Kilimli – Schwarzes Meer zwischen Kohle, Küstenwegen und kleinen Dörfern

Song für Kilimli – „Kilimli, Herz vom schwarzen Meer“

Version 1 – „Kilimli, Herz vom schwarzen Meer“ (4:12 Minuten)

Version 2 – „Kilimli, Herz vom schwarzen Meer“ (4:44 Minuten)

Songtext-Auszug anzeigen

Du kommst aus dem Tunnel, die Berge im Rücken,
vor dir das Meer und die Straße wie ein Band.
Erste Lichter von Kilimli, tief in deinem Herzen,
hier beginnt dein Abend am Schwarzen Meer-Strand.

Refrain:
Kilimli, Kilimli, Herz vom schwarzen Meer,
zwischen Klippen, Schienen, Wellen ziehst du mich zu dir.
Kilimli, Kilimli, ich komm immer wieder her,
denn dein Licht im Abendhimmel bleibt für immer hier bei mir.

Kilimli – Schwarzes Meer, Bergbaugeschichte und stille Buchten direkt vor den Toren von Zonguldak.

Küstenpanorama Kohle & Industriegeschichte Natur & Wandern Fotospots

Ideal, wenn du das raue, echte Schwarze Meer mit ruhigen Küstenorten und viel Geschichte verbinden möchtest.

Über den Landkreis Kilimli

Wer von Zonguldak aus die Küste nach Osten entlangfährt, erlebt einen kleinen Moment wie im Film: Hinter Tunneln und Felswänden öffnet sich plötzlich der Blick auf das Schwarze Meer, Häuser kleben an den Hängen, und unten zieht sich eine schmale Straße zwischen Klippen und Wellen entlang – mitten hinein nach Kilimli. Der Landkreis ist jung, als Verwaltungseinheit erst seit 2012 eigenständig, aber seine Geschichte ist tief in der Kohle, im Meer und im Alltag der Menschen verwurzelt.

Kilimli ist ein typisches Schwarzes-Meer-Revier und trotzdem anders: Hier trifft die harte Realität des Bergbaus auf weiche Hügel, stille Buchten wie Göbü und Türkali und eine überraschend entspannte Küstenstimmung. Die Halden, Schornsteine und Fördertürme erinnern an die Zeit, als rund um Zonguldak die Kohle das Leben bestimmte – und genau dieses industrielle Erbe verleiht dem Landkreis heute eine besondere Atmosphäre. Du spürst sie, wenn du an den alten Anlagen vorbeifährst, aber auch, wenn du abends am Kai sitzt und den Geschichten der ehemaligen Bergleute lauschst.

Gleichzeitig ist Kilimli sehr nah dran am Stadtleben von Zonguldak: In rund 15 Kilometern bist du vom Provinzzentrum in einem ruhigeren Kosmos, in dem sich der Alltag etwas langsamer anfühlt. Kleinere Zentren wie Gelik oder Muslu, die Küstendörfer Göbü, Şirinköy, Türkali und Kurtköy sowie die vielen Mahalle wie Hacıoğlu, Hisar Arkası oder Subatan bilden zusammen ein Mosaik aus Wohnvierteln, Dorfgemeinschaften und Bergwerksorten. Dazwischen schlängeln sich Straßen mit schönen Ausblicken – perfekt für kleine Roadtrips mit spontanen Fotostopps.

Für Reisende ist Kilimli vor allem dann spannend, wenn du das Schwarze Meer fernab großer Ferienorte erleben willst. Statt langer Strandpromenaden findest du authentische Küstenabschnitte, Fischerboote, einfache Teegärten mit Blick auf das Wasser und eine Bevölkerung, die lieber fragt, woher du kommst, als dir sofort etwas zu verkaufen. An heißen Sommertagen stehst du wenige Minuten nach der Ankunft im Sand oder auf den Felsen von Göbü und Türkali, im Frühling und Herbst sind die weiten Wolkenbilder, das wechselhafte Licht und die raue Brandung ein Traum für Fotofans.

