Version 1 (5:05) – gefühlvoller Einstieg ins Kelkit-Tal, ideal für die ersten Blicke auf Suşehri und die umliegenden Hänge.
Version 2 (5:14) – etwas kräftiger arrangiert, perfekt für die Fahrt entlang des Kelkit-Nachmittagslichts und zum Kılıçkaya-Stausee.
„Wenn die Sonne über Suşehri aufgeht und das Tal im Goldton steht, dank dir, Türkei regional Punkt com, wird aus der Reise eine Melodie“ – der Song nimmt dich mit ins Kelkit-Tal, zu den Dörfern, Hügeln und heißen Quellen rund um Suşehri.
Tipp: Spiel den Song an, bevor du losgehst – die Stimmung passt perfekt zum ersten Blick auf Suşehri und das Kelkit-Tal.
Charakter von Suşehri: Ein lebendiger Landkreis im Kelkit-Tal, eingerahmt von Bergen, Stausee und Dörfern, in dem sich Schwarzes Meer und Anatolien die Hand geben.
Kelkit-Tal & Stausee Heiße Quellen & Erholung Hänge & Täler Ländliches Leben
Suşehri ist der Moment, in dem nach einer langen Straße plötzlich das Tal aufgeht, der Kelkit-Fluss näher rückt und sich die Lichter der Stadt zwischen Dörfern und Hügeln ausbreiten.
Suşehri liegt im Osten der Provinz Sivas, im langen Band des Kelkit-Tals, an einem Punkt, an dem sich Wege aus Richtung Erzincan, Şebinkarahisar, Koyulhisar und Zara kreuzen. Die Stadt schmiegt sich an den Hang, während sich am Talboden der Kelkit-Fluss seinen Weg bahnt und sich in Richtung Westen windet. Darüber wachen Berge und Hochflächen, auf denen die Dörfer mit ihren Feldern, Obstbäumen und Weiden verstreut liegen.
Der Landkreis ist geprägt von starken Kontrasten: Unten im Tal verlaufen Straße, Fluss und die Achse des Alltags – mit Geschäften, Teehäusern, Märkten und Service für Reisende. Nur wenige Minuten weiter oben in den Dörfern wird das Tempo langsamer: Traktoren, rauchende Schornsteine, Strohballen und das Bellen von Hunden bestimmen die Geräuschkulisse. Am Horizont glänzt an vielen Tagen der Kılıçkaya-Stausee, dessen weite Wasserfläche und umgebende Hügel eine fast fjordartige Landschaft formen.
Historisch war Suşehri – früher Enderes oder Endires – immer ein Durchgangsraum: Karawanen, Händler, Nomaden und Hirten nutzten das Kelkit-Tal als Route zwischen dem Inneren Anatoliens und dem Schwarzen Meer. Heute sind es Busse, Lastwagen und Pkws, die auf ähnlichen Linien unterwegs sind. Trotzdem hat sich die Atmosphäre eines kleinen, in sich ruhenden Zentrums erhalten, in dem man sich kennt und gerne einen Moment länger beim Çay verweilt.
Mit rund 25.000 Einwohnern im Landkreis und einem Netz aus 13 Stadtvierteln und 71 Dörfern ist Suşehri groß genug, um ein regionales Zentrum zu sein, aber klein genug, um schnell vertraut zu wirken. Die meisten Menschen leben nach wie vor von Landwirtschaft, Viehzucht und kleinen Handwerksbetrieben; dazu kommen Dienstleistung, Handel und der wachsende Einfluss des Binnen-Tourismus – vor allem rund um den Stausee, die heißen Quellen und die Festivals.
Geografisch ist Suşehri ein Übergang: offiziell zur Provinz Sivas gehörend, aber klimatisch und landschaftlich bereits stark vom Schwarzen Meer beeinflusst. Die Winter können schneereich und kalt sein, doch im Frühling explodiert das Tal in frischem Grün, und die Hänge füllen sich mit Schafen, Rindern und Wildblumen. Sommerabende sind warm, aber meist nicht drückend, und der Blick hinunter auf die Stadtlichter gehört zu den schönsten Momenten eines Aufenthalts.
