sie dauern häufig mehrere Tage, mit Davul-Zurna-Musik, Tänzen und langen Tafeln vor den Häusern oder auf Plätzen. Gäste werden mit großem Respekt empfangen – es ist keine Seltenheit, dass du als Reisender plötzlich bei einer Familienfeier landest, wenn du zur richtigen Zeit im Ort bist.

Auch religiöse Feste wie Ramadan und Opferfest spielen eine zentrale Rolle. Moscheen sind Treffpunkte, Teegärten dienen als verlängerter Wohnraum, und das Teilen von Essen ist selbstverständlich. Wer aufmerksam hinschaut, erlebt hier eine sehr menschliche, geerdete Form von Anatolien, fern von touristischen Klischees.

In Koyulhisar geht es weniger um große Attraktionen als um einfache, aber intensive Erlebnisse: Spaziergänge durch die Mahalle, ein Café-Hopping durch die Teegärten, Beobachten des Dorflebens, kleine Wanderungen zu Aussichtspunkten und Ausflüge zu Wasserläufen und Hochweiden.

  • Spaziergang durch das Zentrum: Runde um Runde durch die Mahalle, vorbei an Moscheen, kleinen Läden und Teestuben – ideal, um anzukommen.
  • Dorftouren: Mit Auto oder Dolmuş in nahegelegene Dörfer und zurück, um Architektur, Höfe und Felder zu sehen.
  • Yayla-Ausflug: Tagesausflüge zu höher gelegenen Weiden mit Picknick und Fotostopps.
  • Fotografie: Morgen- und Abendlicht sind perfekt für Aufnahmen von Hängen, Feldern und dem Tal.

Wer mehr Zeit mitbringt, kann die Region als Ausgangspunkt für längere Rundtouren durch die Provinz Sivas und die angrenzenden Schwarzmeerberge nutzen.

1-Tages-Route: Koyulhisar kennenlernen

  1. Vormittag: Ankunft in Koyulhisar, kurzer Check-in in Pension oder Hotel, Spaziergang durch Camiikebir und Orta Mahallesi.
  2. Mittag: Einfaches Essen im Zentrum – Pide, Hausgerichte oder ein Menü des Tages.
  3. Nachmittag: Kurze Fahrt zu einem Aussichtspunkt oberhalb des Tales, Fotostopps und kleiner Spaziergang.
  4. Abend: Tee im Teegarten, Song anhören, den Ort bei Nachtlichtern erleben.

2-Tages-Route: Tal & Dörfer

  1. Tag 1: Wie oben, plus abendlicher Spaziergang durch weitere Mahalle.
  2. Tag 2: Ausflug in ein bis zwei Dörfer, Besuch von Feldern oder Obstgärten (nach Absprache mit Einheimischen), spätes Mittagessen und Rückreise.

Tipp: Plane genug Fahrzeit ein – die Straßen sind kurvig und laden ohnehin dazu ein, öfter anzuhalten.

Der Landkreis funktioniert in vielen Bereichen noch sehr ressourcenschonend: kurze Wege, lokale Produkte, wenig Industrie. Als Gast kannst du diese Struktur unterstützen, indem du bewusst vor Ort einkaufst, lokale Unterkünfte nutzt und respektvoll mit Wasser und Energie umgehst.

  • Bevorzuge kleine Familienbetriebe statt großer Ketten.
  • Frage nach regionalen Produkten – Gemüse, Obst, Käse, Honig.
  • Nimm deinen Müll immer wieder mit und hinterlasse Picknickplätze sauberer, als du sie vorgefunden hast.
  • Nutze vorhandene Wege und Pfade, um Erosion zu vermeiden.

Gerade weil Koyulhisar noch kein Massenziel ist, hast du die Chance, mit deinem Verhalten positiv mitzuwirken, damit es so bleibt.

  • Ruhe-Suchende: Wer Abstand von Stadtlärm und Hektik braucht, findet hier einfache, echte Ruhe.
  • Naturliebhaber: Menschen, die gerne wandern, fotografieren oder einfach Landschaft genießen.
  • Roadtrip-Fans: Ideal als Zwischenstopp auf großen Routen durch Anatolien.
  • Kultur-Interessierte: Wer Alltag, Dorfleben und lokale Geschichten spannender findet als große Museen.

