Das Magnesische Tor war der östliche Haupteingang zur antiken Metropole Ephesos. Es lag am Ende der Prozessionsstraße, die vom Artemision aus die Pilger durch die Stadt führte. Seinen Namen verdankt es der Straße, die nach Magnesia am Mäander führte – einer bedeutenden Nachbarstadt.
Erbaut wurde das Tor vermutlich in der späthellenistischen oder frührömischen Zeit. Es markierte nicht nur den physischen Zugang zur Stadt, sondern war auch eine symbolische Schwelle: Wer hindurchschritt, trat in das kulturelle und religiöse Zentrum Kleinasiens ein. Es war Teil der Stadtmauer und bildete einen Knotenpunkt für Pilger, Händler und Reisende aus dem Osten.
Vom Magnesischen Tor sind heute nur noch Reste erhalten – darunter massive Quaderfundamente und Spuren von Rundbögen. Das Tor war mehrschichtig aufgebaut und vermutlich von Wehrtürmen flankiert. Einige Forscher vermuten auch eine Verbindung zu Zeremonien oder rituellen Prozessionen, da es direkt zur Marienkirche und weiter zum Artemision führte.
Das Tor befindet sich an der östlichen Grenze der Ausgrabungsstätte. Es ist vom offiziellen Eingang aus gut erreichbar und liegt in unmittelbarer Nähe zum Parkplatz für Besucherbusse. Viele Besucher passieren es auf dem Rückweg – ein stiller Ort, an dem man die antike Dimension Ephesos' besonders intensiv spüren kann.