Kilimli ist kein glattgebügelter Urlaubsort, sondern ein Landkreis mit Ecken und Kanten. Genau das macht ihn interessant: bergmännische Tradition, Höhlen wie Cumayanı und Kızılelma im Hinterland, alte Bahn- und Trassenverläufe, Aussichtspunkte wie die Höhen über Şirinköy und dazu die Nähe zu Zonguldak mit seinem Bergbau-Museum. Wenn du ein paar Tage hier verbringst, wirst du merken, wie sich das Bild verändert: aus einer „Durchfahrtsstrecke“ wird eine kleine Bühne, auf der Meer, Nebel, Licht und die Geschichten der Menschen ständig neue Szenen schreiben.

Abends, wenn die Lichter der Straße sich im Wasser spiegeln und irgendwo ein Radio leise türkische Schlager spielt, versteht man schnell, warum viele Einheimische, die anderswo arbeiten, immer wieder nach Kilimli zurückkommen. Der Landkreis ist ein Ort zum Ankommen, Durchatmen und neugierig Schauen – mit einer Mischung aus Küste, Geschichte und Alltag, die es so nur hier am westlichen Schwarzen Meer gibt.

Kultur & Traditionen

Die Kultur in Kilimli ist stark von der Bergbaugeschichte geprägt. Noch heute erzählen Lieder, Fotos in Teehäusern und lokale Feste von der Zeit unter Tage. In vielen Familien gibt es mindestens einen ehemaligen Bergmann, und die Werte von Solidarität, Zusammenhalt und Bescheidenheit sind bis heute spürbar.

Gleichzeitig ist Kilimli ein typisches Schwarzes-Meer-Gebiet: Tee, frischer Fisch, spontane Nachbarschaftsbesuche und lange Gespräche in der Abendluft gehören zum Alltag. Bei religiösen Festen oder Hochzeiten füllen sich die Straßen mit Musik und Tanz, und in den Dörfern werden traditionelle Rezepte, Einlegegemüse und hausgemachte Süßspeisen weitergegeben. Wer länger bleibt, bekommt schnell eine Einladung auf einen „çay“ und eine Portion Alltagsgeschichten.

Aktivitäten

In Kilimli kannst du sehr unterschiedlich aktiv werden – je nachdem, ob du eher Ruhe oder Bewegung suchst. Beliebt sind Spaziergänge und kleine Wanderungen entlang der Küste, zum Beispiel rund um Göbü und Türkali, wo sich immer wieder neue Ausblicke auf das Meer öffnen. Wer ein Auto hat, fährt Stück für Stück die Küstenstraße ab, hält an Aussichtspunkten und entdeckt so nach und nach den Landkreis.

Höhlenfans können Ausflüge zu den bekannten Grotten der Region planen, etwa zur Cumayanı- oder Kızılelma-Höhle. In und um Kilimli bieten sich zudem Fototouren rund um alte Industrieanlagen, Fördertürme und Bahnanlagen an – besonders spannend bei wechselhaftem Wetter. Im Sommer laden die Buchten zum Baden, Picknicken und Angeln ein; im Frühling und Herbst sind die Strecken ideal für ruhige Roadtrips.

Reisetipps / Seyahat ipuçları

  • Plane Zeit für die An- und Abreise über Zonguldak ein – die Küstenstraße ist schön, aber teils kurvig und wetterabhängig.
  • Nimm eine leichte Jacke mit: Am Schwarzen Meer kann der Wind auch im Sommer frisch sein.
  • Für Höhlenbesuche und Aussichtspunkte empfehlenswert: feste Schuhe und eine kleine Taschenlampe.
  • Unterkünfte sind begrenzt – buche im Sommer und an Feiertagen besser im Voraus oder nutze Zonguldak als Basis.
  • Bargeld nicht vergessen: In kleineren Dörfern und Teegärten kannst du oft nicht mit Karte zahlen.

Nachhaltigkeit / Sürdürülebilirlik

Kilimli ist ein Landkreis im Wandel: Einerseits steht er für die industrielle Vergangenheit des Steinkohlebergbaus, andererseits wird zunehmend auf Naturschutz, Küstenerhalt und schonenden Tourismus geachtet. Als Gast kannst du dazu beitragen, indem du Müll wieder mitnimmst, markierte Wege nutzt und in kleinen, lokalen Betrieben einkaufst oder übernachtest.

Viele Einheimische versuchen, neue Einnahmequellen aufzubauen – etwa mit Gästezimmern, kleinen Cafés oder dem Verkauf von regionalen Produkten. Wenn du bewusst solche Angebote unterstützt, bleibt mehr Wertschöpfung im Landkreis und der Druck auf die Umwelt durch großflächige Projekte sinkt langfristig.