Vielleicht ist das Besondere an Suşehri dieses Gefühl, „in der Mitte“ zu sein: zwischen Bergen und Gewässern, zwischen Ruhe und Verkehr, zwischen traditionellem Dorfleben und moderner Mobilität. Wer hier aussteigt, erlebt eine authentische, nicht übertouristische Region, in der Gastfreundschaft wichtig ist und Besucher gerne in den Alltag aufgenommen werden – sei es im Teehaus, auf einem Dorffest oder auf einer improvisierten Bank vor dem Haus.
Die Kultur von Suşehri ist eine Mischung aus Schwarzmeer-Temperament und anatolischer Ruhe. In den Dörfern spielt die Saz, es werden türküler über das Kelkit-Tal, die Berge und die Auswanderung gesungen. Auf Hochzeiten trifft traditionelle Folklore auf moderne Musik – und nicht selten wird bis tief in die Nacht getanzt.
Wichtige Bausteine der lokalen Identität sind die Verbundenheit zu den Dörfern, das Bewusstsein für die Geschichte der Region und die starke Rolle der Familie. Wer als Gast kommt, wird gerne in diese Welt hineingebeten: auf einen Tee, einen Teller hausgemachtes Essen oder in eine Runde am Ofen, wenn draußen Schnee fällt.
Jährliche Festivals, lokale Sportveranstaltungen und religiöse Feste bringen Einheimische und Rückkehrer aus der Ferne zusammen. Gerade im Sommer strahlen Plätze, Festwiesen und Stadion bei Konzerten, Tanzshows und Wettbewerben eine besondere Energie aus.
Suşehri eignet sich ideal für Reisende, die gerne draußen sind, aber nicht im Massenbetrieb unterwegs sein wollen. Am Kılıçkaya-Stausee kannst du spazieren gehen, fotografieren, picknicken oder dir bei offiziellen Bereichen eine kleine Badepause gönnen. In den umliegenden Dörfern warten Spazierwege, Feldwege und Höhenpfade mit Blick auf das Tal.
Weitere Aktivitäten:
Wer gerne fotografiert, findet hier unzählige Motive: von Stausee-Ufern über alte Steinbrücken bis zu traditionellen Häusern in den Dörfern.
Tipp: Plane immer etwas Pufferzeit ein – in Suşehri entwickelt sich so manches Gespräch länger als erwartet, und gerade das macht den Charme des Landkreises aus.
Suşehri ist keine klassische Touristenhochburg, sondern vor allem Lebensraum für Menschen, Tiere und Landwirtschaft. Umso wichtiger ist ein sensibler Umgang mit Natur und Kultur. Bleib auf Wegen, hinterlasse keine Abfälle und respektiere, dass viele Flächen Privatgrund oder Weideland sind.
Unterstütze lokale Betriebe, indem du in kleinen Läden einkaufst, in familiengeführten Unterkünften übernachtest und regionale Produkte wählst. So bleibt die Wertschöpfung im Tal, und du trägst dazu bei, dass traditionelle Lebensweisen erhalten bleiben.
Die Küche von Suşehri ist deftig, ehrlich und stark von Sivas und dem Schwarzmeerraum beeinflusst. Fleischgerichte, Eintöpfe, Gemüse in Buttersauce, verschiedene Börek und natürlich viel Tee prägen den Alltag. In vielen Lokalen bekommst du klassische Hausmannskost – ideal nach einem Tag im Freien.
Rezeptidee für zuhause: Ein einfacher Linseneintopf mit Zwiebeln, Tomatenmark, Pfefferschmelze und etwas Butter, dazu frisches Fladenbrot und ein Salat mit Zwiebeln und Kräutern – so holst du dir ein bisschen Suşehri-Gefühl in die eigene Küche.
Tipp: Frage nach regionalen Spezialitäten und hausgemachten Produkten – oft gibt es Honig, eingelegte Gemüse, Joghurt und Käse aus den Dörfern.