Weniger geeignet ist Koyulhisar für alle, die Nightlife, Shopping-Malls oder Strand-Urlaub suchen – hier geht es um Natur, Einfachheit und Begegnungen.

Die Küche ist typisch anatolisch, bodenständig und sättigend: Suppen, Eintöpfe, Fleischgerichte, Gemüse aus eigenem Anbau und natürlich frisches Brot. Viele Familien bauen Tomaten, Paprika, Bohnen und Kräuter selbst an – gerade im Sommer schmeckt man den Unterschied.

Rezept-Idee: Ofentomaten aus Koyulhisar-Art

  • Fleischige, aromatische Tomaten halbieren.
  • Mit Olivenöl, Salz, etwas Knoblauch und Thymian würzen.
  • Im Ofen langsam rösten, bis sie leicht karamellisieren.
  • Zu frischem Brot und Weißkäse servieren.

Das passt hervorragend zu einem einfachen Abend auf dem Balkon oder der Pensionsterrasse, wenn du den Tag Revue passieren lässt.

Rund um Koyulhisar dominieren Hänge, Wälder, Bäche und Hochweiden. Die Natur ist nicht spektakulär im Sinne weltberühmter Spots – sondern still, grün und weit. Genau das macht sie für Wanderer, Fotografen und Ruhesuchende so attraktiv.

Je weiter du dich vom Zentrum entfernst, desto ursprünglicher wird es: kleine Pfade, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Weidegründe, gelegentlich ein Hirte mit seiner Herde. Im Frühling leuchten Wiesen bunt, im Herbst dominieren warme Farben und klare Luft.

Die wichtigsten Ereignisse sind lokale Feste, Dorfveranstaltungen und religiöse Feiertage. Gerade im Sommer werden in vielen Orten kleine Festtage mit Musik, Essen und Zusammenkünften organisiert – oft ohne große Plakate, sondern über persönliche Einladungen.

Wenn du länger bleibst, lohnt es sich, in deiner Unterkunft oder im Teegarten nach aktuellen Festen zu fragen. So landest du vielleicht bei einem Dorffest auf einer Yayla oder bei einer Hochzeitsfeier, an die du dich noch lange erinnern wirst.

Koyulhisar war durch seine Lage im Tal und nahe wichtiger Übergänge immer wieder Teil größerer Routen und Reiche. Spuren aus verschiedenen Epochen finden sich in Form von Burgruinen, Höyüks und historischen Moscheen.

  • Antike & Mittelalter: Siedlungen in Tal- und Höhenlagen, oft dort, wo heute Höyüks und Reste alter Befestigungen zu sehen sind.
  • Seldschuken & Osmanen: Ausbau der Dörfer, Bau von Moscheen, Brücken und kleineren Befestigungsanlagen.
  • Republikzeit: Verstärkte Abwanderung in größere Städte, gleichzeitig Stabilisierung des Landkreises mit Verwaltung, Schule, Straße und elektrischer Infrastruktur.
  • Heute: Ein kleiner Landkreis mit vielen Verbindungen nach Istanbul, Sivas und ins Ausland – aber mit starkem Heimatgefühl bei denen, die zurückkehren.

Wer sich für Details interessiert, findet im Gespräch mit Älteren im Ort oft spannenderen Geschichtsunterricht als in jedem Lehrbuch.

Die schönsten Orte stehen selten auf großen Schildern. In Koyulhisar sind es kleine Aussichtspunkte, versteckte Teegärten, alte Steinhäuser in Seitentälern oder stille Plätze mit Blick auf das Tal.

Gerade auf den Wegen zu Dörfern und Hochweiden findest du versteckte Ecken: eine Bank mit Panorama, ein kleiner Wasserlauf, ein alter Obstgarten, in dem du unter einem Baum im Schatten sitzen kannst. Frag in der Unterkunft nach „manzara“ – die meisten haben ihren eigenen Lieblingsplatz, den sie Gästen gerne verraten.

Wie in vielen anatolischen Landkreisen ranken sich auch um die Täler und Hügel von Koyulhisar Geschichten. Oft geht es um Hirten, die einen besonderen Platz entdeckt haben, um unerwartete Hilfe in Schneestürmen oder um Träume, in denen Verstorbene Wege und Entscheidungen weisen.