Für wen geeignet? / Kimler için uygun?

  • Reisende, die das echte Schwarze Meer ohne großen Massentourismus erleben möchten.
  • Fotografie- und Drohnenfans, die dramatische Küstenlandschaften und Industrieästhetik lieben.
  • Paare und Freunde, die ein verlängertes Wochenende mit Meer, Ruhe und kleinen Ausflügen planen.
  • Geschichtsinteressierte, die mehr über Bergbau und Arbeitswelt erfahren wollen.
  • Durchreisende Richtung Bartın oder Kastamonu, die einen Stopp mit Charakter einlegen möchten.

Kulinarik / Yeme & içme

Kulinarisch steht Kilimli ganz im Zeichen des Schwarzen Meeres: Frischer Fisch – je nach Saison Hamsi, Mezgit oder Palamut – landet in einfachen Lokalen und Teegärten auf dem Grill oder in der Pfanne. Dazu kommen herzhafte Suppen, Gemüsegerichte mit viel Grünzeug und hausgemachte Börek-Varianten.

In den Dörfern und Mahalle wirst du immer wieder mit regionalen Klassikern überrascht: Maisbrot, eingelegtes Gemüse, selbstgemachte Marmeladen und Desserts, die nur familiär überliefert werden. Ideal wäre später ein eigener Rezeptblock für Kilimli – zum Beispiel mit Hamsi auf dem Blech, einfachen Ofengerichten und typischen Frühstücksteller-Kombinationen, die perfekt zu einem Meerblick-Morgen passen.

Natur & Outdoor

Die Natur zeigt sich in Kilimli in kurzen, intensiven Bildern: Steile Hänge, die direkt ins Meer fallen, Wälder oberhalb der Straße, dazwischen Bachläufe und kleine Täler. Besonders entlang der Küste zwischen Zonguldak und Kilimli, aber auch in Richtung Türkali und Göbü, findest du Aussichtspunkte, an denen man kaum anders kann, als kurz anzuhalten.

Im Hinterland locken Hochebenen, Mischwälder und die Zugänge zu den Höhlen. Wer gern wandert, kann sich eigene kleine Rundtouren zusammenstellen – etwa vom Dorf aus hinauf auf eine Anhöhe mit Blick auf die Küste und zurück durch die Gassen. Wichtig: Wetter beachten, denn Regen kann Wege rutschig machen.

Feste & Veranstaltungen

Offizielle Großevents sind in Kilimli überschaubar, aber im Jahreslauf gibt es immer wieder lokale Feste, religiöse Feiertage, Schul- und Vereinsveranstaltungen. Gerade im Sommer und rund um nationale Feiertage finden am Meer oder in den Zentren oft kleine Konzerte, Sportturniere oder Dorffeste statt.

Es lohnt sich, vor Ort in Teehäusern, beim Muhtarlık oder in den sozialen Medien der Gemeinde nach aktuellen Terminen zu fragen. Viele Veranstaltungen werden eher mündlich weitergegeben als groß beworben – umso authentischer ist das Erlebnis, wenn du zufällig in ein Dorffest oder ein abendliches Konzert hinein stolperst.

Geschichte & Timeline / Tarih & zaman çizelgesi

  • spätes 19. Jahrhundert: In der Region rund um Zonguldak werden bedeutende Steinkohlevorkommen erschlossen; erste Siedlungen wachsen.
  • 1920er Jahre: Die Kohlegesellschaft von Kilimli wird gegründet, der Ort entwickelt sich zu einem wichtigen Bergbauzentrum.
  • 1930er Jahre: Die Bergbauanlagen werden verstaatlicht, Kilimli bleibt eng mit der nationalen Energiepolitik der Republik verbunden.
  • zweite Hälfte 20. Jahrhundert: Ausbau der Infrastruktur, neue Straßen und Tunnels verbinden Zonguldak, Kilimli und die umliegenden Orte besser miteinander.
  • 2012: Kilimli wird als eigener Landkreis (İlçe) aus dem Provinzzentrum herausgelöst und administrativ verselbstständigt.
  • heute: Der Landkreis sucht eine Balance zwischen Industrievergangenheit, Küstentourismus, Naturschutz und moderner Infrastruktur.