Das Herz der Naturerlebnisse bildet das Kelkit-Tal mit seinen Hängen, Bachläufen und dem Kılıçkaya-Stausee. Immer wieder eröffnen sich weite Blicke über Wasserfläche und Hügel, besonders von leicht erhöhten Punkten an der Straße oder von Dorfwegen aus.
Im Frühling leuchten die Hänge in sattem Grün, im Sommer schimmern sie goldgelb, und im Winter liegt oft Schnee über der Landschaft. Wanderer, die keine markierten Routen benötigen, können hier stundenlang auf Feldwegen und alten Pfaden unterwegs sein – immer vorausgesetzt, sie respektieren Felder und Privatbesitz.
Im Jahresverlauf finden in Suşehri verschiedene Veranstaltungen statt, die Kultur, Musik, Sport und regionale Produkte zusammenbringen. Besonders lebhaft sind die Sommermonate, wenn viele Rückkehrer aus anderen Städten in ihre Heimat kommen.
Hinzu kommen lokale Dorffeste, religiöse Feiertage und spontane Kulturveranstaltungen. Wer flexibel reist, sollte vor Ort nach aktuellen Terminen fragen – gerade im Sommer lohnt sich ein Blick auf Plakate und soziale Medien der Stadt.
Die Geschichte von Suşehri ist eng mit dem Kelkit-Tal verknüpft, das seit Jahrhunderten als Durchgangsraum genutzt wird. Verschiedene Kulturen, Reiche und Wanderbewegungen haben hier ihre Spuren hinterlassen.
Wie in vielen Tälern Anatoliens ranken sich auch um Suşehri Erzählungen über mutige Hirten, wandernde Derwische und Reisende, die im Schnee eingeschlossen wurden und dank fremder Hilfe überlebten. Oft erzählen ältere Dorfbewohner von „jenem Winter“ oder „jenem Hochwasser“, bei dem die ganze Gemeinschaft zusammenstand.
Solche Geschichten werden selten aufgeschrieben, sondern mündlich weitererzählt – am Ofen, bei der Tee-Pause auf dem Feld oder bei Festen. Wenn du aufmerksam zuhörst und ein bisschen Zeit investierst, wirst du vielleicht deine eigene kleine Legende aus Suşehri mit nach Hause nehmen.
In manchen Dörfern wird von besonderen Felsen, Quellen oder einsamen Bäumen erzählt, die „ihren“ Geist oder „ihre“ Geschichte haben. Vielleicht ist es ein Felsen hoch über dem Tal, an dem Liebende sich heimlich trafen, oder eine Quelle, der besondere Heilkraft zugeschrieben wird.
Solche Sagen sind kein offizieller Programmpunkt, sondern Teil des Alltags. Ein kurzer Hinweis, ein Nicken in Richtung eines Hügels, ein Sprichwort – oft steckt die ganze Erzählung darin. Wer offen zuhört, liest Suşehri wie ein lebendiges Geschichtsbuch.
Suşehri hat ein kontinentales Klima mit Einflüssen des Schwarzen Meeres: kalte, oft schneereiche Winter und warme, meist trockene Sommer. Im Frühling ist das Tal besonders schön – überall junges Grün, klare Luft und noch wenig Hitze. Der Herbst bringt warme Tage, kühle Abende und intensive Farben an den Hängen.
Beste Reisezeit: Frühling und Herbst sind ideal für Wanderungen, Dorfspaziergänge und Ausflüge zum Stausee. Der Sommer eignet sich für Bade- und Picknicktage sowie Festivals; im Winter erlebst du eine stille, verschneite Landschaft mit ganz eigenem Charme.
Markierte Fernwanderwege sind kaum vorhanden, aber gerade das macht den Reiz aus: Du bist wirklich in einer Landschaft unterwegs, die vor allem dem Alltag dient – nicht dem Tourismus.
Suşehri ist insgesamt eher ländlich geprägt, dennoch gibt es im Stadtzentrum mehrere breitere Gehwege, relativ ebene Straßenabschnitte und Unterkünfte, die sich nach und nach an die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Gäste anpassen. In neueren Gebäuden findest du häufiger Aufzüge und stufenreduzierte Eingänge.