Eine typische Legendenform: Ein Hirte verliert in dichtem Nebel seine Herde, setzt sich verzweifelt auf einen Stein und schläft ein. Im Traum erscheint ihm ein alter Mann, zeigt mit dem Finger auf einen Hang – und genau dort findet er am nächsten Morgen seine Tiere. Aus Dankbarkeit stellt die Familie dort jahrelang Wasser und Brot für Wanderer hin. Solche Erzählungen erklären, warum an manchen Orten bis heute spontane kleine Opfergaben (Kerzen, Brot, Wasser) auftauchen.

Wenn du offen fragst, erzählen ältere Einheimische solche Geschichten gern – oft mit einem Lächeln und dem Satz: „Ob du glaubst oder nicht, aber so hat man es uns immer erzählt.“

In Sagen aus der Region spielen oft Berge, Wälder und einsame Pfade die Hauptrolle. Es gibt Geschichten über nachts reisende Karawanen, die von geheimnisvollen Lichtern geleitet wurden, oder über Wanderer, die sich verlaufen und von einem streunenden Hund sicher zurück ins Dorf geführt werden.

Manche Sagen erklären bestimmte Felsformationen oder einsame Bäume: Ein Stein, der aussieht wie ein zusammengesunkener Mensch, wird zur erstarrten Figur eines Reisenden, der aus Hochmut eine Warnung ignoriert hat. Ein schief wachsender Baum am Hang galt lange als „Wächter“, an dem junge Männer sich vor der Wehrpflicht still verabschiedeten.

Auch wenn nicht alle Geschichten historisch belegbar sind, tragen sie zur besonderen Atmosphäre bei – vor allem, wenn du abends mit Blick ins Tal sitzt und dir vorstellst, wie dieser Landstrich vor hundert oder zweihundert Jahren ausgesehen hat.

Koyulhisar hat ein kontinentales Klima mit spürbaren Höhenlagen-Einflüssen: Winter können kalt und schneereich sein, Sommer sind warm bis heiß, aber dank der Höhenlage oft angenehmer als in tiefer gelegenen Ebenen.

  • Frühling: Ideal für Wanderungen, wenn die Hänge grün werden und die Luft klar ist.
  • Sommer: Gute Zeit für Yayla-Ausflüge und lange Abende im Freien.
  • Herbst: Ruhige Saison mit warmen Farben und kühlen Nächten – perfekt für Fotografie.
  • Winter: Eher für erfahrene Selbstfahrer mit Winterroutine geeignet; landschaftlich aber sehr stimmungsvoll.

Offiziell markierte Wanderwege sind selten, aber es gibt zahlreiche Pfade und Pisten, die sich für individuelle Touren eignen. Frag in deiner Unterkunft nach einfachen Rundwegen mit Aussicht.

  • Tal-Rundweg: Leichte Wanderung entlang der unteren Hänge mit Blick auf das Zentrum und die umliegenden Mahalle.
  • Yayla-Pfad: Anspruchsvollere Tour mit Höhenmetern zu einer Hochweide, ideal im Sommer.
  • Dorfrundtour: Kombination aus kurzer Autofahrt und mehreren kurzen Spaziergängen zwischen Dörfern.

Denke an gutes Schuhwerk, Wasser und Sonnenschutz – gerade im Sommer kann die Sonne kräftig sein.

Der Ortskern von Koyulhisar ist relativ kompakt, aber nicht durchgehend barrierefrei. Es gibt Gehsteige, Stufen und teils steile Abschnitte. Moderne Gebäude und öffentliche Einrichtungen sind zunehmend mit Rampen ausgestattet, während ältere Häuser und Teegärten häufig nur über Stufen erreichbar sind.

Komfort hängt stark von der gewählten Unterkunft ab. Wer Wert auf Barrierefreiheit legt, sollte unbedingt vorab nach Zimmerlage, Eingang und Badezimmer fragen und sich aktuelle Fotos schicken lassen.