Hidden Gems / Gizli cennetler

  • Göbü-Bucht: Ruhiger Küstenabschnitt mit Blick auf Klippen und Meer – ideal für eine stille Stunde am Wasser.
  • Türkali-Strand: Längerer Abschnitt mit natürlicher Atmosphäre, perfekt für Spaziergänge am späten Nachmittag.
  • Höhlen im Hinterland: Cumayanı- und Kızılelma-Höhle sind spannende Ziele für Ausflüge, vor allem für Höhlen- und Geologie-Interessierte.
  • Aussichtspunkte über Şirinköy und Kurtköy: Kleine Straßen führen hinauf zu Punkten, von denen du Meer, Wälder und Dörfer gleichzeitig im Blick hast.
  • Alte Trassen und Industrieanlagen: Ehemalige Bahn- und Werksanlagen rund um Kilimli bieten eine ungewöhnliche Mischung aus Natur- und Industriefotografie.

Legenden

Wie überall am Schwarzen Meer ranken sich auch um Kilimli zahlreiche Legenden – viele davon verbinden Meer, Nebel und Bergbau. Eine häufig erzählte Geschichte spricht von einer Lampe, die tief unter Tage nie erloschen sein soll: Ein junger Bergmann, so heißt es, habe sie in einer gefährlichen Schicht zurückgelassen, als er seine Kollegen warnte und an die Oberfläche schickte. Kurz darauf kam es zu einem Unglück, doch alle Männer überlebten. Seitdem, so die Legende, brennt diese Lampe im Berg immer dann kurz auf, wenn Gefahr droht, und schützt die Menschen vor dem Schlimmsten.

Eine andere Erzählung verbindet die Küste mit den Höhlen des Hinterlands: Man sagt, dass es unterirdische Wege zwischen Meer und Bergen gibt, durch die einst Schmuggler, aber auch Widerstandskämpfer in schwierigen Zeiten unbemerkt unterwegs waren. Wer abends in der Brandung ein seltsam hohles Grollen hört, das nicht ganz zu den Wellen passt, lauscht – so heißt es – den Echos dieser verborgenen Pfade.

Sagen / Söylenceler

Unter den älteren Bewohnern kursiert die Sage vom „Flüsterfelsen“: Ein markanter Felsvorsprung nahe der Küste soll Stimmen verstärken, wenn man bei aufkommendem Abendwind einen Wunsch hineinflüstert. Wer ehrlich wünscht und anderen nichts Böses gönnt, dessen Bitte soll – so erzählen es die Großeltern – schon manchem jungen Paar eine Arbeit, eine Wohnung oder eine sichere Rückkehr beschert haben.

Beliebt ist auch die Geschichte eines Fischers, der in einer stürmischen Nacht die Segel strich und sein Boot im Schutz einer kleinen Bucht vor Kilimli festmachte. Am nächsten Tag fand er dort nicht nur sein Boot unbeschädigt, sondern auch ein Bündel Treibholz in Form eines Kreuzes, das für ihn zum Glückszeichen wurde. Seitdem gilt die Idee, dass das Meer zwar rau sein kann, aber diejenigen beschützt, die es respektieren – eine Haltung, die man bis heute in vielen Gesprächen über das Leben am Schwarzen Meer wiederfindet.

Klima & Reisezeit

Kilimli liegt in der typischen Schwarzes-Meer-Klimazone: milde Winter, eher gemäßigte Sommer und das ganze Jahr über eine gewisse Regenwahrscheinlichkeit. Im Sommer wird es warm, aber selten drückend heiß – ideal für Menschen, die Hitze nicht mögen. Frühling und Herbst bringen faszinierende Wolkenbilder, Nebelstreifen über den Hügeln und atmosphärische Lichtstimmungen.

Als beste Reisezeit gelten je nach Vorliebe:

  • Mai–Juni: Viel Grün, angenehme Temperaturen, noch wenig Betrieb.
  • Juli–September: Badetaugliche Temperaturen und lebendiger Alltag an der Küste.
  • Oktober: Goldene Herbststimmung, ideal für Fotografie und Roadtrips.

Wandertouren & Naturpfade

Offiziell markierte Fernwanderwege sind in Kilimli noch selten, aber es gibt zahlreiche kleine Pfade und Nebenstraßen, die sich zu individuellen Routen verbinden lassen. Besonders lohnend sind:

  • Kurzrunden von den Küstendörfern zu umliegenden Höhen mit Meerblick.
  • Spaziergänge entlang der alten Küstenstraße mit vielen kleinen Aussichtspunkten.
  • Ausflüge vom Ortsrand in Richtung Höhlen und Waldgebiete im Hinterland.