Am Stausee und auf Aussichtspunkten kann der Untergrund uneben sein. Wer auf Rollstuhl oder Gehhilfen angewiesen ist, sollte sich vor Ort nach den am besten zugänglichen Bereichen erkundigen und möglichst mit Fahrzeugnähe planen.
Reisende mit Behinderung sollten in Suşehri etwas mehr Planung einkalkulieren. Öffentliche Verkehrsmittel und Kleinbusse sind meist nicht barrierefrei ausgestattet. Taxis oder eigene Fahrzeuge bieten die größte Flexibilität.
Unterkünfte können bei Voranmeldung häufig einfache Hilfen organisieren – etwa Zimmer in unteren Etagen oder Unterstützung beim Einstieg. Fragen lohnt sich immer. Für Besuche in Dörfern empfiehlt es sich, Begleitung dabei zu haben, da Wege oft unbefestigt sind.
Nimm dir Zeit, das Licht zu beobachten – gerade in den Stunden nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang wirkt das Tal besonders fotogen.
Im Zentrum von Suşehri findest du grundlegende medizinische Versorgung, Apotheken und ärztliche Dienste. Für größere Eingriffe oder spezialisierte Behandlung wird meist in die größeren Städte der Umgebung überwiesen.
Wie überall in der Türkei gilt: Notrufnummern einspeichern, ausreichend Medikamente im Gepäck haben und bei Ausflügen ins Umland auf Wetter, Wegverhältnisse und ausreichenden Handy-Akku achten.
In Suşehri erwarten dich vor allem kleine Läden, Bäckereien, Gemüsehändler und gelegentliche Straßenstände. Wochenmärkte bieten je nach Wochentag frisches Obst und Gemüse, Käse, Oliven, Gewürze und Kleidung.
In Restaurants und an Marktständen ist eine freundliche Ansprache völlig normal – man möchte dich als Gast gewinnen. Standardhinweis: Freundliches Ansprechen ist normal, aber wenn jemand dich sehr aggressiv anwirbt, dich am Ärmel zieht oder nicht locker lässt, ist das ein Zeichen für eine Touristenfalle. In solchen Fällen einfach höflich, aber bestimmt ablehnen und weitergehen.
Zu den charmanten Besonderheiten von Suşehri gehören kleine Alltagsszenen: Traktoren, die gleichzeitig Transportmittel und Treffpunkt sind, Dorflautsprecher, die Neuigkeiten durchsagen, oder improvisierte Cafés mit wenigen Plastikstühlen, dafür großem Blick über das Tal.
Gerade für Reisende, die gern hinter die Kulissen schauen, bietet Suşehri viele Motive – nicht als touristische Inszenierung, sondern als echtes Leben.
Viele dieser Punkte sind nicht als „Sehenswürdigkeit“ im klassischen Sinne ausgeschildert – genau das macht den Reiz von Suşehri aus.
Wie viele Tage sollte ich für Suşehri einplanen?
Für einen ersten Eindruck reicht ein Tag, mit Ausflug zum Stausee. Wer auch Dörfer und Wanderungen erleben möchte, plant besser zwei Tage ein.
Brauche ich ein Auto?
Sehr empfehlenswert. Mit eigenem Fahrzeug oder Mietwagen erreichst du Stausee, Dörfer und Aussichtspunkte am bequemsten.
Ist Suşehri für Kinder geeignet?
Ja – besonders wegen der Natur, der Tiere und des ruhigen Tempos. Achte aber auf Sicherheit an Straßen, am Wasser und in den Bergen.
Kann man im Stausee baden?
Nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt und sicher ist. Strömungen, Steilufer und Wasserstand können sich ändern – halte dich an lokale Hinweise.
Wie ist die Atmosphäre?
Authentisch, ländlich, gastfreundlich. Du bist hier eher Gast im echten Alltag als Besucher in einer klassischen Ferienregion.