  • Unterkünfte: Vorab genau nachfragen, ob Zimmer ebenerdig oder mit Aufzug erreichbar sind und ob das Bad barrierearm ist.
  • Öffentlicher Verkehr: Dolmuş sind meist nicht barrierefrei; individuelle Transfers per Taxi oder Privatfahrer sind oft komfortabler.
  • Sehenswürdigkeiten: Aussichtspunkte und Dörfer liegen oft an Hängen, Zugänglichkeit ist unterschiedlich – hier lohnt individuelle Abstimmung vor Ort.
  • Hilfsbereitschaft: Die lokale Bevölkerung ist sehr hilfsbereit und improvisiert gerne Lösungen, etwa beim Ein- und Aussteigen oder beim Befahren steiler Abschnitte.

Mit guter Vorbereitung kann ein Besuch auch mit Einschränkungen möglich sein – besonders, wenn du dich auf das Zentrum und ausgewählte, gut erreichbare Punkte konzentrierst.

  • Blick vom Hang auf das Zentrum: Besonders schön in der blauen Stunde, wenn die ersten Lichter angehen.
  • Dorfszenen: Teegärten, Traktoren, alte Steinhäuser und enge Gassen bieten viele Motive.
  • Yayla-Panoramen: Weite Blicke über Täler und Hänge, ideal für Landschaftsfotografie.

Früh morgens und kurz vor Sonnenuntergang ist das Licht besonders weich – perfekt für Fotos, die die Atmosphäre von Koyulhisar einfangen.

Im Landkreis gibt es grundlegende medizinische Versorgung; für größere Eingriffe oder Spezialfälle fährt man in der Regel nach Sivas oder in andere größere Städte. Wichtige Hinweise:

  • Immer eine kleine Reiseapotheke mit persönlichen Medikamenten dabeihaben.
  • Reise- und Krankenversicherung mit ausreichender Deckung abschließen.
  • Notfallnummern (112) im Telefon speichern.

In Dörfern kann es dauern, bis Hilfe eintrifft – plane Aktivitäten und Fahrten entsprechend und vermeide unnötige Risiken auf abgelegenen Pisten.

In Koyulhisar geht es beim Einkaufen nicht um große Malls, sondern um kleine Läden, Märkte und Stände. Du bekommst hier das, was du wirklich brauchst: Obst, Gemüse, Käse, Brot, Haushaltswaren und einfache Kleidung.

Wichtiger Standard-Hinweis: In der Türkei ist es normal, dass dich Ladeninhaber freundlich ansprechen oder in den Laden bitten. Das ist Gastfreundschaft und Neugier, keine aufdringliche Masche. Wenn das Ansprechen jedoch sehr aggressiv wird oder du dich unwohl fühlst, handelt es sich meist um klassische Touristenfallen – dann darfst du höflich, aber bestimmt „Hayır, teşekkürler“ sagen und weitergehen.

In Koyulhisar ist der Ton in der Regel entspannt und respektvoll, trotzdem gilt: Du entscheidest, wo du einkaufst und wie lange du bleibst.

Gerade in kleineren Landkreisen sind es die kleinen Dinge, die hängen bleiben: Traktoren, die als „Familienauto“ dienen, Hühner, die seelenruhig über die Straße laufen, oder Monitore in Teegärten, auf denen abwechselnd Fußball, Nachrichten und Dorffotos laufen.

Manchmal erzählt dir jemand mit größtem Ernst, dass der beste Sonnenuntergang der Welt genau von diesem einen Balkon aus zu sehen ist – und wenn du ehrlich bist, glaubst du es in dem Moment sogar.

  • Zentrum von Koyulhisar: Kompakter Ortskern mit Moscheen, Teegärten und Alltagsszenen.
  • Aussichtspunkte an den Hängen: Verschiedene Punkte mit Blick über das Tal und die Mahalle.
  • Dörfer & Hochweiden: Zahlreiche Dörfer und Yaylalar rund um den Landkreis, ideal für Ausflüge.

Diese Liste wird in Zukunft um einzelne, detaillierte Unterseiten erweitert – mit noch mehr Hintergrund, Fotos und Songs.

  • Versteckte Aussichtsbalkone über dem Tal: Kleine, kaum ausgeschilderte Punkte, von denen du das gesamte Zentrum überblickst.
  • Teegärten in Nebenstraßen: Unspektakulär von außen, aber voller Geschichten und Begegnungen.
  • Kleine Picknickplätze an Bachläufen: Ideal für eine Pause auf der Fahrt zu Dörfern und Hochweiden.