Am besten fragst du vor Ort nach aktuellen Tipps – die Einheimischen wissen meist genau, welche Wege gerade gut begehbar sind und wo sich besonders schöne Fotomotive verstecken.

Barrierefreiheit / Komfort

Kilimli ist historisch gewachsen, viele Straßen sind eng, teils steil und nicht überall optimal gepflastert. In den Zentren und entlang der Hauptstraßen gibt es jedoch zunehmend ausgebautere Gehwege, Rampen und ebene Abschnitte. Moderne Cafés, Restaurants und einige öffentliche Gebäude achten mehr und mehr auf barrierearme Zugänge.

Wer auf einen Rollstuhl oder einen Rollator angewiesen ist, sollte Unterkünfte möglichst im flacheren Bereich nahe der Hauptstraße oder in Zonguldak wählen und mit dem Auto zu Aussichtspunkten und Dörfern fahren, anstatt steile Anstiege zu Fuß anzugehen.

Infos für Reisende mit Behinderung

Für Reisende mit Behinderung empfiehlt es sich, Unterkünfte vorab direkt zu kontaktieren und nach Aufzug, Rampen, Türbreiten und barrierearmen Bädern zu fragen. In Kilimli selbst sind wirklich durchgängig barrierefreie Hotels noch selten, doch viele Betriebe sind hilfsbereit und versuchen individuelle Lösungen zu finden.

Im Nahverkehr sind einige Busse relativ niedrig, aber nicht alle Haltestellen sind perfekt ausgebaut. Taxis oder private Transfers sind oft die komfortabelste Lösung, um Aussichtspunkte, Dörfer und Küstenabschnitte zu erreichen. Wer auf spezielle medizinische Versorgung angewiesen ist, sollte die Infrastruktur von Zonguldak-Stadt mit einplanen und ausreichend Medikamente mitführen.

Fotospots

  • Küstenstraße zwischen Zonguldak und Kilimli mit Blick auf Klippen, Meer und Straße.
  • Göbü und Türkali bei Sonnenauf- oder -untergang.
  • Blick von den Hängen über Şirinköy und Kurtköy auf Meer und Dörfer.
  • Alte Industrieanlagen und Fördertürme im Wechselspiel mit Wolken und Nebel.

Gesundheit & Notfall

Kleinere gesundheitliche Probleme können meist in lokalen Praxen oder Apotheken behandelt werden; für größere Eingriffe und Notfälle ist Zonguldak mit seinen Kliniken der wichtigste Anlaufpunkt. Notrufnummern wie 112 (Rettungsdienst) sollten im Handy gespeichert sein.

Durch das Wechselklima am Schwarzen Meer sind Erkältungen und Kreislaufreaktionen auf Wetterwechsel keine Seltenheit – eine leichte Reiseapotheke mit Schmerzmittel, Pflastern und persönlichen Medikamenten gehört ins Gepäck. Beim Baden sollte man immer auf Strömungen achten und nur dort ins Wasser gehen, wo Einheimische es ebenfalls tun.

Shopping & Märkte

In Kilimli selbst findest du vor allem kleine Läden, Bäckereien, Gemüsestände und Minimärkte. Für größere Einkaufszentren bietet sich Zonguldak an, während in den Dörfern eher klassische Dorfläden und mobile Verkäufer unterwegs sind.

Ein wichtiger Hinweis, der für viele Regionen in der Türkei gilt: Freundliches Ansprechen vor Restaurants oder Geschäften ist vollkommen normal und Teil der Gastfreundschaft. Wenn es allerdings sehr aufdringlich wird, Preise plötzlich „für dich“ stark steigen oder du dich gedrängt fühlst, ist das ein Zeichen für eine typische Touristenfalle. In Kilimli ist die Stimmung meist entspannt – trotzdem lohnt es sich, bei Unsicherheit einfach freundlich „Nein, danke“ zu sagen und weiterzugehen.

Skurriles & Besonderheiten

Besonders ist in Kilimli die Kombination aus markanter Küste und schwerer Industriegeschichte. Viele Besucher sind überrascht, wenn sie nach einem Fotostopp am Meer wenige Minuten später vor alten Fördertürmen oder Schornsteinen stehen. Diese Nähe von Natur und Industrie ist ungewohnt, aber genau das macht den Charakter des Landkreises aus.

Skurril wirkt manchmal auch das Wetter: Während in einem Dorf dichter Nebel hängt, kann wenige Kilometer weiter die Sonne auf die Bucht scheinen. Wer das Schwarze Meer kennt, weiß: Genau diese Launen sind Teil des Charmes – und sorgen für sehr unterschiedliche Stimmungen innerhalb eines einzigen Tages.

Alle Sehenswürdigkeiten in Kilimli

  • Göbü Küste: Ruhiger Küstenabschnitt mit Blick auf Klippen, Fischerboote und offenes Meer.
  • Türkali Küste: Längere Strandzone mit natürlicher Atmosphäre, ideal für Spaziergänge und Badepausen.
  • Cumayanı-Höhle: Spannendes Ausflugsziel im Hinterland mit kühlem Höhlenklima – perfekt an heißen Tagen.
  • Kızılelma-Höhle: Höhle mit eindrucksvollen Formationen, die sich gut mit anderen Ausflügen kombinieren lässt.
  • İnağzı-Höhle: Eine der markanten Höhlen der Region, beliebt bei Geologie- und Naturfans.
  • Industrie- und Bergbauareale: Ehemalige Anlagen, Fördertürme und Trassen, die einen Eindruck von der Arbeitswelt vergangener Jahrzehnte geben.

Alle Hidden Gems in Kilimli

  • Versteckte Aussichtspunkte an der Küstenstraße: Kleine Buchten und Parkbuchten mit spektakulären Blicken auf Meer und Felsen.
  • Dorfgassen in Şirinköy und Kurtköy: Enge Straßen mit alten Häusern, Gemüsegärten und viel Alltagsleben.
  • Kleine Teegärten direkt am Wasser: Unbeschriftete oder wenig bekannte Lokale, in denen du fast allein auf die Wellen schauen kannst.
  • Hügel über Gelik: Panoramablicke auf Täler, Ortschaften und – in der Ferne – das Meer.

FAQ zu Kilimli

Wie viele Tage sollte ich für Kilimli einplanen?
Für einen ersten Eindruck reichen 1–2 Tage, um Küste, Dörfer und ein wenig Bergbaugeschichte zu erleben. In Kombination mit Zonguldak sind 3–4 Tage ideal.

Kann ich in Kilimli auch ohne Auto reisen?
Grundsätzlich ja, da es Busse und Minibusse gibt. Für Höhlen, Aussichtspunkte und kleinere Dörfer ist ein Auto oder Taxi jedoch deutlich komfortabler.

Ist Kilimli ein klassischer Badeort?
Nein – Kilimli ist eher ein authentischer Küsten- und Bergbau-Landkreis mit einigen schönen Badeplätzen, aber ohne große Hotelmeilen.

Gibt es englischsprachige Informationen vor Ort?
Nur eingeschränkt. Mit etwas Türkisch, Händen und Füßen und einem Übersetzungstool kommst du aber gut zurecht.

Kann ich Kilimli gut mit anderen Zielen kombinieren?
Ja, zum Beispiel mit Zonguldak-Stadt, Küstenorten weiter östlich oder einem Roadtrip Richtung Bartın und Amasra.

Hauptorte im Landkreis Kilimli

  • Kilimli: Verwaltungssitz des Landkreises, Küstenlage, nahe bei Zonguldak – gute Basis für Erkundungen.
  • Çatalağzı: Geprägt von Energie- und Industrieanlagen, zugleich wichtiger Alltagsstandort mit Läden und Infrastruktur.
  • Gelik: Kleiner Ort im Hinterland mit Verbindung zu Bergbau und ländlicher Umgebung.
  • Muslu: Gemeinde mit eher dörflichem Charakter, von Hügeln und Natur eingerahmt.

Orte und Mahalle in Kilimli (mit Kurzbeschreibung)

In offiziellen Verzeichnissen werden für Kilimli 24 Mahalle sowie 4 Dörfer geführt. „Merkez Mahallesi“ erscheint mehrfach für verschiedene Teilorte; der Übersicht halber wird dies durch (1–3) kenntlich gemacht.