Mit jeder neuen Reise erweitern wir diese Liste – Koyulhisar hält mehr bereit, als man auf den ersten Blick sieht.

Wie viele Tage sollte ich für Koyulhisar einplanen?

Für einen ersten Eindruck reicht ein voller Tag. Mit zwei Tagen kannst du zusätzlich Dörfer und Aussichtspunkte besuchen.

Brauche ich ein eigenes Auto?

Es ist sehr hilfreich, da viele schöne Punkte außerhalb des Zentrums liegen. Mit Dolmuş und Taxi geht es grundsätzlich auch, aber weniger flexibel.

Kann ich Koyulhisar mit anderen Zielen kombinieren?

Ja, der Landkreis bietet sich als Zwischenstopp auf Routen durch die Provinz Sivas und Richtung Schwarzmeerraum an.

Ist Koyulhisar kinderfreundlich?

Für Kinder, die Natur mögen und nicht auf große Freizeitparks angewiesen sind, ist Koyulhisar ein spannendes, sicheres Ziel mit viel Platz zum Draußensein.

  • Koyulhisar (Zentrum): Verwaltungssitz, kompakter Kern mit Teegärten, Läden, Moscheen und Unterkünften.
  • Umgebende Dörfer: Zahlreiche kleinere Siedlungen im Landkreis, in denen sich das Dorfleben besonders authentisch erleben lässt.
  • Hochweiden (Yaylalar): Saisonale Siedlungen und Weidegebiete, die im Sommer zum Treffpunkt für Familien und Heimkehrer werden.

Im Zentrum von Koyulhisar gibt es sieben offizielle Mahalle. Hinzu kommen zahlreiche Dörfer im Landkreis, die wir später als eigene Unterseiten mit noch mehr Details vorstellen werden.

  • Aşağıkale Mahallesi: Unterhalb der historischen Burglage, mit Wohnhäusern und Blick ins Tal – ideal für Spaziergänge.
  • Camiikebir Mahallesi: Herzstück des Ortes mit Moschee, Geschäften und viel Alltagsleben.
  • Orta Mahallesi: Zentrale Wohngegend zwischen den wichtigsten Straßenzügen, ruhig und angenehm zum Flanieren.
  • Subaşı Mahallesi: Etwas lockerer bebaut, mit Höfen und Gärten – hier spürt man das Dorfgefühl besonders stark.
  • Şeyhler Mahallesi: Wohngebiet mit kleinen Straßen und Nachbarschaften, in denen man schnell ins Gespräch kommt.
  • Tuğladağı Mahallesi: Am Hang gelegen, mit weiten Ausblicken und Mischung aus älteren und neueren Häusern.
  • Yukarıkale Mahallesi: Höher gelegener Bereich nahe der alten Burgzone, mit Panoramablicken über das Tal.

Rund um das Zentrum verteilen sich darüber hinaus zahlreiche Dörfer und Streusiedlungen, die wir Schritt für Schritt auf turkeyregional.com ausführlich vorstellen werden – jeweils mit eigener Geschichte, Rezepten und, wenn möglich, einem eigenen Song.

Koyulhisar auf einen Blick

  • Region: Provinz Sivas, Übergang zum Schwarzmeerraum
  • Charakter: Talort mit Bergdörfern und Hochweiden
  • Einwohner: rund 12.000 im Landkreis
  • Höhenlage: Zentrum auf etwa 850–1.300 Metern
  • Schwerpunkt: Landwirtschaft, Tierhaltung, ländlicher Alltag

Highlights in Koyulhisar

  • Spaziergänge durch den kompakten Ortskern
  • Ausblicke von den Hängen auf Tal und Mahalle
  • Ausflüge zu Dörfern und Hochweiden
  • Authentische Teegärten & Dorfszenen
  • Klare Nächte mit beeindruckendem Sternenhimmel

Praktische Reisetipps

  • Eigenes Auto oder Fahrer erleichtert Ausflüge enorm.
  • Zwiebellook – Abende können auch im Sommer kühl werden.
  • Früh tanken, Tankstellen sind nicht überall dicht gesät.
  • Immer etwas Bargeld dabeihaben, nicht alle Läden akzeptieren Karten.
  • Vor Anreise mit der Unterkunft Ankunftszeit abstimmen.
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