  • Ayiçi Mahallesi: Wohnviertel mit Nähe zu Natur und Hängen oberhalb der Küste.
  • Ayiçi Merkez Mahallesi: Locker bebautes Zentrum im Ayiçi-Bereich mit Dorfalltag und viel Ruhe.
  • Belediye Sitesi Mahallesi: Viertel mit Wohnblöcken, nah an Verwaltung und Alltagsinfrastruktur.
  • Bölüm Mahallesi: Gemischtes Wohngebiet mit kurzen Wegen zu Hauptstraße und Geschäften.
  • Cuma Yanı Mahallesi: Bereich rund um Moschee und Freitagsgebet, mit kleinem Zentrum und Läden.
  • Cumhuriyet Mahallesi: Klassisches Stadtviertel mit dichter Bebauung und lebendigem Straßenbild.
  • Çamlık Mahallesi: Von Grün und Bäumen geprägtes Quartier an den Hängen.
  • Damarlı Mahallesi: Wohnviertel mit enger Verbindung zur Industrie- und Arbeitergeschichte.
  • Doğancılar Mahallesi: Mischung aus dörflicher Struktur und Wohngebiet nahe Hügeln und Feldern.
  • Emirler Mahallesi: kleineres Mahalle mit ländlichem Charakter und viel Ruhe.
  • Esen Mahallesi: Wohnbereich mit Blick auf Hänge und Täler, eher ruhig gelegen.
  • Gelik Merkez Mahallesi: Zentrum von Gelik mit Läden, Teehäusern und Alltagsgeschäft.
  • Güney Mahallesi: sonnig gelegener Bereich, der seinem Namen („Süden“) alle Ehre macht.
  • Hacıoğlu Mahallesi: gewachsenes Wohnviertel mit dörflichen Strukturen und Familienhäusern.
  • Hisar Arkası Mahallesi: Hanglage mit Aussicht, enge Straßen und dichter bebautes Umfeld.
  • Karadon Mahallesi: stark vom Bergbau geprägtes Gebiet, in dem sich Industriegeschichte und Alltag treffen.
  • Kırat Mahallesi: kleinerer Siedlungsbereich mit ruhigen Gassen und ländlichem Einschlag.
  • Kırımsa Mahallesi: Wohnviertel mit Nähe zu Feldern und Natur, etwas abseits der Hauptachsen.
  • Kokurdan Mahallesi: traditionelles Viertel mit dichten Nachbarschaften und viel Alltagsleben.
  • Kuzyaka Mahallesi: am Hang und etwas erhöht gelegen, mit weiten Blicken in die Umgebung.
  • Merkez Mahallesi (1): einer der zentralen Bereiche des Landkreises mit Verwaltung und Geschäften.
  • Merkez Mahallesi (2): weiterer Kernbereich in einem Teilort, geprägt von Wohnhäusern und Lokalen.
  • Merkez Mahallesi (3): Ortszentrum mit typischem Mix aus Wohnblöcken, Läden und Teestuben.
  • Subatan Mahallesi: eher ruhiges Quartier mit lockerer Bebauung, zwischen Stadt und Natur.
  • Göbü Köyü: Küstendorf mit ruhiger Bucht und schönem Meerblick.
  • Kurtköy Köyü: Dorf mit ländlichem Charakter und guter Anbindung an den Landkreis.
  • Şirinköy Köyü: grünes Dorf mit Hügeln, Feldern und authentischem Dorfleben.
  • Türkali Köyü: Ort nahe der Küste mit Zugang zu natürlichen Strandabschnitten.
Schnellüberblick Kilimli
  • Region: Westliches Schwarzes Meer
  • Provinz: Zonguldak
  • Fläche: ca. 145 km²
  • Einwohner: rund 33.000 (Landkreis)
  • Lage: direkt östlich der Provinzhauptstadt Zonguldak
Praktische Infos
  • Anreise: Straße ab Zonguldak, Busse und Minibusse
  • Nächster Flughafen: Zonguldak Çaycuma (je nach Saison)
  • Ideal für: Roadtrips, Kurzurlaube, Fototouren
  • Kombinierbar mit: Zonguldak-Stadt, Amasra, Bartın
Highlights auf einen Blick
  • Küstenpanorama & Buchten
  • Bergbau- & Industriekulisse
  • Kleine Wander- & Spazierwege
  • Fisch & Schwarzes-Meer-Küche
  • Fotospots bei jeder Wetterlage
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